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Neue Zeiten für den Nachtzugtest

Abfahrt aus Berlin in die Prignitz früher als angekündigt Neue Zeiten für den Nachtzugtest

Für die Prignitz ist es ein enorm wichtiger Test - läuft er erfolgreich, könnte in Zukunft ein Nachtzug zwischen Berlin und Nordbrandenburg fahren. Bald soll es die ersten Testfahrten geben. Nun sind die Abfahrtzeiten geändert worden. Das ist für viele ärgerlich, weil mit Werbeflyern bereits für den Test getrommelt wurde.

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Neustadt. Die Flyer waren gedruckt, verteilt und die Werbetrommel hatte die Bürgerinitiative längst ordentlich gerührt. Doch in dieser Woche veröffentlichte die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) plötzlich andere Abfahrtszeiten für die drei jetzt bevorstehenden Testfahrten für einen Nachtzug aus Berlin ins Havelland und in die Prignitz, als sie bisher angekündigt wurden. Demnach starten alle drei Fahrten jeweils etwa eine Viertelstunde eher: Der erste Zug rollt an diesem Wochenende in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag. Die korrekte Abfahrtszeit im Ostbahnhof lautet jetzt 1.59 Uhr. Die Haltepunkte in Richtung Wittenberge sind Alexanderplatz, Friedrichstraße, Hauptbahnhof, Zoologischer Garten, Nauen, Paulinenaue, Friesack, Neustadt , Breddin, Glöwen, Bad Wilsnack und Wittenberge. Keinen Stopp gibt es in Spandau und Falkensee.

Die Termine

  • Am frühen Sonntag, 14. Juni, ist Abfahrt um 1.59 Uhr im Ostbahnhof über Alexanderplatz, Friedrichstraße, Hauptbahnhof, Zoologischer Garten, Nauen, Paulinenaue, Friesack, Neustadt , Breddin, Glöwen, Bad Wilsnack und Wittenberge. Keinen Stopp gibt es in Spandau und Falkensee.
  • Am Sonntag, 21. Juni, fährt der Zug um 23.07 Uhr ab Ostbahnhof und hält dann in Spandau und Falkensee.
  • Am Sonnabend, 29. August, erfolgt die Abfahrt – nur voraussichtlich – um 23.15 Uhr in Berlin-Lichtenberg über Gesundbrunnen, Jungfernheide, Spandau, Falkensee, Nauen, Paulinenaue, Friesack, Neustadt, Breddin, Glöwen, Bad Wilsnack bis Wittenberge.
  • An den Testtagen müssen für eine dauerhafte Einrichtung mehr als 30 Prozent der Plätze besetzt sein. Das entspricht etwa je 150 Bahnfahrern.

Darauf machte am Donnerstag auch Brandenburgs Verkehrsministerium in Potsdam aufmerksam. Demnach ist am Sonntag, 21. Juni, die Abfahrt des Zuges für 23.07 Uhr ab Ostbahnhof festgelegt worden – dann jedoch mit Halt in Spandau und Falkensee. Und zu Sonnabend, 29. August, heißt es jetzt, die „Abfahrt des Zuges kurz vor Mitternacht“ erfolgt in Berlin-Lichtenberg über Gesundbrunnen, Jungfernheide, Spandau, Falkensee, Nauen, Paulinenaue, Friesack, Neustadt, Breddin, Glöwen, Bad Wilsnack bis Wittenberge. „Die genaue Abfahrtszeit wird die Odeg im Juli bekanntgeben“, teilte Ministeriumssprecher Steffen Streu mit. Vom Unternehmen selbst teilte eine Sprecherin der Barsikowerin Barbara Linke als Mitinitiatorin der Nachtzug-Forderung mit: „Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass nicht wir die Abfahrtszeiten vorverlegt haben. Die Odeg bekommt die Abfahrtszeiten von der DB Netz AG und ist an diese gebunden.“

Weiterhin wird darauf hingewiesen: „Bei VBB.de und in der VBB-App sind die Nachtzüge aufgeführt. Die DB aktualisiert ihre Daten für den DB-Navigator erst in der Nacht zum Sonntag. Normalerweise würde das schon eher passieren. Durch einen kleinen Fahrplanwechsel am Sonntag werden die Daten aber erst dann eingespielt.“ Zudem stehe seit Montag auf der Internetseite www.odeg.de ebenso der Hinweis zu den drei Testfahrten.

„Unsere nunmehr fehlerhaften Werbeplakate an Stationen und in den Zügen erneuerte die Odeg auf eigene Kosten“, freut sich Barbara Linke. Weder sie noch das Ministerium hätten gewusst, dass es sich um vorläufige Zeiten handelte. Nur die Odeg selbst wartete deshalb mit ihrer Veröffentlichung.

Linke bezahlte die ursprünglichen Plakate aus eigener Tasche, die 2000 Flyer finanzierte die Stadt Neustadt, die 1000 Hängeflyer die Stadt Kyritz. Gumtows Bürgermeister Stefan Freimark betonte in dieser Woche einmal mehr auch im Namen aller Verwaltungschefs von Neustadt, Kyritz und Wusterhausen: „Für unsere Kommunen wäre eine dauerhafte Nachtzugverbindung von großer Bedeutung, da nur so das umfassende Kulturangebot in Berlin von Bürgern unserer Region genutzt werden kann. Dies ist ein nicht zu unterschätzender weicher Standortfaktor, der die Attraktivität der Kleeblattregion erhöht.“

Von Matthias Anke

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Noch ist es ein Wunsch, ein Traum. Doch bald könnten die ersten Nachtzüge von Berlin in die Prignitz fahren. Die Testfahrten am Wochenende sind vielversprechend verlaufen. Die Züge waren gut belegt. Und das, obwohl den Fahrgästen kurz vor Testbeginn unerwartet Steine in den Weg gelegt wurden.

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