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Mit dem Höllenauto durch Dreck und Schlamm

Treckertreffen in Trechwitz Mit dem Höllenauto durch Dreck und Schlamm

Der Freizeit- und Jugendverein Trechwitz beteiligt sich beim diesjährigen Treckertreffen am 6. September. Gemeinsam und mit viel Liebe fürs Detail haben die Jungs ein eigenes Gefährt zusammen gebaut. Ursprünglich handelte es sich bei dem Trecker um einen alten DDR-Laster vom Typ 3000 – dieser ist nun nicht wiederzuerkennen.

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Die Jungs vom Trechwitzer Freizeit- und Jugendverein auf ihrem Selbstau-Traktor.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Trechwitz. Die beiden Sitze gehörten mal zu einem Porsche. Für die Kotflügel mussten Badewannen herhalten. Und die Monsterhaube über dem Motor ist Marke Einbau. Ein Höllenauto, das aus dem australischen Actionfilm „Mad Max“ stammen könnte. Wer es nicht weiß, mag es kaum glauben. Doch ursprünglich war das Vehikel auf vier Rädern ein braver DDR-Laster vom Typ LO 3000 aus der Zittauer Robur-Schmiede in der Sonderausführung „Pritsche lang“.

Anmeldefrist läuft

Am 6. September findet das 14. Trechwitzer Treckertreffen statt. „Tag des Donners“ ist das Motto des diesjährigen Spektakels zu dem etwa 90 aktive Aussteller erwartet werden. Auf einem martialisch und endzeitlich wirkenden Parcours messen sich wieder Eigenbau- und Oldtimertraktoren aller Arten und PS-Klassen in Geschicklichkeit und Schnelligkeit.

Wer selbst Lust hat dabei zu sein, sei es mit einem Eigenbau- oder Oldtimertraktor, der sollte sich rechtzeitig bis zum Veranstaltungstag anmelden (0162/1 00 20 76). Die Sieger in den verschiedenen Klassen werden wie immer mit einem Pokal geehrt.Die Wettkämpfe beginnen am Sonntag, 6. September, um 12 Uhr. Bereits am Sonnabendabend laden die Veranstalter auf dem Sport- und Festplatz zum Treckerball ein.

Ganz klar, für den normalen Straßenverkehr ist der zum Spaßmobil mutierte LO nicht mehr gedacht. Ausgeheckt haben sich das verrückte Tuning die Robur-Schrauber vom Trechwitzer Freizeit- und Jugendverein. Nur zu besonderen Anlässen wird das 68 PS starke Gefährt mit dem Überrollbügel und dem künstlich verkürzten Radstand aus der Garage freigelassen. „Nach zweijähriger Pause ist es am 6. September wieder so weit“, freut sich Marco Thiele vom Vereinsvorstand. Dann ist wieder Treckertreffen in Trechwitz. Logisch, dass die Veranstalter und Lokalmatadoren mit einer eigenen Maschine in die Wettkämpfe eingreifen.

Treckertreffen gibt es etliche in Brandenburg. „Auf den Zug sind viele Freunde alter Landtechnik aufgesprungen“, weiß Thiele. Doch das Spektakel in Trechwitz ist nicht zu überbieten. Auf dem Sport- und Festplatz werden Schlepperfans nicht nur ihre Technik vorstellen und mit den Besuchern fachsimpeln, sondern im Wettbewerb gegeneinander antreten. Dann wird es laut und schmutzig. Hindernisse müssen umfahren, Schlammlöcher gemeistert werden. So mögen es nicht nur die Aktiven, sondern auch die Zuschauer. 2500 Besucher fanden beim letzten Treckertreffen vor zwei Jahren den Weg nach Trechwitz.

Mit auf dem Parcours dabei ist der Damsdorfer Konrad Mahler. Mit seinem blauen Eigenbau-Traktor ist Mahler Titelverteidiger in der Klasse 11 bis 30 PS. Keiner war beim Wettkamp so schnell wie er in dem mit Strohballen begrenzten Rechteck. Mahler ist einer von etwa 80 bis 90 Teilnehmern, die mit ihren Traktoren erwartet werden. Auch für die Robur-Schrauber vom Freizeit- und Jugendverein laufen die Vorbereitungen an ihrem Umbau-LO auf Hochtouren. „Wir haben noch ein Problem. Die Hinterachse ist gebrochen. Die müssen wir jetzt wechseln. Eine Schweinearbeit. Aber gemeinsam schaffen wir das “, berichtet Björn Dähne vom Schrauberteam.

Von Frank Bürstenbinder

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