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Radweg zwischen Teschendorf und Löwenberg eingeweiht

Freie Fahrt! Radweg zwischen Teschendorf und Löwenberg eingeweiht

Jahrelang hatten sie darum gekämpft – jetzt ist der Radweb zwischen Teschendorf und Löwenberg entlang der Bundesstraße 96 komplett fertig. Am Mittwoch war die feierliche Eröffnung im Beisein vieler kleiner und großer Radler.

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Und los! Die erste offizielle Fahrt auf dem neuen Radweg.

Quelle: Uwe Halling

Teschendorf. „Hurra, hurra, der Radweg ist jetzt da!“ Dieses Schildchen hing gestern Nachmittag an einem Pfahl unmittelbar am Beginn des Radweges, der entlang der Bundesstraße 96 nach Löwenberg führt; angefertigt zur Einweihung des letzten Teilabschnittes zwischen dem Grüneberger Knick und dem Ortseingang Teschendorf. Viele radfahrende Gäste ließen sich die Chance nicht entgehen, um die Freigabe live zu erleben. „Ich bin glücklich, dass wir jetzt auch hier lang fahren können“, sagte Edith Arndt aus Löwenberg. Sie hatte es sich auch ohne Radweg nicht nehmen lassen, von Löwenberg nach Teschendorf zu radeln, aber unter erschwerten Bedingungen: über Linde und Grundmühle auf schlecht zu befahrenen Wegen. „Wir essen doch in Teschendorf immer unsere Bockwurst“, sagte sie.

Am 15. September 2014 hatten die Bauarbeiten auf dem 1120 Meter langen Weg begonnen. Das Komplizierte: Der Weg führt über eine Feuchtwiese und ein Niedermoorgebiet, so dass ein Teil davon (620 Meter) auf einem 90 Zentimeter hohen Wall errichtet werden musste. Der morastige Boden ist bis zu zwölf Meter tief. Dazu musste eine neue Brücke her, deren Einbau nicht minder aufwendig war. Bei der gestrigen Eröffnung sagte Bürgermeister Bernd-Christian Schneck: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“ Er erinnerte daran, dass genau an der Brücke die Grenze der ehemaligen Kreise Gransee und Oranienburg lang führte. Auch die Grenze der Kirchengemeinde wäre in etwa dort verlaufen: Bis 1926 hieß sie Löwenberg/Teschendorf, danach Teschendorf/Grüneberg.

Der Teschendorfer Ortsvorsteher Michael Grüber freut sich insbesondere darüber, dass die Kinder jetzt ungefährdet mit dem Rad zur Schule kommen. „Touristen müssen jetzt nicht mehr auf der Bundesstraße 96 fahren – und gehen vielleicht auch mal in eine der Gaststätten.“

Harald Günther ist im Landesbetrieb Straßenwesen, Region Ost, Dezernatsleiter für Planung. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. „Deshalb können solche Projekte umgesetzt werden. Hätte die Kommune nicht für uns gebaut, wären wir jetzt nicht so weit.“ Günther rechnete zusammen, dass seit 2006 6,5 Millionen Euro in Radwege und Ortsdurchfahrten der Gemeinde Löwenberger Land geflossen sind. Und es geht offenbar weiter: „Vorgesehen ist, dass der Radweg in Teschendorf im nächsten Jahr in Angriff genommen wird. Auch der Radweg zwischen Falkenthal und Liebenberg steht auf der Liste, womöglich 2018/19. Und der Radweg von Teschendorf bis Nassenheide ist keine Utopie, befindet sich im Planfeststellungsverfahren. Der Teschendorfer Eckhard Klotz: „Die Verbindung nach Nassenheide ist genauso wichtig wie die nach Löwenberg. Denn in die Kreisstadt nach Oranienburg will man ja auch mal.“ Bernd-Christian Schneck sieht das ebenso: „Dann käme man mit dem Rad von Berlin bis nach Löwenberg.“

Von Stefan Blumberg

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