Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regen

Navigation:
Linke fordern Umweltzone für Potsdam

Verkehrsproblem Zeppelinstraße Linke fordern Umweltzone für Potsdam

In der Landeshauptstadt sind umfangreiche Straßenumbauten geplant. Unter anderem soll die viel befahrene Zeppelinstraße verengt werden. Ob es tatsächlich soweit kommt, wird aber nicht in Brandenburg entschieden. Unterdessen sorgen die Linken mit einer Forderung für Aufsehen.

Zeppelinstraße Potsdam 52.381295 13.017443
Google Map of 52.381295,13.017443
Zeppelinstraße Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Winterreifen zeigen auf nasser Fahrbahn häufig Mängel

Stau in der Zeppelinstraße.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam-West. Im Streit um die geplante Verengung der Zeppelinstraße hat die Landesregierung klar gemacht, dass die Stadt nicht das letzte Wort haben wird. Der wegen der hohen Schadstoffwerte vom bisherigen Verkehrsdezernenten Matthias Klipp (Grüne) angeschobene Umbau kann also nicht von der Stadt im Alleingang durchgezogen werden. In einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Potsdamer CDU-Landtagsabgeordneten Steeven Bretz heißt es, der Bund habe in Sachen Bundesstraße B1 das letzte Wort – er könne das Land per Weisung zum Eingreifen verpflichten.

Der Potsdamer Stadtverwaltung schauen außerdem Experten der Landesregierung auf die Finger und prüfen, ob Verkehrsberuhigungs-Maßnahmen zweckmäßig und rechtens sind.

Interessant ist auch die Einschätzung der Landesregierung, die Verkehrsbelastung auf der B1 sei „sowohl ein regionales als auch städtisches Thema“. Eine Lösung müsse den „Mobilitätsanspruch der Bürger“ berücksichtigen. Und: Dies habe so zu geschehen, dass die „Leichtigkeit des Verkehrs auf der Straße“ sichergestellt sei – allerdings „unter Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes und von Umweltstandards“. Ein ordentlicher Batzen Verwaltungsdeutsch, den CDU-Mann Bretz so deutet: „Damit dürften so manche engstirnigen Pläne für die Zeppelinstraße vom Tisch sein.“ Er findet die Mitteilung „erfreulich“, weil die Ansprüche der Bürger berücksichtigt seien.

Die Linkspartei wiederum drängt auf eine Beibehaltung der jetzigen Fahrspuren. In einem neuen Antrag schlägt die Partei vor, ein elektronisches Anzeigesystem – vermutlich wie auf der Berliner Heerstraße – einzurichten. So ließen sich Staus vermeiden. Außerdem forderte die Fraktion eine Busspur von Potsdam nach Geltow, einen dichteren Bus-Takt sowie eine alternative Buslinie über Wildpark und Werder. Die Park & Ride-Situation müsse, so heißt es im Antrag, verbessert werden – am Bahnhof Pirschheide, in Golm und Rehbrücke. Dort sollten Autofahrer die Möglichkeit erhalten, ihr Parkticket auch als Fahrschein nutzen zu können. Die Einbeziehung Werders in die Tarifzone C gehört ebenfalls zu dem Linken-Vorstoß. Für Potsdam-West und die Innenstadt können sich die Linken eine Umweltzone vorstellen. Außerdem mahnen sie an, dass der Verkehrsbetrieb ViP seine schadstoffarmen Busse vermehrt auf der Strecke nach Westen einsetzt.

Von Ulrich Wangemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Auto & Mobiles