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So schützen Sie sich vor Planen-Schlitzern

Vorsorgetipps für Lkw-Fahrer So schützen Sie sich vor Planen-Schlitzern

Dieselklau aus dem Sattelzug, aufgeschlitzte Planen und Ladungsdiebstahl: die Fälle an Autobahnen nehmen zu. Meist wird gestohlen, während der Fahrer auf einem Rasthof parkt und schläft. Solche Fälle lassen sich nicht völlig verhindern. Die Zahl kann aber reduziert werden. Wie? Die Polizei hat es verraten.

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Wie ein gestrandetes Insekt

Immer wieder wird auf Parkplätzen in Lastkraftwagen eingebrochen. Am Fernfahrerstammtisch gab die Polizei Tipps zum Schutz vor Dieben.

Quelle: dpa

Herzsprung. Sie kommen in der Dunkelheit und gehen systematisch vor. Das böse Erwachen und das Nachsehen haben Brummifahrer entlang der Autobahnen. Dieselklau, das Aufschlitzen von Planen und Ladungsdiebstahl füllen zunehmend auch den Polizeibericht in der MAZ.

Das Thema kriminelle Handlungen rund ums Fahrzeug stand jetzt beim Fernfahrerstammtisch im Autohof Herzsprung mit auf dem Programm. Polizeioberkommissar Karsten Weiland vom Autobahnpolizeirevier Walsleben steht seit zwölf Jahren den Fernfahrern und anderen Interessenten einmal monatlich Rede und Antwort.

Immer wieder wird in Lastkraftwagen eingebrochen, häufig auf Rasthöfen während der Fahrer schäft

Immer wieder wird in Lastkraftwagen eingebrochen, häufig auf Rasthöfen während der Fahrer schäft.

Quelle: dpa

51 Mal Dieselklau vom Sattelzug, 14 Mal Planenschlitzen mit Ladungsdiebstahl, acht Mal Planenschlitzen sowie acht Diebstähle vom Lkw – das ist die bisherige Jahresbilanz bis einschließlich 11. Oktober allein im Autobahnpolizeirevier Walsleben. 168 Entfernungskilometer in jeweils zwei Autobahnrichtungen gehören zu diesem Abschnitt. Gegenüber dem Vorjahr weist diese Statistik wachsende Zahlen im einstelligen Bereich auf. „Alle diese Diebstähle passieren immer nur nachts“, so Karsten Weiland.

Das ist der beste Schutz

Der beste Schutz vor diesen kriminellen Handlungen: Stets die Ruhezeiten dort einlegen, wo Licht ist. Somit empfiehlt er den Fahrern, gut ausgeleuchtete Parkplätze auf Tank- und Rastanlagen sowie Autohöfen als Pausenstopp anzusteuern. „Diebe sind lichtscheu“, betonte Weiland. Gleichzeitig stellte er fest: Der Geschädigte ist immer der Frachtführer. Aus diesem Grund sollen die Fernfahrer immer umgehend den eigenen Chef benachrichtigen und auch die Notrufnummer der Polizei 110 wählen. „Diese Vorgehensweise ist auch bei Terminfracht einzuhalten, denn anderenfalls können bei der Versicherung keine Regressforderungen gestellt werden.“ Zugleich warnte Karsten Weiland davor, auf eigene Faust das Fahrzeug zu sichern oder den vermeintlichen Täter zu provozieren. „Niemals ist nur ein Täter unterwegs, meistens sind es drei.“

Zahl der erwischten Drogenfahrer stieg um 37 Prozent

Außerdem spielte das Thema Alkohol und Drogen im Straßenverkehr beim Stammtisch eine Rolle. Polizeihauptkommissar Holger Mende von der polizeilichen Prävention der Polizeiinspektion Neuruppin beleuchtete diesen Bereich.

Holger Mende zitierte beim Thema Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zunächst die Statistik: Wurden im Jahr 2013 noch 633 Fahrer unter Drogeneinfluss in Ostprignitz-Ruppin bei Kontrollen festgestellt, nahm diese Anzahl 2014 um 37 Prozent zu. „Mit Nähe zu Berlin steigt auch die Anzahl der registrierten Fahrten unter Drogen“, sagte Mende. Wird ein Fahrer nach dem Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamenten in einen Unfall verwickelt, führt dies sowohl zu einer Verkehrsvergehensanzeige als auch einer Strafanzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Mit Rauschbrille scheiterte der Fernfahrer (r) daran, Holger Mende die Hand zu reichen

Mit Rauschbrille scheiterte der Fernfahrer (r.) daran, Holger Mende die Hand zu reichen.

Quelle: Ruch

„Das hat immer strafrechtliche Folgen“, warnte Holger Mende. „Lieber schlau als blau“, brachte Holger Mende seinen Appell abschließend auf den Punkt.

Dann setzten die Besucher des Fernfahrer-Stammtisches im Selbstversuch die Rauschbrille auf. Der Parcours entlang von Hindernissen, das Werfen und Auffangen von Gegenständen sowie der Handschlag mit Polizist Holger Mende erwiesen sich bei den simulierten 1,0 Promille Blutalkohol als Hürde.

Von Christamaria Ruch

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