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Parken in Potsdam wird deutlich teurer

Parkgebühren Parken in Potsdam wird deutlich teurer

Potsdam braucht Geld – und die Autofahrer sollen dabei helfen. Mit einer satten Erhöhung der Parkgebühren in der Innenstadt um ein Drittel von 1,50 Euro auf zwei Euro pro Stunde will die Stadt jährlich 400.000 Euro einnehmen. Die Mehreinnahmen sind bereits verplant.

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Griff in die Kasse: Potsdamer zahlen in Zukunft für den Parkplatz in der Innenstadt deutlich mehr.

Quelle: MAZ/Archiv

Innenstadt. Für Autofahrer, die in der Innenstadt zu tun haben und dort parken wollen, wird das Neue Jahr gleich mit einer saftigen Gebührenerhöhung beginnen. Bei den Parkgebührensätzen langt die Stadt zu: Zwei Euro pro Stunde wird man ab 2016 berappen müssen – bislang waren es nur 1,50 Euro je Stunde. Sprich: Das Stellplatz-Ticket wird um ein Drittel teurer als bisher.

680 Stellplätze sind für Anwohner reserviert

Glück im Unglück: Nicht die ganze Innenstadt wird von der Neuregelung betroffen sein, sondern nur der Kernbereich zwischen Hegelallee, Kurfürstenstraße, Hebbelstraße, Charlottenstraße und Schopenhauerstraße, also hauptsächlich das Gebiet der Zweiten barocken Stadterweiterung. „Insgesamt werden für 720 der 1400 vorhandenen Stellplätze Parkgebühren erhoben, die anderen 680 Plätze sind für Bewohner mit Bewohnerparkausweis reserviert“, sagte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann am Donnerstag bei der Vorstellung der geänderten Parkgebührenordnung für die Innenstadt.

Die Parkzonen

Grundlage der Gebührenanpassung bildet der Stadtverordnetenbeschluss zur Weiterentwicklung des Parkraumkonzeptes Innenstadt vom 4. März 2015, der unter anderem die Prüfung einer Parkgebührenanhebung vorsieht, um die Parksituation in diesem Bereich nachhaltig zu ordnen.

Die neue Parkzone 1 (auf der Karte rosa) liegt im Kern von Parkzone 2 (auf der Karte orange), die von Havel, Havelbucht, Feuerbachstraße, Lennéstraße, Park Sanssouci über Voltaireweg, Alleestraße, Behlertstraße, Neuer Garten bis Havelufer begrenzt wird – siehe Grafik.

In den äußeren Bereichen rund um die Kernzone bleibt die Gebührenhöhe dagegen unverändert. In der Parkzone 2 zahlt man 1,50 Euro pro Stunde und in der Parkzone 3 kommt man mit einem Euro je Stunde relativ günstig weg.


Auswirkungen auf die Parkgebühren in den Parkhäusern, die von Privatbetreibern unterhalten werden, hat die geplante Erhöhung nicht. Auch die Gebühren für die Anwohnerparkkarten in der Kernzone bleiben gleich.

Einnahmen sollen in die Straßenunterhaltung fließen

Der neue Zwei-Euro-Stundentarif im Stadtzentrum mag die Autofahrer schmerzen, doch es steckt keine blanke Abzocke dahinter. Gezahlt wird nämlich für den guten Zweck, sagte Goetzmann: „Die durch die Steigerung der Sätze zu erwartenden Mehreinnahmen von jährlich etwa 400.000 Euro sind für die Straßenunterhaltung vorgesehen.“ Insbesondere in die Schulwegsicherung und die Barrierefreiheit für Behinderte müsse investiert werden.

Ein weiterer Positiv-Effekt aus Sicht der Stadtverwaltung: Durch die neue Gebührenordnung soll auch eine gleichmäßigere Auslastung beim Parken im Innenstadtbereich erreicht werden. Während es im Kernbereich „noch immer zu einer hohen Auslastung, teilweise zu einer Über-Auslastung, des vorhandenen Parkraums kommt“, so die Schilderung der Verwaltung, stünden in den Randbereichen der Innenstadt vielfach noch freie Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Bisher hat die Stadt rund 3 Millionen Euro eingenommen

Aufgrund der Gebührensteigerung könnten sich die Autofahrer dann auch auf diese Randzonen besinnen. Goetzmann: „Um eine bessere Verteilung der Parkraumnachfrage auf die unterschiedlich hoch ausgelasteten Innenstadtbereiche zu erzielen und den noch immer hohen Parkdruck sowie den damit einhergehenden Parksuchverkehr in der zentralen Innenstadt zu reduzieren, ist die vorgesehene tarifliche Differenzierung der Gebührenbereiche unabdingbar.“

2,9 Millionen Euro jährlich wurden bislang durch die Parkgebühren in die Stadtkasse gespült.

Von Ildiko Röd

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