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Bequemer in den Zug

Bahn baut Bahnsteige in Zehdenick Bequemer in den Zug

Noch vor zwei Jahren stand der Bergsdorfer Bahnhof auf der Streichliste des Landes. Jetzt investiert die Bahn in den Haltepunkt der Regionalbahn 12 und lässt einen 100 Meter langen Bahnsteig bauen. Die Freude bei den Bergsdorfern ist groß. Sie haben für lange für ihren Haltepunkt gekämpft. Der Einsatz hat sich gelohnt.

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Auf der Strecke des RB 12 verkehrt ab Neuhof derzeit nur ein Bauzug. Am Bahnhof wird ein 100 Meter langer Bahnsteig errichtet.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Eine Million Euro investiert die Deutsche Bahn in die Sicherheit Zehdenicker Bahnhöfe. Bis Oktober werden die Bahnsteige in Bergsdorf und Neuhof sowie im benachbarten Hammelspring erneuert. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Die noch vor zwei Jahren diskutierte Schließung des Bergsdorfer Bahnhofs spielt bei dem aktuellen Projekt offensichtlich keine Rolle. „Die Entscheidung, ob an den Stationen Züge halten oder nicht, liegt bei den zuständigen Ministerien der Länder, da diese über die Regionalisierungsmittel verfügen und den Verkehr bestellen“, antwortete Bahnsprecher Gisbert Gahler auf eine entsprechende MAZ-Anfrage.

Für Pendler sollen die Arbeiten mehr Komfort bringen, noch bedeuten sie aber Schienenersatzverkehr. Der gilt zunächst nur auf dem Abschnitt zwischen Zehdenick und Templin. Ab 28. September wird die Streckensperrung bis Löwenberg ausgeweitet. Dann rückt die Wanderbaustelle nach Bergsdorf vor. Als Ersatz für die Regionalbahn 12 fahren Busse.

Die neuen Bahnsteige erhalten eine Beleuchtung, Wetterschutz und eine Zuwegung, erklärte Gahler. Die Laufspur neben den Gleisen wird auf jeweils 100 Meter verlängert beziehungsweise errichtet. Der Bergsdorfer Bahnhof beispielsweise verfügt bislang nur über einen besseren Trampelpfad. „Wir freuen uns sehr, dass die Bahn hier investiert“, sagte Ortsbeiratsmitglied Andreas Sohny (CDU) am Donnerstag. „Die Unterschriftensammlung hat doch etwas gebracht“, fügte er hinzu und erinnerte an den vor zwei Jahren geführten Kampf der Bergsdorfer für ihre Bahnstation, die wegen geringer Fahrgastzahlen vom Netz genommen werden sollte.

Die Investition der Bahn interpretieren die Dorfbewohner als Bekenntnis zum Haltepunkt. „So schnell wird es wohl keine Schließung geben, wenn jetzt Geld reingesteckt wird“, sagte Sohny. Mit den angekündigten Arbeiten, die Ende September starten, erhalte der Bahnhof endlich ein Gesicht. „Mehr als Anzeigentafel und Wartehäuschen haben wir nicht“, so Sohny. Auch Parkplätze fehlen. Fahrräder werden dort angekettet, wo Platz ist. Gerade ältere Leute hätten laut Sohny Probleme beim Zustieg, weil der provisorische Bahnsteig zu tief liegt. Daher sträubten sich einige, Bahn zu fahren. „Wenn sich das ändert, erhöht das die Sicherheit für ältere Leute und auch für unsere Kinder. Vielleicht fahren dann noch mehr Bergsdorfer Bahn“, so der Stadtverordnete.

Schon jetzt sei der Haltepunkt für Einheimische und Pendler aus den umliegenden Dörfern ein wichtiger Knotenpunkt. Der mehrwöchige Zugausfall im Oktober lasse sich mit der Aussicht auf den baldigen Fahrplanwechsel überstehen. Dann soll nicht nur der Ein- und Ausstieg bequemer sein, sondern auch die Wartezeit in Oranienburg entfallen.

Von Cindy Lüderitz

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