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Michendorf will wichtige Kreuzungen umbauen

Ein Kreisel an der Potsdamer, mehr Sicherheit an der Flottsteller Straße Michendorf will wichtige Kreuzungen umbauen

Um die Sicherheit vor allem auch für die Schulkinder zu erhöhen, will die Gemeinde Michendorf die konfliktträchtige Kreuzung zwischen Bahn- und Flottsteller Straße umgestalten. Auch am Knotenpunkt von Potsdamer und Luckenwalder Straße ist ein Umbau geplant. Ein Büro prüft derzeit, ob dort ein Kreisverkehr entstehen kann.

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Kreuzung Potsdamer und Luckenwalder Straße: Ein Büro prüft derzeit, ob dort ein Kreisverkehr entstehen kann.

Quelle: Jens Steglich

Michendorf. Die Gemeinde Michendorf plant den Umbau von zwei ihrer wichtigsten Kreuzungen. Der Knotenpunkt von Bahn- und Flottsteller Straße soll sicherer werden, die Kreuzung zwischen Potsdamer und Luckenwalder Straße will die Kommune so umgestalten, das zusätzlicher Verkehr aus dem geplanten Gewerbegebiet an der Feldstraße mit durchrollen kann. Zuvor war ein Planungsbüro nach einer Untersuchung der Kreuzung zu dem Schluss gekommen, dass sie in ihrem jetzigen Zustand das aktuelle Verkehrsaufkommen verkraftet, nicht aber zusätzliche Belastungen, die durch ein Gewerbegebiet mittlerer Größe entstehen. Ein Kollaps könnte mit dem Umbau zu einem Kreisverkehr verhindert werden. Derzeit prüft ein Büro, ob ein Kreisel an der Stelle machbar ist. „Ergebnisse der Untersuchung werden voraussichtlich Ende November vorliegen“, sagte Bauamtsleiter Christopher Gerhardt.

Der Knotenpunkt an Bahn- und Flottsteller Straße gilt als besonders konfliktträchtig. Er liegt auch mitten auf dem Weg, den viele Kinder nehmen müssen, um zur Grundschule und den Kitas zu gelangen. Der Bauamtschef berichtet von einigen „Beinahe-Unfällen“ und richtigen Kollisionen. Bei einem Unfall war sogar ein Streifenwagen der Polizei verwickelt. Bislang blieb es bei Blechschäden. „Eine Umgestaltung soll die Sicherheit erhöhen.“ Als „kurzfristige Maßnahme“ wurde bereits ein Spiegel angebracht, der Linksabbiegern auf der Bahnstraße bessere Sicht auf Autos gewährt, die durch die Bahnunterführung rollen. Ein konkretes Konzept, wie die Kreuzung neu gestaltet werden könnte, gibt es noch nicht. Michendorfs Ortsvorsteher Hartmut Besch (FDP) schlägt eine plausible und preiswerte Variante vor: die Vorfahrt müsste geändert werden. Autofahrer, die von der Bahn- nach links auf die Flottsteller Straße einbiegen, wären dann auf der Hauptstraße unterwegs und müssten nicht mehr anhalten. „Der Kreis hätte das schon längst machen können“, kritisiert Besch.

Anbindung für Gewerbegebiet

Michendorf sucht schon länger nach Wegen, um das Gewerbegebiet an der Feldstraße, das weiterentwickelt werden soll, zu erschließen.


Die Route über die Kreuzung Potsdamer/Luckenwalder Straße würde verhindern, dass Lastwagen durchs Zentrum rollen. Der jetzige Knoten, der schon einmal umgebaut worden war, verkraftet aber nicht den zusätzlichen Verkehr, den ein mittleres Gewerbegebiet erzeugt. „Man hätte die Kreuzung schon vor sechs Jahren richtig umbauen müssen, als es Fördermittel gab“, kritisiert Orts-Chef Hartmut Besch.

Der Kreis-Verkehrsbehörde reichen laut Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) ein neues Vorfahrtsschild und neue Fahrbahnlinien nicht aus. „Wir sollen ein schlüssiges Gesamtkonzept vorlegen“, sagte er. Für den Etatentwurf für 2016 hat das Bauamt 150 000 Euro für Planung und Umbau der Kreuzung angemeldet.

Von Jens Steglich

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