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So war der Wintertag in Brandenburg

Verkehrschaos und zahlreiche Unfälle So war der Wintertag in Brandenburg

Am Dienstag hat es in Brandenburg angefangen zu schneien. Am Nachmittag ist es dann zu ersten Unfällen gekommen. Am Abend dann weitere Unfälle. Am Mittwochmorgen das gleiche Bild. Der Wintereinbruch in Brandenburg und in Berlin trug chaotische Züge. Ein Überblick.

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Eisglatte Straßen in Brandenburg

Der Winterdienst hatte am Mittwoch gut zu tun.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Potsdam. Der erste starke Schneefall in diesem Winter hat die Autofahrer in Brandenburg auf eine harte Probe gestellt. Bereits am Dienstagnachmittag kam es im Süden Brandenburgs zu einigen Unfällen. Am Abend krachte es dann auf der A9 und der A2. Auch am Mittwochmorgen krachte es auf Brandenburgs Straßen. Meistens ging es recht glimpflich aus. Es gab aber auch Unfälle mit Verletzten. Lebensfährlich wurde aber niemand verletzt.

Auch in Berlin sorgte der Schneefall für zahlreiche Probleme. Vor allem der öffentliche Nahverkehr kam ins Stocken. In Berlin registrierte die Polizei am Mittwoch bis zum Mittag rund 300 Verkehrsunfälle.

Am Flughafen Tegel musste der Winterdienst ran

Am Flughafen Tegel musste der Winterdienst ran.

Quelle: dpa

Ein Überblick über den Wintereinbruch in Berlin/Brandenburg

– Auf der A12 musste wegen des Schneefalls das Tempo auf Teilabschnitten auf 40 km/h verringert werden. Am Mittwoch kam es vor allem am südlichen Berliner Ring und der A13 zu Unfällen und Staus . Die A15 musste nach einem Unfall mit einem verletzten Lkw-Fahrer gesperrt werden.

– Bereits am Dienstag hatten Glätte und Schnee 45 der insgesamt 233 Unfälle in Brandenburg ausgelöst. Dabei wurden 15 Menschen verletzt. Insgesamt gab es bei Verkehrsunfällen bis Mitternacht 34 Verletzte.

– Im Kreis Oberhavel kam es bei Mühlenbeck zu einem Unfall mit einem Lkw. Der Lastwagen rutschte auf der A10 von der Straße. Dazu gab es in Borgsdorf einen Unfall mit Blechschaden. Auf den Autobahnen im Kreis staute sich der Verkehr.

In Oranienburg ist viel Schnee gefallen

In Oranienburg ist viel Schnee gefallen.

Quelle: Tiesler

– Die Übersicht finden Sie hier.

Öffentlicher Nahverkehr in Berlin kommt ins Stocken

– Die Kälte und der Schneefall sind bekanntlich kein Freund der S-Bahn. Folglich kam es hier am Mittwochfrüh zu einigen Problemen. Eine nicht funktionierende Weiche beeinträchtigte den S-Bahn-Verkehr der Linie 25 zwischen den Bahnhöfen Priesterweg und Lichterfelde Ost. Auch bei der S 8 kam es zu Behinderungen.

Kalt, kälter, S-Bahn

Kalt, kälter, S-Bahn.

Quelle: dpa

– Auch mit Bussen und Bahnen dauerte es länger. Insgesamt laufe der Verkehr für die Verhältnisse aber „völlig normal“, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz am Mittag. Wegen vereister Schienen sei am Alexanderplatz zwar eine Tram aus dem Gleis gefahren - das sei für Fahrgäste aber nicht spürbar gewesen.

– Der Schneefall hat in Berlin am Mittwoch für schwierige Verhältnisse auf den Straßen gesorgt. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) ist voll im Einsatz. „Wir arbeiten rund um die Uhr“, sagte BSR-Sprecher Sebastian Harnisch. Dennoch waren am Morgen noch längst nicht alle Straßen geräumt. Viele Autofahrer fuhren in der Hauptstadt deutlich langsamer als sonst. Deshalb kam es auf den Einfallstraßen wie der B1 zu deutlich längeren Fahrzeiten

– Wegen der Witterung ist am Mittwochmorgen auch der Fährverkehr der Linie F1 zwischen Hermannswerder und Auf dem Kiewitt bis auf Weiteres unterbrochen. Alternativ kann die Buslinie 694 genutzt werden.

Ärger über nicht geräumte Straßen

– Viele Straßen blieben nach dem Schneefall lange ungeräumt. Zum Beispiel die Landstraße zwischen Brandenburg an der Havel (B102) in Richtung Autobahn . Selbst auf der A2 war der Räumungsdienst bis 19 Uhr nicht in der Lage, die Fahrbahn zu räumen. Schnee und Eisblöcke behindern den Verkehr, sagte eine betroffene Autofahrerin am Abend gegenüber MAZonline.

