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Potsdamer Händler fordern mehr Parkplätze

Umfrage zur Zufriedenheit der Anbieter in der Innenstadt Potsdamer Händler fordern mehr Parkplätze

Das Nahverkehrsangebot ist gut, auch die Koordination von Festen und Märkten funktioniert. Doch beim der Anzahl und den Kosten für Kundenparkplätze sehen die Händler in der Potsdamer Innenstadt großen Nachholbedarf. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der CDU-Stadtbezirksverband im Sommer durchführte. Rund 100 Händler nahmen teil. Die CDU will nun reagieren.

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Rücksichtslose Radler und illegale Werbetafeln ärgern die Händler in der Innenstadt. Zudem fehlen Parkplätze für ihre Kunden

Quelle: Jacqueline Schulz

Innenstadt . Die Verbesserung der Sauberkeit, eine Erweiterung der Sonntagsöffnungszeiten, mehr und bessere Fahrradständer, weniger Bürokratie und eine deutlich bessere Beschilderung – das sind die häufigsten Wünsche der Händler in der Potsdamer Innenstadt. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Händlerumfrage, die der CDU-Stadtbezirksverband Innenstadt/Nord zwischen dem 20. Juni und dem 26. Juli durchführte. Zudem wünschen sich die befragten Ladeninhaber eine bessere Einbindung der Einzelhändler in den Nebenstraßen.

Die Initiatoren der Umfrage verteilten in allen Geschäften Fragebögen, fast 100 solcher Bögen kamen zurück und konnten nach den Sommerferien ausgewertet werden. „Unser Ziel war es, Probleme aufzunehmen und mit der Stadtverwaltung zu thematisieren. Wir hoffen damit, gemeinsam etwas für die Attraktivität unserer Stadt bewirken zu können“, sagten Matthias Finken und Clemens Viehrig vom CDU-Stadtbezirksverband. Sie zeigten sich erstaunt, dass mehr als zwei Drittel der befragten Händler das Einzelhandelskonzept der Stadt gar nicht kennen und forderten daher eine bessere Information der Händler.

Mit dem ÖPNV-Angebot sind laut CDU fast 90 Prozent der Befragten zufrieden. Allerdings sehen Sie große Probleme beim Parken für ihre Kunden. Es gebe zu wenige Parkplätze in der Innenstadt, und auf denen sei das Parken zu teuer. Auch kurvten die Suchenden mangels Beschilderung zu lange durch die Straßen – schneller seien da zumeist die Politessen, an „Knöllchen“ herrsche kein Mangel, so die Klage. Einer sogenannten „Brötchentaste“ an den Parkautomaten, mit der man für einen sehr kurzen Einkauf ein kostenloses Ticket ziehen kann, stehen 80 Prozent der Befragten sehr positiv gegenüber. Dieses Angebot müsste aber von der Stadt finanziert werden, nicht von den Händlern, fordern sie.

Recht zufrieden sind die Innenstadthändler mit Festen und Märkten vor ihren Geschäften. Sie würden in die Planungen mit einbezogen, die Arbeitsgemeinschaft Innenstadt leiste dabei gute Arbeit, so die Autoren der Studie. Lediglich die Sauberkeit vor den Geschäften lasse nach manchem Fest noch Wünsche offen.

50 Prozent der Befragten beklagten dagegen Probleme bei Ordnung und Sicherheit – insbesondere über Diebstahl und Graffiti, aber auch über zuviel Müll, rücksichtslosen Radverkehr, Überplakatierung und illegale Aufsteller auf den Wegen. Zudem würden Kunden laut CDU „durch Obdachlose ... und die Beschallung durch zu viele Straßenmusiker“ belästigt. Nach Angaben der Händler kennen mehr als 80 Prozent von ihnen die neue Revierpolizistin nicht und wünschen sich eine Kontaktaufnahme.

Über 70 Prozent der Befragten würden sich über die Einführung eines Innenstadtmanagers freuen, der die Vernetzung der Händler stärkt, als Schnittstelle zur Stadtverwaltung fungiert und bei der Organisation von Veranstaltungen hilft.

Der CDU-Stadtbezirksverband Innenstadt/Nord kündigte an, sich all dieser Themen anzunehmen und Anträge in die Stadtverordnetenversammlung einzubringen. Zudem wolle man an die Revierpolizistin herantreten und für das Amt des Innenstadtmanagers werben.

Von Jan Bosschaart

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