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Weißer Wal im schwarzen Sand

US-Nascar-Rennen auf Motodrom Weißer Wal im schwarzen Sand

Pkw-Restauratoren von "Old Steal Customs" laden zu ihrem ersten historischen US-Nascar-Renne aufs Motodrom ein. In der Szene haben sich Oliver Voss und Daniel Kiekback mit dem 300 PS-starken "Weißen Wal" bereits einen Ruf erworben.

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Rennteam Oliver Voss und Daniel Kiekback mit Pokal.

Quelle: Claudia Bihler

Pritzwalk. Der 1959er Ford Fairlain, einem alten Nascar-Rennwagen nachempfunden und aufgebaut aus allem, was die Pritzwalker Werkstatt von "Old Steal Customs" so hergab, hat schon so manch kleinerem Rennwagen auf den Speedway-Sandpisten gezeigt, was grazile Wendigkeit sein kann. Nun geht der weiße Wal mit seinen 5,7 Litern Hubraum wieder auf die Rennstrecke - in diesem Fall in Ludwigslust. Diesmal allerdings sind Voss und Kiekback nicht nur als Teilnehmer dabei, sondern als Veranstalter und Organisatoren des ersten "Race of Heroes" auf dem Motodrom in Ludwigslust am 19. und 20. Juni, also am nächsten Wochenende.

"Wir hätten es ja gerne hier ausgerichtet", meint Vossi, "aber wir brauchen dafür natürlich eine Rennstrecke, die es in Pritzwalk ja nicht gibt." Die Szene der Liebhaber historischer und PS-starker US-Rennwagen werde immer größer, begründet Kiekback die Initiative, "vor allem in Norddeutschland." Angelehnt an die Nascar-Rennen in amerikanischen Südstaaten in den 1940er- und 50er Jahren soll auch das "Rennen der Helden" in Ludwigslust sein. "Dabei geht es um nichts, außer um Ruhm und Ehre", sagen die beiden und fügen nicht ganz ernstgemeint hinzu: "Höchstens darum, dass man an dem Abend auf das schönste Mädchen im Petticoat hoffen kann." Petticoats sind ausdrücklich erwünscht, denn auch das Rahmenprogramm soll ganz "50er Jahre" sein: Fahrer von amerikanischen Autos bis Baujahr 1959 dürfen aufs Gelände, jüngere Fahrzeuge müssen draußen geparkt werden.

Bereits am Freitag ab 12 Uhr können Fahrer und Zuschauer anreisen und ihr Camp auf dem Gelände aufschlagen. Trainingsrunden sind an diesem Tag bis 18 Uhr auf der ovalen 800-Meter-Strecke möglich, Samstag von zehn bis zwölf Uhr ebenfalls: "Die Fahrer müssen sich mit der Bahn bekannt machen, sonst dürfen sie am Rennen nicht teilnehmen." Erforderlich ist zudem ein Technikcheck für Fahrwerk, Fahrerkäfig, Sicherheit. Denn auch, wenn es dabei vor allem ums fahrerische Können bei 140, 150 km/h geht: "Fremdberührung kann nicht ausgeschlossen werden und ist dann auch ok." Die beiden Organisatoren versprechen: "Da werden einige Rennwagen mit Geschichte zu sehen sein." Nach den Qualifizierungsrunden geht es ins Finale, das voraussichtlich gegen 18 Uhr beendet ist.

Für Fahrer und Zuschauer gibt es an beiden Abenden ein RahmenProgramm: punkiger Rock´n´ Roll am Freitagabend mit "The Egypthian Gaylovers", am Samstag mit "The Torpedosuckers" und "The Boogie Beat Busters". Zwischendrin starten zwei Fahrzeuge auf der kleinen Bahn zum Flutlichtrennen. Der Eintritt kostet 15 Euro am Samstag, 20 Euro fürs Wochenende. "Und wir suchen noch Streckenposten", sagt Oliver Voss: "Wer Lust hat, ruft mich über 0174/7 43 92 13 an."

Wird das Rennen ein Erfolg, wollen die Nascar-Racer - unter anderem auch aus Lübbenau und Pritzwalk - künftig eine ganze Rennserie organisieren: "Um dann einen Gesamtsieger der Rennsaison auszufahren."

Von Claudia Bihler

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