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Bus in Werder soll öfter fahren

Dörfern reicht Nahverkehrsangebot nicht aus Bus in Werder soll öfter fahren

Töplitzer wollen künftig nach Werder nicht länger unterwegs sein als nach Potsdam. In Bliesendorf sollen auch am Wochenende Busse halten. Bürger in den Ortsteilen von Werder erwarten, dass der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut wird, sie mobil sind, ohne ständig auf das eigene Auto angewiesen zu sein.

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Töplitzer wollen schneller in Werder sein.

Quelle: Detlef Huber

Werder. Bürger im Ortsteil Töplitz wollen künftig mit dem Bus Werder mindestens genauso schnell erreichen wie jetzt die Landeshauptstadt. Bliesendorfer haben es satt, dass an den Wochenenden kein Linienbus im Ort halt macht. In anderen Ortsteilen von Werder wünschen sich Bürger, dass ihre Dörfer auch nach Feierabend angefahren oder abends öfter als bisher bei der Linienführung einbezogen werden. „Die Wunschliste der Dörfer ist lang“, bestätigt Werders Vizebürgermeister Christian Große (CDU) auf Nachfrage der MAZ.

Die Stadtverwaltung Werder hatte im November des vergangenen Jahres die Ortsteile um ihre Vorschläge für das neue Verkehrskonzept gebeten, um den öffentlichen Personennahverkehr in der Region zu optimieren. „Neben den Vorschlägen zu den Angeboten an den Wochenenden und zum Abendverkehr, steht eine Taktverdichtung zu den Hauptverkehrszeiten in der Region an erster Stelle“, sagt Große. Doch ohne den Kreis und die Busverkehrsgesellschaft könne die Stadt die Anforderungen in der Region Werder nicht umsetzen. „Was der gewünschte Ausbau der Verkehrsangebote kostet ist gegenwärtig noch völlig offen“, sagt Große. Auch wann mit der Umsetzung begonnen werden kann, sei ungewiss. „Die Stadt ist aber bereit, sich den Aufgaben für mehr Mobilität auf dem Lande zu stellen, und der Kreis hat seine Unterstützung zugesagt“, betont Große. Nach seinen Worten ist die Stadtverwaltung gegenwärtig im ersten Schritt dabei, den Bedarf zu ermitteln, erst dann könne über neue Taktzeiten, mehr Fahrten an den Wochenenden und nach Feierabend entschieden werden.

Die Stadt ist sich darüber im Klaren, dass zu einem attraktiven Angebot im Nahverkehr auch eine entsprechende Ausstattung bis zu neuen Haltestellen gehört. Auch über die seit Jahren beliebte City-Buslinie in Werder muss laut Große mit neuen umfangreicheren Angeboten im Linienverkehr der Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft mbH neu befunden werden.

Seit 2007 hat sich bereits in den Erholungsorten Werder und Schwielowsee die Verlängerung der Linie 607 für einen Ausflug rund um den Schwielowsee bewährt. Nach einem Jahr Pause wegen des Ausbaus der Uferstraße zwischen Caputh und Ferch wird der Bus ab Mai gewiss wieder auf Tour gehen. Für Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) ist die Kulturbus-Linie ein Imagegewinn. An diesem Angebot will die Stadt festhalten. „Die von uns mitfinanzierte Linienverlängerung stärkt den Tourismus und sichert auch den Einwohnern eine bessere Verkehrsanbindung“, bestätigt Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU).

Von Regine Greiner

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