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Rückstau bis in die Nachbargemeinde

Stahnsdorfer Ampelschaltung nervt Rückstau bis in die Nachbargemeinde

Die Ampel am Schleusenweg in Stahnsdorf ist offenbar aus dem Takt, denn täglich kommt es im Berufsverkehr zu langen Rückstaus. Diese reichen sogar bis in die benachbarte Gemeinde Kleinmachnow. Deren Gemeindevertreter haben jetzt an den Landesstraßenbetrieb geschrieben, um den Takt zu ändern. Außerdem will Stahnsdorf den abmontierten Grünen Pfeil dort wieder.

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Der Stau reicht meistens bis durch den Kreisverkehr „Waldschänke“ bis zur oder gar auf und über die Schleusenbrücke.

Quelle: Claudia Krause

Stahnsdorf. Jeden Tag im Berufsverkehr das gleiche Spiel: Der Stau an der Ampel auf die Potsdamer Allee reicht meistens über den Schleusenweg bis über die Schleusenbrücke nach Kleinmachnow. Fahrzeuge, die aus der Wannseestraße oder dem Schleusenweg (in Richtung Norden) in die Alte Potsdamer Landstraße einfahren wollen, haben erhebliche Probleme, da auch der Kreisverkehr „Waldschänke“ blockiert ist. Außerdem wird der öffentliche Busverkehr behindert im Bereich der Bushaltestelle „Waldschänke“, die eine zentrale Umsteigefunktion in der Region hat.

Jetzt haben die Kleinmachnower Gemeindevertreter – auch wenn die Ampel beim Nachbarn steht – ihren Bürgermeister beauftragt, sich an den Landesstraßenbetrieb zu wenden, um die Ampelschaltung überprüfen zu lassen und sie der „tatsächlichen Verkehrslage anzupassen“. Den Antrag hatte die Fraktion CDU/FDP eingebracht. Vermutlich sind die Schaltphasen der Ampel schuld. Da der Verkehr aber auf der Potsdamer Allee (L76) seit der Inbetriebnahme der Ortsumfahrung Güterfelde (L40) „erheblich zurückgegangen“ sei, dürfte einer Verlängerung der Grünphasen im Schleusenweg in Richtung Süden nichts entgegen sprechen, heißt es in dem Antrag. Allerdings hält man auch das Abmontieren des Grünen Pfeils für falsch. Die Brandenburger Verkehrsunfallkommission hatte nach ihrer Rundfahrt im Dezember 2011 die Demontage des Abbiegepfeils auf die Potsdamer Allee zum 17. Januar 2012 verfügt. Die Demontage erzielte offenbar eine nachhaltige Wirkung auf den Verkehrsfluss. Dagegen hatten die Gemeinde Stahnsdorf und auch die Verkehrsgesellschaft damals interveniert.

Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) begrüßt jetzt den Antrag der Nachbargemeinde und will selbst beim Landesstraßenbetrieb „die erneute Installation des grünen Abbiegepfeils im Schleusenweg fordern“, hieß es auf Anfrage der MAZ.

Auch die Busse der Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft mbH haben ihre Not. Wie Sprecherin Ulrike Rehberg sagte, sei die Situation „sehr ärgerlich“. Es komme vor, dass Anschlüsse verpasst werden. Durch die recht gute Vertaktung in der Region könne noch einiges aufgefangen werden. Dennoch zeige sich auch im aktuellen Ampel-Fall, „dass es ein Manko ist, dass es in Ballungsräumen wie Teltow keine Busspuren gibt“, kritisierte Rehberg. „Also stehen auch unsere Busse immer mit im Stau.“

Von Claudia Krause

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