Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Umbaupläne für Oranienburger Bahnhofsplatz

Neugestaltung vorgestellt Umbaupläne für Oranienburger Bahnhofsplatz

Noch sind die Pläne für die Umgestaltung des Bahnhofumfeldes reine Theorie, doch wenn im Herbst der erste Spatenstich für das neue Fahrradparkhaus geschehen ist, folgt die Praxis. Denn anschließend kann auch die Bushaltestelle umgebaut werden und parallel ein neues Parkhaus entstehen. Vom Land kam früher als erwartet eine entsprechende Fördermittelzusage.

Oranienburg 52.753832296584 13.247667328125
Google Map of 52.753832296584,13.247667328125
Oranienburg Mehr Infos
Nächster Artikel
Start der 24. Brandenburgischen Jugend- und Familienrallye in Germendorf

Baustadtrat Frank Oltersdorf erläutert auf der Informationsveranstaltung die zukünftig veränderten Geschwindigkeitsbegrenzungen im Umfeld des Oranienburger Bahnhofes.

Quelle: Foto: Ulrike Gawande

Oranienburg. Mit den Umbaumaßnahmen, die in den kommenden Jahren im Umfeld des Oranienburger Bahnhofes geplant sind, will man ein sehenswertes und für alle komfortables Eingangstor zur Havelstadt schaffen. Am Donnerstag stellte Siegfried Reibetanz, Geschäftsführer des Planungsbüro „Gruppe Planwerk“ aus Berlin, die Pläne auf einer Informationsveranstaltung der Öffentlichkeit vor.

Vierzig Interessierte waren ins Runge-Gymnasium gekommen, um sich die Vorstellungen von Planern und Stadtverwaltung anzuhören, Fragen zu stellen und ergänzende Vorschläge einzubringen. Derzeit erfülle der Bahnhof, der zunehmend von immer mehr Menschen genutzt werde, nur noch unzureichend die Bedürfnisse der Reisenden. Weder finden Radler genug Abstellmöglichkeiten für ihrer Räder, noch Autofahrer ausreichend Parkplätze.

Doch mit Hilfe der Gelder aus dem Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadtzentren“ und dem Investitionsprogramm zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs soll nun Abhilfe geschaffen werden. Geplant ist so ein überdachter Bushaltestellenbereich nördlich des Bahnhofes. Dafür müssen die jetzigen Fahrradstellplätze weichen. Die Zweiräder sollen zukünftig in einem zweigeschossigen Fahrradparkhaus untergebracht werden, das südlich des Bahnhofes entlang der S-Bahnböschung entstehen soll. Statt bisher 370 Fahrräder finden dann 1000 Platz. Schon im Herbst soll der erste Spatenstich erfolgen.

Man lege beim Bau wegen der „sozialen Kontrolle“ Wert auf eine transparente Optik des rund 80 Meter langen Gebäudes. „Farbe und Licht sind wichtig, damit auch keine Angsträume entstehen“, so Planer Siegfried Reibetanz. Trotzdem solle das Fahrradparkhaus „kein Klotz in der Stadt“ werden. Dafür werde ausreichend Struktur in der Außengestaltung sorgen.

Ähnliches gelte für das geplante Parkhaus in der Lindenstraße auf dem jetzigen Bus-Betriebshof der OVG. 350 Parkplätze sollen in dem 3 ½-geschossigen Bau entstehen. Überraschend habe das Land eine Förderung des Projektes schon für 2017/2018 in Aussicht, berichtete Baustadtrat Frank Oltersdorf. Um Kosten zu sparen, werde man auf einen Systemanbieter beim Bau zurückgreifen.

Hauptsorge der Zuhörer war, dass die Fußwege am Fahrradparkhaus zu schmal sein könnten. Ein Problem, für das auch die Planer keine Lösung haben. „Wir können die Bahn nicht wegschieben, der Platz ist begrenzt“, so Reibetanz. „Es muss gegenseitig Rücksicht genommen werden“, forderte Oltersdorf. Ansonsten kamen die Pläne, die auch eine Barrierefreiheit sowie ein Leitsystem für Touristen beinhalten, gut an. Wunsch aller bleibt zudem ein südlicher Zugang zur Bahn.

Von Ulrike Gawande

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Auto & Mobiles