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Bekenntnis zur S-Bahn bis Stahnsdorf

Ministerium prüft Anbindung von Stahnsdorf Bekenntnis zur S-Bahn bis Stahnsdorf

Die S-Bahn und das Fahrrad spielten am Donnerstag die Hauptrollen bei einer Verkehrskonferenz in Kleinmachnow. Dort forderte der Kreistagsabgeordnete Gerhard Enser (CDU) die Kommunen der TKS-Region zu einem klaren, gemeinsamen Bekenntnis für eine Verlängerung der S-Bahn bis Stahnsdorf auf. Für das Projekt sind die Chancen gestiegen.

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Öfter mit dem Bus zum Ziel

Die Fahrgastzahlen am Teltower S-Bahnhof sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Ob die S-Bahn eines Tages bis Stahnsdorf fährt, könnte sich 2016 entscheiden.
 

Quelle: Christel Köster

Stahnsdorf/Teltow.  Der Kreistagsabgeordnete Gerhard Enser (CDU) hat die Kommunen der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf zu einem gemeinsamen Bekenntnis für die Verlängerung der S-Bahn bis Stahnsdorf aufgefordert. Die TKS-Region müsse ein klares Signal setzen, dass sie das Projekt will, sagte Enser am Rande einer Konferenz zum Thema „Nachhaltiger Verkehr“. Man müsse das Wichtigste zuerst tun, so der langjährige Stahnsdorfer Bürgermeister. Die S-Bahn-Verlängerung von Teltow bis Stahnsdorf sieht er als optimale Lösung für einen Anschluss der Region ans Schienennetz, die in einem überschaubaren Zeitraum umsetzbar wäre.

Die Chancen für das Projekt sind gestiegen. Brandenburgs Infrastrukturministerium prüft derzeit, ob weitere Kommunen ans S-Bahnnetz angebunden werden. Ergebnisse der Prüfung, bei der etwa Fahrgastpotenziale und Kosten eine Rolle spielen, sollen 2016 vorliegen. Die Ministerin will bereits im September Kommunen, die ans Netz wollen, zu einer ersten Runde einladen. Enser betonte bei der Konferenz, zu der die Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming nach Kleinmachnow geladen hatte, die ganze TKS-Region sei derzeit allein in Teltow an den Bahnverkehr angebunden.

Das Schienennetz mache ansonsten einen Bogen um die Region, in der 60 000 Menschen leben. „Wir brauchen einen zentralen Punkt in Stahnsdorf. Dort muss der S-Bahnanschluss geschaffen werden. Dann haben wir die ganze Region am Netz“, so Enser. Für den S-Bahnhof am Rande des Techno-Parkes müsse Stahnsdorf den Flächennutzungsplan ändern, um das Umfeld städtebaulich gestalten zu können. Benötigt werden etwa Park-and-Ride-Plätze. Die Zahl der Pendler ist stetig gewachsen. Enser rechnete vor: Wenn allein 2000 Pendler von Auto auf S-Bahn umsteigen, könnten jährlich 2310 Tonnen Kohlendioxid eingespart und Platz auf den Straßen geschaffen werden für jene, die ihn brauchen. Zur S-Bahn könnten viele auch mit Rad fahren. Überhaupt spielte das Fahrrad bei der Konferenz eine der Hauptrollen – als Verkehrsmittel der Zukunft. Vor allem beim Elektro-Bike als Ersatz fürs Auto oder den Zweitwagen sehen Fachleute großes Potenzial. Hier könne mit wenig Aufwand große Wirkung erzielt werden, sagte Herman Blümel von der Berliner Senatsverwaltung. Die Pendeldistanzen von Elektro-Bikes seien vier Mal so groß wie die herkömmlicher Räder.
 

Von Jens Steglich

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