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Neuer Kreisverkehr in Oranienburg

Sichere Sachsenhausener Straße Neuer Kreisverkehr in Oranienburg

Wieder ist ein großes Bauvorhaben in Oranienburgs Innenstadt fertig. Im Mai vorigen Jahres begannen die Bauarbeiten in der Sachsenhausener Straße. Von der Bernauer Straße bis zur Rungestraße ist alles neu, einschließlich Knotenpunkt. Und der neue Kreisverkehr ist etwas Besonderes, hier müssen die Autofahrer für die Fußgänger bremsen.

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Ganz offiziell wurde der Kreisverkehr am Freitagmorgen mit dem obligatorische Banddurchtrennen eröffnet.

Quelle: Foto: Andrea Kathert

Oranienburg. Im neuen Kreisverkehr an der Sachsenhausener Straße können sich die Fußgänger rein theoretisch ganz sicher fühlen. Zugegeben, bei der Eröffnung am Freitagmorgen wussten noch nicht alle Verkehrsteilnehmer wie sie sich zu verhalten haben. Vielleicht war das auch der Hintergrund, warum die Stadtverwaltung zur Eröffnung auch gleich einen kleinen Flyer herausgebracht hat mit einer Kurzanleitung für Fußgänger, Rad- und Autofahrer udn entsprechenden Skizzen dazu. Denn das Bauwerk an der Sachsenhausener Straße/Ecke Rungestraße ist tatsächlich für Oranienburg etwas Neues. Vor dem Kreisel sind alle vier Straßen mit einem Fußgängerstreifen ausgestattet. Das heißt, Autofahrer und Radfahrer müssen den Fußgängern beim Ein- und beim Ausfahren die Vorfahrt gewähren. Auch für die Radfahrer gibt es Neuerungen. Einige Meter vor dem Kreisverkehr werden sie vom Radweg auf die Straße geleitet und sollen auf der Kreiselfahrbahn genau wie die Autos weiterfahren. Die Planer wollen damit bezwecken, dass Radfahrer auch zügig durch den Kreisel kommen und von den Kraftfahrern auch besser wahrgenommen werden. Außerdem kommen sich auf diese Weise Fußgänger und Radfahrer nicht mehr ins Gehege. Die Planer erhoffen sich, dass mit dieser Lösung weniger Radfahrer in entgegengesetzter Richtung fahren, wie es in Oranienburg Gang und Gäbe.

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Seit Mai 2014 wird an der Sachsenhsusener Straße gebaut. Zunächst wurde der Abschnitt zwischen Bernauer Straße und Rungestraße grundhaft ausgebaut. Nun ist auch der Knotenpunkt an der Rungestraße ausgebaut und am Freitag eröffnet worden.

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Die Radfahrer sollen allerdings nicht die Fußgängerüberwege benutzen und annehmen, sie hätten dann Vorfahrt, es sei denn sie schieben ihr Fahrrad. Bei den anderen sieben Kreisverkehren in der Stadt war es immer wieder bei den Vorfahrtsregeln zu Irritationen zwischen den Verkehrsteilnehmern gekommen. In der Sachsenhausener Straße ist das nun ganz eindeutig geklärt. Baustadtrat Frank Oltersdorf lobte die Baufirma Strabag, die im Zeit- und Kostenrahmen fertig wurde. Nur Restarbeiten, wie das Pflanzen von 20 Bäumen und einieg Markierungen liegen noch an. Wenn sich das Modell bewährt, sollen auch künftige Kreisverkehre so gebaut werden.

In der Sachsenhausener Straße könnte es 2016 einer Deckensanierung bis zur Heidestraße weitergehen, sofern die Maßnahme im Haushalt aufgenommen wird.

Großprojekt Sachsenhausener Straße

Der Ausbau des Knotenpunktes ist Bestandteil des Projektes zum grundhaften Ausbau der Sachsenhausener Straße von der Bernauer Straße bis zur Rungestraße. Baubeginn war im Mai 2014, für den Kreisel im März 2015.

Die Kosten insgesamt sind 1,466 Millionen Euro. Das Projekt wurde finanziert von Bund, Land, Kommune, EBO und Stadtwerken. Der Anteil der Stadt liegt bei 900 000 Euro, davon 600 000 Euro über Stadtsanierung.

Von Andrea Kathert

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