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Verengung der Zeppelinstraße aufgeschoben

Potsdams Verkehrsplaner kommen nicht hinterher Verengung der Zeppelinstraße aufgeschoben

Die als Test angekündigte Einengung der Potsdamer Zeppelinstraße für bis zu sechs Monate wird frühestens im kommenden Jahr stattfinden. SPD-Fraktionschef Mike Schubert erklärte am Montag, der Test sei nur sinnvoll, wenn die beschlossenen Begleitmaßnahmen abgesichert seien. Laut der Bauverwaltung ist das in diesem Jahr aber nicht mehr zu schaffen.

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Berufsverkehr in der Zeppelinstraße

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam/Umland. Die als Modellversuch angekündigte Einengung der Zeppelinstraße zur Reduzierung der Luftschadstoffbelastung wird wohl nicht mehr in diesem Jahr stattfinden. SPD-Fraktionschef Mike Schubert sagte am Montag auf MAZ-Anfrage: Das Begleitpaket unter anderem mit alternativen Angeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs sei „Voraussetzung für den Versuch“. Eine „Einschränkung des Individualverkehrs ohne Alternativen würde das Problem nicht lösen“, so der Fraktionsvorsitzende, der sich gegenüber MAZ zugleich im Namen der von SPD, Grünen sowie CDU/ANW gebildeten Rathauskooperation äußerte.

Er bekräftigte auf Nachfrage, dass zu den Maßnahmen auch die extra Busspur zwischen Potsdam und Geltow zähle, auf der Linienbusse am Verkehrsstau vorbei manövrieren sollen.

Stadtplanungschef Andreas Goetzmann hatte in der vergangenen Woche im Hauptausschuss bekannt gegeben, dass mit der extra Busspur und der Taktverdichtung der Buslinien 631 und 580 wichtige Begleitmaßnahmen des Modellversuchs noch nicht geklärt seien. Zur Taktverdichtung liefen nach seinen Angaben Gespräche. Zum Ausbau der Busspur zwischen Potsdam und Geltow aber sind weder Zuständigkeiten noch Finanzierung klar. Optimismus bekundete Goetzmann in Sachen Busspur lediglich beim Potsdamer Stadtgebiet: „Wir sind der Überzeugung, dass es noch in diesem Jahr gelingen kann, die bestehende Busspur zwischen dem Ortseingang Potsdam und Pirschheide zu verlängern.“

Nach dem von der Rathauskooperation initiierten Beschluss sollte der mit diversen Maßnahmen flankierte Modellversuch mit einer Laufzeit von drei bis sechs Monaten im Frühjahr oder Sommer 2016 laufen. Nach den Äußerungen Goetzmanns kam Kritik der Linken, die vor einem „Verkehrsinfarkt“ warnten. CDU-Politiker sprachen von „totalem Verkehrschaos“, die Industrie- und Handelskammer erklärte, „keinesfalls“ dürfe „der zweite Schritt vor dem ersten getan werden“. Die Stadtverwaltung gab auf Nachfrage lediglich bekannt, Ende Februar würden die Rahmendaten des Modellversuchs feststehen.

Die Linken hatten bereits vor einigen Monaten beantragt, den Modellversuch auszusetzen, bis das komplette Paket an Begleitmaßnahmen abgesichert ist. Dieser Antrag wurde jedoch im Dezember zurückgestellt. Er kann damit jederzeit wieder auf die Tagesordnung kommen.

 

Von Volker Oelschläger

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