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Fernbus fährt durch Oberhavel

Ab Donnerstag Halt in Löwenberg, Gransee und Fürstenberg Fernbus fährt durch Oberhavel

Lange machten die Anbieter von Bus-Fernreisen einen Bogen um Oberhavel, ja um ganz Brandenburg. Jetzt geht es darum, die weißen Flecken verschwinden zu lassen. Profitieren werden zunächst drei Orte im Norden. Die günstigsten Preise beginnen bei sechs Euro.

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Alternative und Ergänzung zur Bahn: Die grünen Busse werden ab Donnerstag auch durch Oberhavel fahren – und anhalten.

Quelle: dpa

Gransee/Löwenberg/Fürstenberg. Oberhavel ist ab Donnerstag am deutschlandweiten Fernbusnetz angeschlossen. Das sagte Carsten Rathge, Mitarbeiter der Pressestelle von Mein-Fernbus Flix-Bus. Ab dem 18. Juni 2015 können Reisende erstmals von Löwenberg (Karl-Marx-Platz), Gransee (Bahnhofstraße 3) und Fürstenberg (Luisenstraße 31) mit den grünen Bussen verreisen. „Bisher gab es in Brandenburg sehr wenige Halte. In Schönefeld und Potsdam zum Beispiel haben wir schon Haltestellen. Aber wir wollen nicht nur die Metropolen anfahren, sondern flächendeckend für die Reisenden da sein“, so Carsten Rathge. „Wir wollen einen ausgewogenen Mix anbieten.“ Der Streckenkorridor bis Greifswald gehöre dazu.

„Wir finden es gut, diese Bustouren beleben das Geschäft“, sagt Kerstin Tammer im Namen der Mitarbeiterinnen der Touristinfo Fürstenberg. „Insbesondere für die Älteren ist es ein gutes Angebot und durchaus eine gute Alternative zur Bahn, wo man ja oft Treppe hoch, Treppe runter muss.“

Freuen können sich Fahrgäste aus der Nordregion Oberhavels. Bis zu dreimal täglich wird ihnen die Möglichkeit eingeräumt, in Busse der Linie 025 zu steigen. Die führt von Leipzig nach Lubmin und in die umgekehrte Richtung. Wer in Richtung Leipzig fahren will, kann zum Beispiel von Montag bis Sonnabend ab Fürstenberg (8.20 Uhr, 13.20 Uhr, 17.20 Uhr), ab Gransee (8.45 Uhr, 13.45 Uhr, 17.45 Uhr) und ab Löwenberg (9 Uhr, 14 Uhr, 18 Uhr) fahren. In die nördliche Richtung – mit weiteren Zwischenstopps in Neustrelitz, Neubrandenburg und Greifswald – hält der grüne Riese täglich dreimal: in Löwenberg (10 Uhr, 14.30 Uhr, 19.30 Uhr), in Gransee (10.15 Uhr, 14.45 Uhr, 19.45 Uhr), in Fürstenberg (10.40 Uhr, 15.10 Uhr, 20.10 Uhr). Und am Sonntagnachmittag ist ein zusätzlicher Stopp eingebaut (15.30 Uhr, 15.45 Uhr, 16.10 Uhr). Die günstigsten Preise beginnen bei sechs Euro.

Das Busunternehmen – Mein Fernbus und Flix Bus fusionierte Anfang des Jahres – experimentiert auf der neu eingerichteten Linie nicht herum. „Das ist eine Dauerlösung“, so Carsten Rathge. Das Unternehmen wolle die weißen Flecken auf der Landkarte beseitigen. Der Geschäftsführer André Schwämmlein: „Mit der Linie 025 gelangen Fahrgäste zu einer Vielzahl lohnenswerter Reiseziele – der Greifswalder Dom, der Berliner Fernsehturm, das Neue Rathaus in Leipzig und das Strandbad Lubmin sind nur einige der vielen Highlights auf der Strecke.“

„Aus touristischem Blickfeld ist das ein weiteres Angebot, auch für Leute mit etwas schmalerem Geldbeutel. Die Stopps bei uns bringen womöglich auch interessante Gäste in die Stadt“, sagt Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp, der der Einrichtung der Linie wohlwollend gegenübersteht. Ähnlich sieht es der Granseer Amtsdirektor Frank Stege: „Die Busse setzen sich in Deutschland immer mehr durch. Letztlich entscheidet der Kunde, ob er das Angebot annimmt oder nicht. Die geringen Kosten oder auch die Komfortabilität – immer mehr Busse verfügen ja zum Beispiel auch über W-Lan – sind ansprechend. Ich sehe es als weiteres Angebot und begrüße es.“

Von Stefan Blumberg

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