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Schäuble: Gier ist auch schuld am VW-Skandal

Abgas-Skandal Schäuble: Gier ist auch schuld am VW-Skandal

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen ist wohl einer der größten, in den je ein Autobauer verwickelt war. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble rechnet damit, dass der Skandal für VW weitreichende Konsequenzen haben wird. Eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland sieht er aber nicht.

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Der Abgas-Skandal wird für VW weitreichende Konsequenzen haben, ist sich Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble sicher.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erwartet als Ergebnis der VW-Affäre einen strukturell stark umgebauten VW-Konzern. In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören, sagte der CDU-Politiker angesichts der Folgen des Abgas-Betrugs: „Man steht fassungslos davor und sieht doch immer wieder, wie das endet.“

Schäuble: „Alle wollen immer die Größten sein“

Wie schon bei der Finanzmarktkrise habe sich herausgestellt, dass der globale Wettbewerb, „wenn man auf dem Weltmarkt erfolgreich sein will, unglaublich brutal“ sei. Immer wollten alle „die Größten“ seien. Bei diesem Streben spiele auch Gier immer eine Rolle. „Nicht nur unter den Banken. Es ist auch die Gier nach Ruhm, nach Anerkennung“, sagte Schäuble.

Schäuble glaubt, dass sich bei VW strukturell viel ändern wird

Mit Blick auf den Wolfsburger Weltkonzern sagte der Finanzminister: „VW wird am Ende nicht mehr das sein, was es war. Da wird sich strukturell viel ändern.“ Der Staat sollte aber nicht glauben, er könne alles besser machen als die Wirtschaft. Eine Gefahr für den Wirtschafts- und Finanzstandort Deutschland sieht Schäuble durch den Betrug bei VW aber nicht. „Wir werden auch aus dieser Krise stärker herauskommen. Wir lernen aus Krisen.“

Das sagen VW-Fahrer aus Brandenburg zur Abgas-Affäre

In Berlin und Brandenburg zeigen sich viele VW-Kunden verunsichert nach dem Abgas-Skandal. Jörg Kist vom Autoclub ADAC sagt, dass man täglich Anfragen zu dem Thema bekomme. „Die Autofahrer fragen sich, ob sie für ihr Auto jetzt mehr Steuern zahlen müssen oder sie gar die Zulassung für ihre Fahrzeuge verlieren. Aber für den Verbraucher hat die Affäre erst mal keine Nachteile.“ Der ADAC verzeichne seit Bekanntwerden des Skandal eine erhöhte Nachfrage nach Sicherheitschecks.

Von Dieter Wonka

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