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Umbau der Zeppelinstraße kostet 600.000 Euro

Straßenbau in Potsdam Umbau der Zeppelinstraße kostet 600.000 Euro

Der Autoverkehr in der Zeppelinstraße soll drastisch reduziert werden. Dafür muss die Straße umgebaut werden, das ist eines der umstrittensten Projekte in Potsdam. Jetzt kommt raus, was der Umbau kosten soll. Die MAZ erklärt, wie sich die Kosten zusammensetzen und was eine Busspur kostet.

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Der Vorplatz des Bahnhofs Pirschheide soll für Park+Ride aufgewertet werden. Der nahe Verkehrsübungsplatz steht zur Disposition.

Quelle: BERND GARTENSCHLÄGER

Potsdam. Die von der Bauverwaltung empfohlenen Maßnahmen zur Neuordnung des Verkehrs auf der Zeppelinstraße inklusive einer teilweisen Reduzierung der Fahrspuren für den Autoverkehr würden insgesamt rund 600.000 Euro kosten. Knapp 100.000 Euro fielen laut Mitteilung für die Stadtverordneten für die Umgestaltung der Zeppelinstraße im Abschnitt Kastanienallee-Geschwister-Scholl-Straße an. 130.000 Euro würde die Herstellung einer Busspur zwischen Potsdam und Geltow kosten.

Für die Erweiterung der Bike+Ride-Anlage am Bahnhof Charlottenhof wären 100.000 Euro erforderlich. Für die Verknüpfung der vorhandenen mit der geplanten Busspur und eine bessere Anbindung des Park+Ride-Standortes am Bahnhof Pirschheide wären demnach weitere 80.000 Euro nötig. Rund 140.000 Euro soll die Anpassung der Ampelanlagen und die Markierung einer Busspur zwischen Forststraße und Kastanienallee kosten, für die Markierung Fahrradspur stadtauswärts wären laut Mitteilung weitere 50.000 Euro erforderlich.

Pirschheide soll aufgewertet werden

Eine wichtige Rolle bei der Verkehrsentlastung der Zeppelinstraße kommt dem Park+Ride-Platz Pirschheide zu. Aktuell gibt es dort 160 Stellplätze, die aber kaum von Pendlern genutzt werden, sondern zumeist von Leuten, die in der Nähe arbeiten.

Über Parkraumbewirtschaftung und eine bessere Anbindung sollen Attraktivität und Nachfrage der Umsteigestation gesteigert werden. Potenzial zur Erweiterung gibt es laut Park+Ride-Konzept mit dem Verkehrsübungsplatz nebenan, auf dem 100 zusätzliche Stellplätze entstehen könnten.

Die in der Mitteilung aufgelisteten Vorschläge zur Reduzierung der Luftschadstoffe in der Zeppelinstraße sollen am 9. September in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden. Dem Plenum wird mit Verweis auf seit Jahresbeginn geltende Grenzwerte „empfohlen, spätestens im Herbst 2015 eine Verständigung herbeigeführt zu haben“.

Eine erste Orientierung zur politischen Meinungsbildung gibt ein zum 9. September angekündigter gemeinsamer Antrag von SPD, Grünen und CDU/ANW. Demnach würden noch im Herbst die Ampelanlagen zwischen Forst- und Breiter Straße optimiert sowie die Bike+Ride-Station am Bahnhof Charlottenhof ausgebaut. Der öffentliche Nahverkehr würde „umgehend verbessert“. Die Einrichtung der Busspur zwischen Potsdam und Geltow wäre bis zum Sommer 2016 zu klären. Der Park+Ride-Platz Pirschheide soll laut Antrag „aufgewertet“ werden. Zugleich sollten Verhandlungen zur Einführung eines Kombitickets „Fahrschein gleich Parkschein“ geführt werden, das auch in der städtischen „Park+Ride“-Konzeption Thema ist.

Von Volker Oelschläger

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