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Bauarbeiten werden fast täglich koordiniert

Straßenbau und Superstau Bauarbeiten werden fast täglich koordiniert

Es ist ein ambitioniertes Programm, innerhalb von vier Jahren die Straßen von Brandenburg an der Havel so durchlässig zu machen, dass sie auch den Fernverkehr verkraften. Die Behörden haben sich jetzt in monatelangen Abstimmungen einiges einfallen lassen, damit die Staus nicht zu lang werden.

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Die Brücke 20. Jahrestag wird ebenso wie die Europakurve während der Dichtungsarbeit über Wochen voll gesperrt.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Nur zwei große Straßenbauvorhaben gibt es in diesem Jahr in der Stadt: Den Beginn des Ausbaus am Zentrumsring sowie den Neubau der Willi-Sänger-Straße von der B 102 bis zur Erich-Knauf-Straße. Doch haben die es wegen der hohen Staugefahr so in sich, dass es nun wochenlange Abstimmungen zwischen dem Landesbetrieb Straßenwesen, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sowie der Kommune geben musste. Im Ergebnis steht ein grober Zeitplan, der allzu große „Klumpenbildungen“ vermeiden helfen soll.

„So wird beispielsweise mit Beginn der Sommerferien der Knotenausbau Willi-Sänger-Straße/Sprengelstraße unter Vollsperrung begonnen, damit nach den Sommerferien die Relation Werner-Seelenbinder-Straße/Willi-Sänger-Straße für den Ost-West-Verkehr zur Verfügung steht“, sagt der Stadtentwicklungsbeigeordnete Michael Brandt (CDU). Parallel dazu würden beispielsweise die Arbeiten des Landesbetriebes an der Rathenower Landstraße so getaktet, dass die geplante Umleitung über die Automeile und die Upstallstraße erst nach den Sommerferien in Betrieb genommen wird.

Begleitend wird für die komplette Bauzeit die Sperrkommission aus Polizei, Verkehrsbetrieben, Straßenverkehrsbehörde, Ordnungsamt und anderen viel häufiger regelmäßig tagen wird, um kurzfristig auf wechselnde Bauzustände und größere Verkehrsprobleme schnell reagieren zu können. Brandt warnt allerdings vor Ansprüchen an einen reibungslosen Verkehr. „Beeinträchtigungen durch die Verkehrsverlagerungen werden sich insbesondere nicht am Nicolaiplatz vermeiden lassen, in den Spitzenstunden ist dort mit langen Wartezeiten zu rechnen.“

Parallel zu den genannten Baustellen gibt es ja weitere Plätze, an denen Landesbetrieb und Wasserstraßenverwaltung in unmittelbarer Nähe werkeln.

Vier Jahre Bau am Zentrumsring

Von 2016 bis 2019 wird vornehmlich der Zentrumsring komplett erneuert und sicherer gemacht.

Anfang 2011 hatte Verkehrsminister Jörg Vogelsänger angeregt, die Pläne für einen mit 50 bis 90 Millionen Euro unsinnig teuren zweiten Autobahnanschluss bei Mahlenzien/Kirchmöser zu begraben und dafür einen Teil des Geldes in den Ausbau des Zentrumsrings zu stecken, weil dieser nach wie vor auch den Verkehr zwischen Autobahn und Westhavelland aufnehmen muss.

In den Jahren 2016/17 wird die Rathenower Landstraße vom Ortseingang aus Richtung Rathenow in drei Bauabschnitten bis zur Gördenbrücke für 4,2 Millionen Euro erneuert, die Stadt muss davon 925 000 Euro aufbringen.

2017/18 ist die August-Bebel-Straße einschließlich des Knotens Fontanestraße/Willi-Sänger-Straße dran sowie der Abschnitt bis zum Altstadt-Bahnhof. Deswegen muss die Stadt schnell mit der Willi-Sänger-Straße fertig werden. Von den 2,4 Millionen Euro Kosten bringt die Kommune 360 000 Euro auf.

Ganz kompliziert wird wegen der komplexen Verkehrsführung der Ausbau des Knotens Wilhelmsdorfer-/Ecke Otto-Sidow-Straße. Dieser wird in diesem Jahr geplant und 2018/19 gebaut. Einschließlich des Abschnitts bis zur Bauhofstraße kostet es glatte drei Millionen Euro, 525 000 Euro davon trägt die Stadt.

Noch nicht offiziell beziffert sind die Kosten für das Erneuern der Fahrbahn auf der Brücke über den Jacobsgraben oder für die umfangreichen Instandhaltungsarbeiten an der Brücke „20. Jahrestag“ im kommenden Jahr. Letztere ist überfällig – vor einem Jahr schon wurde der Parkplatz unter der Brücke gesperrt, weil immer größere Teile davon abfallen.

So wird beispielsweise die Brücke über den Jakobsgraben instand gesetzt – an dem B 1/B 102-Bauwerk westlich der Einmündung Bauhofstraße/Otto-Sidow-Straße müssen Fahrbahnbeläge, Borde und Gehwege komplett ausgetauscht werden. Von Anfang Mai bis Mitte August wird jeweils eine Richtungsfahrbahn gesperrt, der komplette Verkehr rollt dann in beiden Richtungen über die jeweils andere Richtungsfahrbahn.

Ähnliches passiert auf der B 1 auf der Brücke am Altstadt-Bahnhof (Brücke des 20. Jahrestages): Auf der Magdeburger Landstraße müssen an der Brücke in Richtung Plaue die Dichtungen erneuert werden. Dafür sind die Richtungsfahrbahn wie auch der Zubringer Nord (Europakurve) von Anfang Juli bis Ende Oktober zu sperren.

Von April bis Oktober wird die Gördenbrücke instand gesetzt, indem Fahrbahnübergangskonstruktionen und Deckbeläge erneuert werden.

Von André Wirsing

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