Unfallserie auf der Autobahn 2

– Dienstagnacht ist es auf der Autobahn 2 wegen des Schneefalls und der glatten Straßen gleich zu mehreren Unfällen gekommen.

– Kurz vor dem Dreieck Werder durchbrach ein Lkw eine Leitplanke. Der Fahrer verlor die Kontrolle über den Lastwagen. Er wurde bei dem Unfall verletzt.

Unfall auf der A2

Unfall auf der A2

Quelle: Julian Stähle

– Bei zwei weiteren Unfällen gab es keine Verletzten. Allerdings sorgten sie für lange Staus und Behinderungen. In einem Fall verlor ein Lkw-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Straße ab. Im anderen Fall fuhr der Fahrer eines Transporters mit seinem Wagen über auf der Autobahn liegende Fahrzeugteile, dabei verlor er die Kontrolle. Der Transporter krachte in die Leitplanke.

Chaos auf der A9

– Auf der A9 setzte Dienstagabend Schneetreiben ein. Blitzeis und Schnee sorgten für lange Staus. Zwischen Niemegk und Brück fuhr ein Lkw bei einem Überholmanöver auf einen anderen Lkw auf. Ein Fahrer wurde verletzt. Öl und Kühlwasser liefen aus.

– Bei einem Unfall zwischen Klein Marzehns und Niemegk (Potsdam-Mittelmark) überschlug sich ein Wagen und landete im Straßengraben. Drei Insassen, darunter die Fahrerin, wurden teils schwer verletzt. Zwei Spuren wurden für die Unfallaufnahme gesperrt.

Unfall zwischen Klein Marzehns und Niemegk

Unfall zwischen Klein Marzehns und Niemegk

Quelle: Julian Stähle

– Auch zwischen Beelitz und Brück krachte es. Ein Lkw rutschte bei Neuschnee in die Leitplanke. Das Fahrzeug blockierte mehrere Spuren. Die Folge – Behinderungen und Staus.

Dienstagmittag kam es zu vielen Unfälle in Südbrandenburg

– Das Winterwetter hat so manchem Autofahrer in Brandenburg am Dienstag zu schaffen gemacht. Vor allem im Süden des Landes gerieten Fahrzeuge ins Rutschen. Es gab mehrere Verletzte.

– Bei Spremberg (Spree-Neiße) kam ein Auto von der Fahrbahn ab, überschlug sich und landete auf dem Dach. Ein Mensch wurde leicht verletzt. Nicht weit davon, in Groß Oßnig , gab es zwei Schwerverletzte, als ein Autofahrer einen Bus überholte und im Gegenverkehr mit einem anderen Wagen kollidierte. Ein 23-Jähriger und ein 57-Jähriger wurden in Krankenhäuser gebracht.

– In Neuhausen (Spree-Neiße) kam ein 19 Jahre alter Autofahrer nach einer Kurve mit seinem Auto ins Schleudern und landete in einem Zaun.

– Nahe Wainsdorf (Elbe-Elster) rutschte ein Auto gegen einen Baum, ein Mensch wurde verletzt.

– Beim ADAC rückten die „Gelben Engel“ allein bis Dienstagmittag über 500 mal aus - normal sind nach eigenen Angaben 600 Einsätze pro Tag. Mit 1400 Einsätzen war der Montag der einsatzreichste Tag seit sieben Jahren. Schuld waren meistens kaputte Batterien oder Dieselleitungen.

Eine Warnung, die man ernst nehmen sollte

Eine Warnung, die man ernst nehmen sollte.

Quelle: Julian Stähle

– Kalt war es auch am Flughafen Tegel . Etwa jedes dritte Flugzeug musste nach Angaben der Flughafengesellschaft enteist werden. Bei der Berliner Stadtreinigung froren die mit Wasser arbeitenden Kehrfahrzeuge zu. Wegen der Kälte verzögere sich nun die Beseitigung der Silvesterabfälle, sagte eine Sprecherin.

– Nach dem tagelangen Frost frieren außerdem immer mehr Gewässer zu . Die Polizei warnte vor Einbruchgefahr. Die Eisschicht sei in der Regel zu dünn, um gefahrenlos darauf zu laufen.

– Wer auf dichte Schneeflocken wartet, muss sich aber noch gedulden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam liegen die Tageswerte im Laufe der Woche in Berlin um minus fünf Grad. Erst zum Wochenende klettern die Werte wieder leicht nach oben.

Von MAZonline

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