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129 Tierarten in der Biosphäre Potsdam

Tierzählung 129 Tierarten in der Biosphäre Potsdam

Alle Jahre wieder präsentiert die Belegschaft der Potsdamer Biosphäre kurz vor dem Jahreswechsel das Ergebnis einer umfassenden Tierinventur. Ergebnis der Bilanz für 2015: 129 Tierarten leben aktuell in der Biosphäre, eine weniger als vor einem Jahr.

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Tierpfleger Hans Hopp mit einem Jemenchamäleon.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Der Rückbau der Wüstenabteilung hat der Tierwelt in der Potsdamer Biosphärenhalle einen leichten Artenrückgang beschert. 13 Arten verschwanden, darunter die Wüstenagame, der Rollschwanzleguan und die Vierzehenschildkröte. Geblieben sind in der Wüstenwelt nur noch Bartagame, Braune Schildechse, Ägyptische Stachelmaus und Mongolische Wüstenrennmaus.

Königspython

Königspython.

Quelle: Julian Stähle

Dafür kamen in der Tropenhalle, in Aquarien und Teichen zwölf neue Arten hinzu. So flattern neben 20 anderen Vogelarten nun auch die Große Bronzetaube, die Chinesische Zwergwachtel, der Ziegensittich und der Diamantfasan. Bei den Lurchen ist neuerdings auch der Amerikanische Goldfrosch zu bestaunen.

Für das Salzwasserbecken ist mit Sternfleckmuräne, Mandarinfisch, Schwanzfleck- und Rotschwanzblenni, Clown-Zwergleierfisch, Braunstreifensandgrundel und Gelbkopf-Lippfisch sogar ein ganzer Schwarm an Neuankömmlingen zu vermelden.

Weißkehl-Doktorfisch

Weißkehl-Doktorfisch.

Quelle: Julian Stähle

Bekannt gegeben wurden die Zu- und Abgänge am Dienstag mit den Ergebnissen der alljährlichen Tierzählung in der Halle. 129 Arten gibt es insgesamt, die Anzahl der Tiere ist mit 3000 allerdings grob geschätzt, wie die Marketingchefin der Biosphäre, Daniela Kobelt, einräumt.

Tropenparadies auf Zeit

Die Biosphärenhalle am Eingang des Volksparks auf dem Bornstedter Feld wurde für die Bundesgartenschau 2001 gebaut. Als Bedingung für die rund 21,5 Millionen Euro Investitionsförderung musste sich die Stadt verpflichten, die Halle bis 2017 als touristische Einrichtung zu führen.

Zwar ging man anfangs davon aus, dass die Tropenwelt sich selbst finanzieren könnte. Doch war ein Irrtum. Pro Jahr wird der Betrieb der Halle mit ihren konstant 26 Grad Celsius Raumtemperatur von der Stadt mit 1,5 Millionen Euro subventioniert.

Nach dem Aus eines privaten Betreibers übernahm die städtische Bauholding Pro Potsdam die Halle. Die Suche nach einem weiteren privaten Betreiber blieb ergebnislos. Nach dem Ablauf der Zweckbindung im Jahr 2018 soll es einen Neuanfang geben.

A ls sicher gilt, dass die kostspielige Tropenwelt aufgegeben wird. Wunschvariante der Stadt ist der Einbau einer Gesamtschule entweder in Eigenregie oder durch einen privaten Betreiber. Im Hauptausschuss soll es am 6. Januar einen Zwischenbericht zum weiteren Vorgehen geben.

So weiß man zwar, dass es in der Halle sieben Große Madagaskar Taggeckos gibt. Die Anzahl der Guppys aber wird in der Inventurliste nur noch mit „viele“ angegeben; bei Insekten wie der Samtschrecke oder dem Wandelnden Ast blieb das Feld mit der Anzahl einfach leer.

Von Volker Oelschläger

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