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Parken nur gegen Bares

Parkraumbewirtschaft in Oranienburg Parken nur gegen Bares

Im Frühjahr nächsten Jahres soll das Parken in der östlichen Innenstadt einen Euro pro Stunde kosten. Bisher war es die Hälfte. Gleichzeitig wird das Gebiet mit zusätzlichen Parkuhren ausgestattet. Außer auf dem P-&-R-Platz in der Stralsunder Straße, der ausgelastet ist, wird das Parken dann gebührenpflichtig. Wo weitere Pendler ihre Autos lassen sollen, ist unklar.

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Da werden im Frühjahr viele nicht schlecht staunen, ein Euro kostet eine Stunde parken.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg, . Eigentlich sollte es zwischen Bahnhof und Havel schon in diesem Jahr überhaupt keine kostenlosen Parkplätze mehr geben. Das neue Parkraumbewirtschaftskonzept, von den Stadtverordneten im Dezember vorigen Jahres beschlossen, sollte längst greifen. Nicht nur wegen der laufenden Bauarbeiten in der Mittelstraße machte es bisher wenig Sinn, neue Parkuhren aufzustellen. Es fehlte noch die Parkscheinautomaten und vor allem die zulässige Gebührenordnung. Die läuft als geänderte Satzung gerade durch die Ausschüsse und bedeutet, dass künftig nicht mehr 50 Cent, sondern ein Euro pro Stunde zu zahlen ist.

Im Frühjahr nächsten Jahres wird es ernst. Dann könnte die Bewirtschaftung starten. Im gesamten Gebiet sollen Automaten stehen, an denen ein Parkschein gezogen werden muss. Nur wer sich sicher ist, innerhalb von 15 Minuten wieder an seinem Auto zu sein, kann die so genannte Brötchentaste drücken und bleibt von Gebühren verschont. Ansonsten kostet das Parken einen Euro, montags bis sonnabends von 8 bis 18 Uhr. Ein Tagesticket wird es nicht geben. Die Gebührenordnung soll am 1. März 2016 in Kraft treten.

Anlieger müssen nicht fürchten, ordentlich zur Kasse gebeten zu werden. Sie können beim Landratsamt gegen eine Gebühr einen Anwohnerparkausweis beantragen. Ein Jahr lang soll getestet werden, ob das Konzept seine Wirkung zeigt. Die Stadt und ihre Abgeordneten versprechen sich davon, Kunden und Anwohnern mehr Parkplätze zur Verfügung zu stellen und die Langzeitparker aus der City zu verdammen.

Bei der Diskussion um das Bewirtschaftungskonzept waren Summen von 105 000 bis 120 000 Euro genannt worden, die die Stadt mit Parkscheinautomaten und verteilten Knöllchen einnehmen könnte. Damals war allerdings noch die Rede von 50 Cent pro Stunde Parkgebühr. Die Summe würde sich die Waage halten mit den Ausgaben für die Bewirtschaftung und das Personal, hieß es damals weiter.

Obwohl die Stadtverordneten mit großer Mehrheit das Parkraumkonzept abgesegnet hatten, ist es nicht unumstritten. Viele Pendler stellen ihr Auto in der Nähe des Bahnhofs ab. Der Park-&-Ride-Platz in der Stralsunder Straße reicht dafür längst nicht aus. An ein zusätzliches Parkhaus ist erst in drei bis vier Jahren zu denken. Das gebührenpflichtige Areal wird so groß sein, dass der Bahnhof nur mit einem längeren Fußmarsch zu erreichen ist. Und: 2016 und 2017 wird die Lehnitzstraße ausgebaut.

Im Bauausschuss am Dienstag brach Olaf Kästner eine Lanze für die Pendler. „Ich habe Bauchschmerzen, ob uns das weiter hilft.“ Baustadtrat Frank Oltersdorf meinte: „Wir werden nicht jedes Parkproblem für jeden lösen.“

Die Abstimmung über die geänderte Gebührenordnung fiel so aus: Sieben Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme, zwei Enthaltungen

 

 

Von Andrea Kathert

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