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Eisglatte Straßen in Brandenburg

Vorsichtig fahren Eisglatte Straßen in Brandenburg

Eis und Schnee werden auch in den kommenden Stunden das Autofahren in Berlin und Brandenburg erheblich erschweren. Am Mittwoch krachte es in der Region mehrere hundert Mal. Und ein Ende der Rutschpartie ist in den nächsten Stunden nicht in Sicht. Der Wetterdienst warnt weiter vor Glätte durch geringfügigen Schneefall.

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Stoßstange an Stoßstange auf der A12 am Mittwoch.

Quelle: Patrick Pleul

Potsdam. Das Winterwetter brachte auch am Mittwoch wieder viele Autofahrer ins Rutschen: Auf Brandenburgs Straßen krachte es allein bis zum Mittag 152 Mal, davon in mindestens 66 Fällen wegen Schnee und Eis, wie die Polizei in Potsdam mitteilte. Bei 37 Karambolagen wurden Menschen verletzt, meist blieb es aber bei leichteren Blessuren. Unfallschwerpunkte waren die Autobahnen.

Häufig kam es zu Auffahrunfällen oder Autos rutschten von eisglatten Fahrbahnen. So kippte morgens auf der A2 Berlin-Magdeburg bei Wollin (Potsdam-Mittelmark) ein Tieflader mit einem Bagger auf der Ladefläche in den Straßengraben, wie die Polizei weiter berichtete. Der 59-jährige Fahrer wurde mit Platzwunden am Kopf ins Krankenhaus gebracht.

In Oranienburg fror ein Zug ein und blockierte den Bahnhof einige Zeit lang.

Berlin selbst ist am Mittwoch mit bis zu zehn Zentimetern Schnee bedeckt gewesen. Das machte den Verkehrsteilnehmern ordentlich zu schaffen.

Obwohl die Berliner Stadtreinigung (BSR) nach eigenen Angaben seit der Nacht zum Dienstag rund um die Uhr im Einsatz war, gab es vor allem am Morgen Probleme auf den Straßen.

Mit dem Berufsverkehr häuften sich die Unfälle: Knapp 420 wurden nach Angaben eines Polizeisprechers bis zum Nachmittag gezählt.

Schiffsbesatzung wollte nicht hören

Auf der vereisten Oder nördlich von Frankfurt sitzt ein Schlepper fest. Eisbrecher können der Schiffsbesatzung nicht zur Hilfe kommen, weil der Fluss an der betreffenden Stelle bei Reitwein (Märkisch-Oderland) nicht tief genug ist, wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Eberswalde.

Der aufgelaufene Schubverband nahe Reitwein

Der aufgelaufene Schubverband nahe Reitwein

Quelle: dpa

Die Crew des Schleppers, der einen Schiffsrohbau nach Stettin bringen sollte, hatte sich offensichtlich entgegen Warnungen aus Polen immer weiter stromabwärts bewegt.

Warten am Flughafen

Auch an den Flughäfen Tegel (Berlin) und Schönefeld (Dahme-Spreewald) gab es Verspätungen und nach Angaben eines Sprechers vereinzelt Flugausfälle. Bis zum Mittag musste demnach jedes Flugzeug vor dem Start enteist werden, sofern es nicht nur zum Zwischenstopp in Berlin war. Damit Passagiere die letzten Schritte in den Flieger sturzfrei bewältigen konnten, wurden bei einer Airline einem Passagier-Bericht zufolge Decken ausgelegt.

Es soll weiter schneien

Weitere Schneefälle erwarteten die Meteorologen im Großraum Berlin und südlich bis zur Lausitz. Am Mittwochnachmittag lagen die Temperaturen zwischen minus sieben Grad in der Niederlausitz und minus zwölf Grad in der Uckermark.

Der Deutsche Wetterdienst hat auch für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vor Frost, leichten Schneefall und Straßenglätte gewarnt.

Auch in der Nacht zu Freitag soll es der Prognose zufolge in Brandenburg wieder Schnee geben, der sich später von Westen her in Regen verwandelt.

Die Behörden warnten zudem davor, zufrierende Gewässer jetzt schon zu betreten. Die scheinbare Dicke einer Eisdicke könne täuschen. Die Cottbuser Stadtverwaltung wies ausdrücklich darauf hin, dass es keine offizielle Freigabe von Eislaufflächen in der Stadt gebe.

Süße Attacke von Unbekannten

In Potsdam beschädigten Unbekannte drei Autos mit gefrierendem Zuckerwasser. Sie übergossen die Fahrzeuge mit einer Flüssigkeit, die wahrscheinlich aus Wasser, Eis und Zucker zusammengemischt sei, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Mischung sei am Lack der Wagen festgefroren, eine Beschädigung nicht auszuschließen.

Lokale Wettermeldungen

Strenger Frost macht Schneedienst zu schaffen

Der Winterdienst in Brandenburg an der Havel ist im Dauereinsatz und dennoch kann sich eine Schneedecke auf den Straßen bilden. Grund dafür ist der strenge Frost.

Unfallserie nach Wintereinbruch

Der erste stärkere Schneefall des Winters hält seit Dienstag auch den Fläming in Bewegung. Räumdienste und Grundstücksbesitzer sind zum Winterdienst gefordert. Auf der Autobahn unterschätzten Kraftfahrer die Lage. Allein auf der A 9 kam es am Dienstag zu drei schweren Unfällen.

Schneeballschlacht und Knochenbrüche

Der Wintereinbruch in der Dahmeland-Fläming-Region ist vergleichsweise glimpflich verlaufen. Zwischen Dienstag und Mittwoch gab es allein in Dahme-Spreewald zwar rund 30 Glätteunfälle, zumeist blieb es aber bei Blechschäden. Die Räumdienste hatten in jedem Fall viel zu tun.

Frust und Freude über den Winter

Aus Sicht der Verwaltungen haben die Gemeinden im Havelland den jüngsten Wintereinbruch gut gemeistert. Einige Autofahrer klagten dennoch über nicht geräumte Straßen und lange Staus. Verkehrsunfälle gab es kaum, dafür ist die Havelfähre in Ketzin zur Zeit außer Gefecht gesetzt. Wer kann, geht einfach rodeln und erfreut sich an der weißen Pracht.

Eingefrorener Zug steckt in Oranienburg fest

In Sachsenhausen staute sich am Mittwoch der Verkehr: Ein Zug war laut ersten Erkenntnissen gegen 12.30 Uhr am Bahnhof eingefroren und konnte wegen des technischen Defekts nicht mehr bewegt werden. Dadurch jedoch ließen sich die automatisch gesteuerten Schranken des nahen Bahnübergangs nicht mehr öffnen.

Winter ist der Feind der Bahn

Pech für alle, die auf die Bahn angewiesen sind: Der Prignitz-Express hat schon seit Tagen mit dem Frost zu kämpfen. Viele Züge fahren nur mit Verspätung, mit dem Schnee wurde es noch schwieriger. Auf den Straßen brachten Schnee und Eis dagegen weniger Probleme als in anderen Teilen des Landes, sagt die Polizei. Gekracht hat es vor allem auf der Autobahn.

Von MAZonline

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