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Protest gegen neuen Fahrplan weitet sich aus

Falkenseer Bürgerinitiative schließt sich an Protest gegen neuen Fahrplan weitet sich aus

Der Protest gegen neuen Fahrplan im Bahnverkehr weitet sich aus. Nach den Bürgern für Brieselang kritisiert nun auch die Bürgerinitiative Schönes Falkensee (BISF) die Verschlechterung der Regionalbahn-Anbindung nach Berlin ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember. Neuigkeiten gibt es derweil zu den Bike & Ride-Plätzen am Bahnhof Albrechtshof.

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Auch den Bahnhof in Falkensee ist von den Fahrplanänderungen betroffen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee/Brieselang. Die Bürgerinitiative Schönes Falkensee (BISF) schließt sich der Kritik der Gruppierung „Bürger für Brieselang“ an und protestiert ebenfalls gegen die Verschlechterung der Regionalbahn-Anbindung nach Berlin ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember. Die BISF weist darauf hin, dass die ungünstigen Takte der RB 10 und RB 14 – mit Zeitabständen zwischen den Zügen von 18 und 42 Minuten anstelle eines 30-Minuten-Takts – und der Verlust der Anschlüsse an die Regionalexpresse der Odeg im Bahnhof Berlin-Spandau insbesondere auch für Fahrgäste an den Bahnhöfen Albrechtshof und Seegefeld nachteilig sind.

Selbst für den Bahnhof Falkensee ergeben sich keine optimalen Verbindungen in die Berliner Innenstadt, konstatiert Marc-Oliver Wille, der Vorsitzende der Bürgerinitiative. „Zwar verkehren im Regelfall vier Züge pro Stunde Richtung Berlin, allerdings bündeln sich in 30 Minuten alle vier Verbindungen im Abstand von etwa 10 Minuten und in der folgenden halben Stunde fährt gar kein Zug. Eine optimale Vertaktung sieht anders aus!“

Nach Ansicht von Marc-Oliver Wille sind nun besonders die Fahrgäste am Bahnhof Albrechtshof benachteiligt: „Im Frühjahr hatte die Deutsche Bahn bereits den ,wilden’ Parkplatz direkt neben dem Bahndamm gesperrt und damit das Parken für die Pendler erschwert“, sagt er. „Aktuell berichten Fahrgäste von total überfüllten Zügen am Morgen Richtung Berlin. Mit dem ab Dezember verschlechterten Fahrtenangebot verschlimmert sich die Situation weiter, so dass ein Umstieg auf den ÖPNV immer weniger attraktiv wird.“

Auch die vom Bezirk Spandau angekündigten Fahrradabstellplätze am Bahnhof Albrechtshof seien immer noch nicht eingerichtet worden, klagt er. Nach Informationen der Bürgerinitiative soll dies aber im Frühjahr 2016 erfolgen. Auf eine Überdachung der Bike & Ride-Plätze will der Bezirk aber offenbar verzichten. Die BISF bringt deshalb den Vorschlag ein, dass die Stadt Falkensee am Bahnhof Albrechtshof noch auf Falkenseer Gebiet das Gelände direkt unter der Überführung für überdachte Fahrradständer zur Verfügung stellt und diese auch selbst anlegt.

„Wir appellieren an die Länder Berlin und Brandenburg sowie den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) als Besteller der Regionalbahn-Leistungen, die Angebotsverschlechterungen zurückzunehmen und die Attraktivität auf der Strecke zwischen Nauen und Berlin Hauptbahnhof zu erhöhen“, sagt Marc-Oliver Wille. Dieselbe Forderung hatten auch schon die Bürger für Brieselang formuliert und dazu sogar eine Online-Petition im Internet gestartet, die inzwischen schon fast 1300 Unterstützer gefunden hat. Eine Sprecherin des VBB hatte den Brieselangern aber keine Hoffnungen gemacht, dass zum bevorstehenden Fahrplanwechsel noch etwas umgeschrieben werden könne.

Von Philip Häfner

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