Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Brückeneröffnung bei Marquardt weiter offen

Verkehr in Potsdam Brückeneröffnung bei Marquardt weiter offen

Schon zwei Mal sollte die neue Bundesstraßenbrücke bei Marquardt eröffnet werden, zuletzt im Herbst 2015. Doch sie ist noch immer nicht betriebsbereit. Wegen des Winters ist das Betonieren von Absturzgeländern nicht machbar. Inzwischen gibt es einen neuen Eröffnungstermin – aber er bleibt vage.

Voriger Artikel
Steigende Nachfrage nach Taxiprüfungen
Nächster Artikel
Keine Aufsicht mehr an den S-Bahnhöfen

Die neue Brücke der Bundesstraße 273 bei Marquardt über den Sacrow-Paretzer Kanal ist noch immer nicht ganz fertig. Der Winter verhindert Restarbeiten. Mit der Verkehrsfreigabe wird für April gerechnet.

Quelle: Christel Köster

Potsdam-Nord. Sicherheit geht vor Tempo. Deshalb müssen Auto- und Lasterfahrer weiter auf die Eröffnung der neuen Brücke über den Sacrow-Paretzer Kanal bei Marquardt warten. Wer zur Autobahn im Norden Potsdams will oder umgekehrt nach Potsdam, muss sich weiter durch den Ort schleichen; Laster werden sogar weiträumig umgeleitet. Bis April zumindest; das ist der neue und vage Verkehrsfreigabetermin.

Grund der Verzögerung ist auf den ersten Blick der Winter, der ein frostfreies Betonieren der letzten Absturzsicherungsgeländer der Brücke verhindert; mindestens fünf Tage lang muss es frostfrei sein, auch nachts, sagt Rolf Dietrich, der Chef des Wasserstraßenneubaumtes (WNA) Berlin: „Das ist noch nicht absehbar. Erst, wenn die Geländer dran sind, bekommen wir die Freigabe.“

Die Geländerfundamente kann man erst bei längerer Frostfreiheit gießen

Man kann im Grunde zwar auch bei Frost Beton gießen, doch nur bei Massenschüttungen, wo die große Menge Beton sich selbst erwärmt beim Trocknen und auch von außen heizbar ist. Bei so kleinen Objekten wie den Fundmenten der Geländer dagegen funktioniert das nicht, man muss auf laues Wetter warten. Die Geländer sind nötig, weil es an diesen Stellen der Auffahrtrampe senkrecht bis zu vier Meter in die Tiefe geht, während es an den anderen Stellen der Brückenauflager schräge Böschungen gibt. Bis auf die Geländer und ein paar letzte Rostschutzarbeiten ist die Brücke fertig, sagt Dietrich.

An einigen Stellen der Brücke fehlen noch die Absturzgeländer

An einigen Stellen der Brücke fehlen noch die Absturzgeländer.

Quelle: Christel Köster

Dass der erste Eröffnungstermin im Sommer 2015 platzte und der im Herbst auch, lag an nachträglich nötigen Umplanungen der Verkehrszuführungen und an Problemen mit dem Stahlbau, die Dietrich nicht benennen möchte. So konnte das Straßenbauunternehmen nicht wie geplant im Sommer loslegen, sondern erst im Herbst; das verzögerte alle folgenden Arbeiten, den Geländeranbau etwa. „Wir haben keinen Druck“, beruhigt Dietrich die Gemüter der Autofahrer: Die Verzögerungen kosten den Bund und sein Wasserstraßenneubauamt kein Geld, nur den Hauptauftragnehmer. Und die bundeseigene Behelfsbrücke verursacht keine Kosten.

Dietrich ist trotzdem verärgert über das Subunternehmerwesen in der deutschen Bauwirtschaft. „Da kommen viele Firmen das erste Mal erst auf der Baustelle zusammen. Das macht Probleme.“

Von Rainer Schüler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Auto & Mobiles