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Räumdienste im Fläming gut vorbereitet

Der Winter kann kommen Räumdienste im Fläming gut vorbereitet

Mehr als 1000 Tonnen Streusalz haben die Straßenmeistereien in Bad Belzig und Umgebung eingelagert, damit sie bei Schnee und Eisglätte für Sicherheit auf den Straßen sorgen können – die Mitarbeiter arbeiten wenn nötig auch im Zweischichtbetrieb. Alle Beteiligten versichern: Die Winterdienste im Hohen Fläming sind vorbereitet.

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Ronald Schulze ist startklar für den Winterdienst.

Quelle: Josephine Mühln

Bad Belzig. So ganz auf Touren ist der Winter noch nicht. Der erste wenige Schnee ist längst wieder getaut. Die Winterdienste der Region sind dennoch in Bereitschaft. „Denn durch die unbeständige Wetterlage kann es immer wieder zu Glätte kommen, vor allem auf Brücken“, erklärt Wilfried Müller, Chef der Straßenmeisterei Bad Belzig.

Fünf kombinierte Streu- und Räumfahrzeuge haben er und sein Team im Einsatz, sechs Mitarbeiter sind pro Schicht unterwegs. 1 000 Tonnen Streusalz sind in der Salzhalle eingelagert, dazu kommen noch mal insgesamt 500 Tonnen in zwei extra Behältern. „Mit dieser Menge kommen wir während eines normalen Winters auch ganz gut hin“, sagt Müller.

Feuchtsalz haftet gleich an der Fahrbahn

Gestreut wird mit einem sogenannten Feuchtsalzgemisch – dem FS 30. Das Streusalz wird dabei im Verhältnis 70 zu 30 mit einer Salz-Wasser-Sole vermischt. „Dieses Material hat den Vorteil, dass es gut dosiert eingesetzt werden kann und sofort an der Fahrbahn haftet“, sagt Müller. Ein Verwehen werde so vermieden.

Das Team um Wilfried Müller ist insgesamt für 150 Kilometer Bundesstraßen und 140 Kilometer Landesstraßen zuständig. Dazu kommen 75 Kilometer Radwege, die parallel zu den Bundesstraßen verlaufen und ebenfalls geräumt werden müssen. „Bei massivem Schneefall haben wir aber vier Vertragspartner, die uns bei der Räumung helfen“, sagt Müller. „Gestreut wird dann von uns.“ Für einen reibungslosen Ablauf seien die Kollegen ständig miteinander in Kontakt – „wir wissen immer Bescheid über den Zustand der Straßen, für die wir zuständig sind“, betont Müller.

Wenn es schneit, versuche sein Team von 3 bis 6 Uhr morgens einmal komplett geräumt zu haben, sagt Müller. „Ob das klappt hängt natürlich immer von der Wetterlage ab, auch wir müssen am Ende vorsichtig fahren.“ Zuerst werden die Bundes-, dann die Landstraßen geräumt, wichtig seien zudem die Autobahnzubringer. Auch Schulen und Industriebereiche sollten abgesichert sein, erklärt Müller. Größte Herausforderungen sind erfahrungsgemäß die B 2 südlich von Treuenbrietzen und der Raum Wiesenburg.

Auch bei der Straßenmeisterei des Landkreises Potsdam-Mittelmark stehen acht große Streu- und Räumfahrzeuge sowie ein Multicar für die Radwege in den Startlöchern. 300 Kilometer Straßen und 25 Kilometer Radwege werden damit jährlich von Schnee und Eis befreit, wie Leiter Frank Drese auf Nachfrage erklärt.

Kreisstraßenbetrieb hat ebenfalls gefüllte Lager

Sein Team besteht aus 18 Mitarbeitern, die – wenn nötig – im Zweischichtbetrieb arbeiten. Das sei vor allem bei lang anhaltendem Schneefall und gefährlichen Schneeverwehungen der Fall, sagt Drese. Auch er hat gut 1 000 Tonnen Streumaterial auf Lager – „In einem durchschnittlichen Winter kommen wir damit gut hin, wir sind aber auch schon mit 250 Tonnen ausgekommen.“ Sollte das Salz doch mal knapp werden, klappe es mit der Nachbestellung immer recht gut, sagt Drese. Auch die Lieferanten seien mittlerweile darauf eingestellt, dass mancherorts Nachschub gebraucht werde.

Dort wie auf den lokalen Bauhöfen wird freilich noch gerätselt, wie hart der Winter überhaupt werden wird.

Von Josephine Mühln

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