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Autobahn 114 bleibt tagelang gesperrt

Hitzeschäden Autobahn 114 bleibt tagelang gesperrt

Schlechte Nachricht für Autofahrer: Wegen Hitzeschäden ist die Autobahn 114, der wichtigste Zubringer von Oberhavel nach Berlin, auch am Dienstag gesperrt. Die Sperrung könnte bis nächste Woche dauern. Die Rekordhitze der vergangenen Tage hatte am Montag Straßenbeläge platzen lassen. Die Folge: Verkehrschaos.

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Hitzeaufbrüche auf der A 114.
 

Quelle: Foto: Helge Treichel

Oberhavel. Wegen Hitzeschäden ist der Zubringer der A114 nach Berlin-Pankow auch am Dienstag gesperrt. Dort hatten sich am Montag nach Angaben der Berliner Senatsverkehrsverwaltung 17 Betonkanten auf einer Fläche von 600 Quadratmetern verkantet. Sie mussten abgetragen und die Strecke neu asphaltiert werden. Die Sperrung könnte bis nächste Woche dauern. Andere Hitzeschäden an den Autobahnen A100 und A113 wurden dagegen bereits am Montag beseitigt.

Auch ohne die Sperrung ist das Autofahren schon kein Vergnügen: Stundenlange Staus auf allen Zufahrtsstraßen Richtung Berlin nerven seit Sonnabendabend die Autofahrer in der gesamten Region. Am Montagmorgen und -vormittag stauten sich die Fahrzeuge von der Landesstraße L 21 über die Anschlussstelle Mühlenbeck bis auf die Autobahn A 10, sagte Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

 Grund dafür ist die Hitzewelle! Während die angekündigten Unwetter den Landkreis Oberhavel weitestgehend verschont haben, hat die Hitze die bis in diese Woche hinein massive Auswirkungen: Die Sonneneinstrahlung und Lufttemperaturen von 38 Grad haben auf der Autobahn A 114 stadteinwärts Richtung Berlin zu sogenannten Hitzeaufbrüchen geführt. Zwischen den Anschlussstellen Schönerlinder Straße und Pasewalker Straße bildeten sich insgesamt 19 Bodenwellen in der Fahrbahn – mehrere Zentimeter hoch. Die jahrzehntealten Betonplatten dehnten sich bei den hohen Temperaturen aus, wurden so aneinander gepresst und wölbten sich nach oben. Schrammen an den Bodenwellen zeigen, dass dort Fahrzeuge aufgesetzt haben.

Seit dem Wochenende gesperrt

Am Sonnabend, 20 Uhr, wurde deshalb die Richtungsfahrbahn nach Berlin zwischen den genannten Abfahrten komplett gesperrt. Nicht zuletzt wegen des Rückreiseverkehrs von der Ostsee standen Autofahrer am Sonntag bis zu drei Stunden und mehr im Stau. Besonders ärgerlich für viele Reisende: Erst am Montagmorgen riegelte die Autobahnmeisterei auf brandenburgischer Seite das Dreieck Pankow ab, damit die Leute nicht mehr in die Staufalle geraten und andere Routen wählen können. Allerdings kam es auch dort zu massiven Stauerscheinungen, bestätigte die Polizeisprecherin.

Die ersten Fahrzeuge  für die Reparatur der A 114  stehen bereit

Die ersten Fahrzeuge für die Reparatur der A 114 stehen bereit. Die Fräsmaschinen trafen erst im Laufe des Montags auf der Autobahn ein.

Quelle: Helge Treichel

Am Montagvormittag zog die Straßenbaufirma Strabag die benötigte Technik konzertiert von anderen Straßenbaustellen ab, um die Fahrbahnschäden zu reparieren. Dafür müssen an den 19 Schadstellen insgesamt rund 1700 Quadratmeter Fahrbahn bis in eine Tiefe von 26 Zentimetern weggefräst und neu mit Asphalt verfüllt werden, sagte Martin Pallgen, Sprecher der Senatsverwaltung Berlin. Er hoffe, dass die A 114 Richtung Innenstadt „im Verlauf des Dienstags“ wenigstens halbseitig wieder freigeben werden kann. „Das steht aber noch nicht fest“, sagte Pallgen mit Blick auf die erforderliche Abkühlung des Asphalts und mögliche Unwägbarkeiten.

Die Brandenburger haben sofort repariert

Die Autobahnmeisterei Birkenwerder hatte einen Hitzeaufbruch auf der A 10 zwischen Anschlussstelle Birkenwerder und Kreuz Oranienburg bereits in der Nacht zu Sonntag repariert, sagte Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebes Straßenwesen. Auf der Fahrbahn Richtung Hamburg gelte dort bis auf Weiteres ein Tempolimit von 80 km/h. Für eine gründliche Reparatur werde der Sommer noch abgewartet.

Die Geschichte der A 114

Die A 114 verbindet die Autobahn A 10 (Berliner Ring) vom Autobahndreieck Pankow über acht Kilometer mit dem Berliner Stadtzentrum.

 Die Teilabschnitte der Strecke wurden zwischen 1973 und 1982 schrittweise für den Verkehr freigegeben.

Aufgrund von Straßenschäden galt bereits ein Tempolimit von 80 km/h, für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ist sogar nur Tempo 60 zulässig.

Von Helge Treichel

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