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Erwartungen aus Testphase übertroffen

Erfolgreiche Stadtlinie in Bad Belzig Erwartungen aus Testphase übertroffen

Die kreiseigene Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB) verzeichnete deutlich gestiegene Fahrgastzahlen und bessere Wirtschaftlichkeit auf der Stadtlinie 590 in Bad Belzig. Das vor drei Jahren gestartete neue Konzept hat sich bewehrt. Jetzt lösen zwei neue Busse die bisherigen Erfolgsträger ab.

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Jürgen Popis, Verkaufsleiter Region Ost bei Mercedes Benz, übergibt die zwei neuen, weißen Busse an VGB-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig (re.).

Quelle: Thomas Wachs

Bad Belzig. Das Konzept ist aufgegangen. Und es hat die Erwartungen der Manager in der Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB) sogar überfüllt. Vor drei Jahren hatte Henning Prüstel – damals noch als Student – sich daran gemacht, für Bad Belzig eine Stadtlinie unter neuen Vorzeichen zu entwickeln. Auf dieser rollen seither kleine, wendige Busse bequem auch durch die Altstadt und Wohngebiete mit engen Straßen. „In den drei Jahren konnten wir deutlich wachsende Fahrgastzahlen verzeichnen“, erklärte VGB-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig jetzt bei einem Termin zum Fahrzeugwechsel auf der Linie 590. Dort rollen ab sofort nämlich zwei neue Busse. Die bisherigen Erfolgsträger wurden nach einer Laufleistung von jeweils rund 200 000 Kilometern abgelöst. „Sie waren letztlich mehr gerollt als ursprünglich kalkuliert“, sagte der VGB-Chef gegenüber der MAZ. Denn die Nachfrage stieg stetig. Aus den stündlichen Touren zu Beginn wurde bald ein Halbstundentakt. Aus anfangs rund 60 000 Fahrgästen pro Jahr auf der Stadtlinie wurden inzwischen rund 100 000. Ein Plus von gut 35 Prozent. Gleichzeitig verbesserte sich die Wirtschaftlichkeit auf der Linie enorm.

Rund 40 Prozent Kosten gespart

Denn die eigens angeschafften kleinen Stadtbusse schlucken mit 14 Litern nur weniger als die Hälfte der für große Busse üblichen 30 Liter auf 100 Kilometer. „Daraus resultiert insgesamt eine Kostenersparnis von rund 40 Prozent“, bilanziert der VGB-Manager. „Auch waren die Fahrer viel zufriedener, dass sie sich nicht mehr mit den großen Bussen durch die oft enge Innenstadt quälen müssen“, so Hennig. Zum Erfolg der Stadtlinie beigetragen hab zudem auch die direkte Anbindung an die Fahrzeiten der Züge auf der Linie des Regionalexpress 7. Patienten und Besucher der Rehabilitationsklinik „Hoher Fläming“ am Stadtrand und Gäste der Stein-Therme schätzen dies.

Die VGB an zwei Standorten

Die Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB) hat aktuell 100 Mitarbeiter. Davon sind 80 als Fahrer für insgesamt 53 Busse unterwegs. Sieben Beschäftigte arbeiten in der Werkstatt und 13 der Verwaltung.

Die VGB ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Sie betreibt zwei Standorte.

Neben dem Hauptsitz in Bad Belzig verfügt die VGB auch in der Stadt Brandenburg an der Havel über einen Betriebshof.

Die nach der dreijährigen Testphase für die Linie jetzt in den Dienst gestellten neuen Wagen sind wie die übrigen Fahrzeuge der VGB-Flotte nun auch voll in das Fahrgastinformationssystem eingebunden. „Auf der Anzeigentafel am Busbahnhof lassen sich nun exakt die Minuten bis zur tatsächlichen Ankunft der Busse ablesen“, erklärt der VGB-Geschäftsführer. Die neuen, weißen Busse verfügen über zehn Sitz- und maximal 24 Stehplätze. Zudem kann der Fahrer über eine manuell auszuklappende Rampe auch Fahrgäste an Bord holen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Konzeptarbeit als Berufseinstieg

Gelohnt hat sich seine Arbeit am neuen Konzept für die Bad Belziger Stadtlinie auch persönlich für Henning Prüstel. Der Verkehrsingenieur ist nämlich inzwischen bei der VGB angestellt und von Bad Belzig aus für sämtliche Fahrpläne der unternehmenseigenen Busflotte zuständig.

Von Thomas Wachs

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