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Die Zukunft vor Augen

Alternative Fahrzeugmesse in Oranienburg Die Zukunft vor Augen

„Ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich es nicht am eigenen Leib gespürt hätte“, staunte Sabrina Engelhardt. Die Wandlitzerin schwärmte von der immensen Beschleunigung des rein elektrisch betriebenen Mittelklassewagens, den sie kurz zuvor getestet hatte.

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Carsten Bräuer, Alexander Segmüller und René Tausch (v.l.) zwischen zwei kraftvollen Elektroautos.

Quelle: Torsten Weigel

Oranienburg. „Kraftvoll, umweltschonend und leise. Das ist wohl die Zukunft“, fasste sie ihre Eindrücke zusammen. Mit ihrem Mann war sie sich schnell einig – das nächste Auto wird wohl ein Elektroauto. Die 4. alternative Fahrzeugmesse zog am Sonnabend rund 500 Besucher auf das Dekra-Gelände in der Walther-Bothe-Straße. „Das ist ein super Wert“, freute sich Dekra-Niederlassungsleiter Carsten Bräuer. Die Gäste trotzten den Wetterkapriolen und informierten sich über den aktuellen Stand der Technik. Im Fokus standen Elektro-, Gas- und Hybridantriebe. Wie lange reicht eine Akkuladung und wo gibt es Ladestationen für die Elektroautos? Was sind die Vorteile der Hybridtechnologie und welche Preisentwicklung ist im Bereich der alternativen Fahrzeuge generell zu erwarten? Vier von vielen Fragen, welche von den Messebesuchern gestellt wurden. „Die Besucher sind kritisch und interessiert“, brachte es Mitorganisator René Tausch von den Wirtschaftsjunioren Oberhavel auf den Punkt. „Die Elektromobilität ist die Zukunft“, ist sich Tausch sicher. Es gebe allerdings noch viel zu tun. Auf dem Weg zu einer „elektromobilen Gesellschaft“ sieht Tausch Deutschland erst bei zwei bis drei Prozent. „Gute Konzepte der Hersteller und viel Aufklärungsarbeit sind nötig, um die alternativen Antriebe massentauglich zu machen.“ Noch würden vielerorts Informationen fehlen, oder die Kostenrechnungen wären ungenau. „Vielen stößt der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis der Elektroautos auf.“ Langfristig gesehen würde sich ein Umstieg dennoch lohnen. „Elektroautos sind wesentlich günstiger im Unterhalt.“ Probefahren, informieren, vernetzen – diese drei Schlagworte fassen zusammen, worum es auf der Messe ging. Insgesamt traten zwölf Aussteller auf und präsentierten 25 Fahrzeuge. Fast alle konnten probegefahren werden. „Das war eine Bedingung an die Aussteller.“ Auf einer Podiumsdiskussion wurden die Vor- und Nachteile der alternativen Antriebe zur Sprache gebracht, in der „Drivers Lounge“ stellten private Nutzer ihre Autos vor und berichteten von ihren Erfahrungen. Dazu kurvte Alexander Segmüller auf seinem „EWheel“ über das Gelände. Der Geschäftsführer einer Berliner Firma bot den Besuchern die Möglichkeit, sich auf den elektrischen Einrädern zu probieren. Was bei Segmüller spielend leicht aussah, entpuppte sich als anspruchsvoller Balanceakt. „Ich bin mir dennoch sicher, dass die Einräder in Zukunft mehr zu Geltung kommen.“ Die Fahrzeugmesse wurde von Besuchern und Ausstellern gleichermaßen gelobt. Eine Neuauflage im nächsten Jahr ist geplant. Bräuer: „Diese Messe ist ein wichtiges Signal und eine gute Kontaktplattform. 2016 wird es mit Sicherheit die 5. Auflage geben.“
Torsten Weigel

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