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Straßen im Gewerbegebiet stark beschädigt

Rätselhafte Buckelpiste in Brück und Linthe Straßen im Gewerbegebiet stark beschädigt

Auf sämtlichen Straßen im Brück-Linther Gewerbegebiet treten immer wieder neue Buckel quer über die Pisten auf. Mitarbeiter das Bauamtes in der Brücker Amtsverwaltung rätseln zu den Ursachen. Seit Jahren entstehen immer wieder Reparaturkosten für die Stadt Brück und die Gemeinde Linthe.

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Die Straßen-Buckel im Brück-Linther Gewerbegebiet verursachen regelmäßig Reparaturkosten.

Quelle: Thomas Wachs

Brück/Linthe. Im jüngsten Umleitungsverkehr wurde das Dilemma besonders deutlich: Sämtliche Straßen im Gewerbegebiet Brück/Linthe gleichen einer Buckelpiste. In regelmäßigen Abständen wölbt sich der Asphalt der Fahrbahn einige Zentimeter in die Höhe. Kräftige Stöße auf Reifen und Stoßdämpfer der darüber rollenden Fahrzeuge sind die Folge. „Regelmäßig müssen wir Reparaturen in Auftrag geben“, berichtet Christian Großmann in der jüngsten Sitzung der Brücker Stadtverordneten.

„Über die Ursachen für die immer wieder neu auftretenden Schäden rätseln auch Experten“, sagt der Brücker Amtsdirektor. Das bestätigt André Bergholz. Er ist im Bauamt der Amtsverwaltung für Tiefbauarbeiten zuständig. Doch hat der Experte inzwischen eine Vermutung: „Weil die Schäden meist an Wassereinläufen auftreten, glauben wir, dass es mit dem Unterbau zu tun hat.“ Darin könnten bestimmte Stoffe anfangen zu quellen und drücken so die Fahrbahn nach oben, erklärt André Bergholz.

Fester Reparaturposten in Haushaltsplänen

Inzwischen hat die Bauverwaltung für Brück sowie für Linthe feste Posten von jeweils 6.000 Euro in die Haushaltspläne eingestellt. Die Summe reicht jeweils für zwei bis drei Reparaturstellen pro Jahr. „Für Linthe sind zwei besonders schwere Schadstellen in der Westfalenstraße nun schon wieder für nächstes Jahr im Plan“, kündigt der Tiefbauexperte an. Allein in den zurückliegenden sechs Jahren habe er 18 Aufträge für derartige Reparaturen im Gewerbegebiet auslösen müssen. Dann werden die Buckelpartien tief ausgefräst und der Fahrbahnabschnitt von Grund auf in allen drei Schichten komplett neu aufgebaut.

Inzwischen gleichen die Pisten einem Flickenteppich. Aber: „Nach der tiefgründigen Reparatur mit Austausch des Unterbaus ist dann wenigstens Ruhe mit dem Problem“, erklärt der Tiefbauexperte. Der Austausch der Asphaltschicht allein brachte diesen Erfolg indes nicht. „Das stützt unsere Vermutung zur Ursache im Unterbau“, so Bergholz.

Mehr als 20 Jahre alte Fahrbahnen

Das Gewerbegebiet an der Autobahn 9 ist gut ausgelastet. Nach der Wende entstanden dort Nettobaufläche von 623.400 Quadratmetern im Linther Bereich und von 726.600 Quadratmetern in Brück-Rottstock. Aus dieser Zeit stammen auch die Straßen, die nunmehr also mehr als 20 Jahre alt sind. „Eigentlich sind die Fahrbahnen dort für ihr Alter noch vergleichsweise gut“, sagt André Bergholz, „wenn halt nur diese Buckel nicht wären“, so der Tiefbauexperte. Ihn wird das Phänomen wohl auch noch in den nächsten Jahren auf Trab halten.

Von Thomas Wachs

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