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2016 Einzug ins Petzower Herrenhaus

Keine Genehmigung für weitere Reihenhäuser 2016 Einzug ins Petzower Herrenhaus

Nach jahrelangem Leerstand und umfangreicher Sanierung in den vergangenen Monaten werden im nächsten Jahr die ersten von insgesamt 35 Mietern in das Schloss Petzow einziehen. Das Herrenhaus am Schwielowsee wollte der umstrittene Vorbesitzer Axel Hilpert ursprünglich zu einem Vier-Sterne-Hotel umbauen.

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Investor Alexander Gottschald hofft auf eine weitere Baugenehmigung für Reihenhäuser im Innenhof des Schlosses.

Quelle: Köster

Werder. Wo bis 1946 die Familie von Kähne in Petzow ihr Rittergut führte, nach der Wende eigentlich ein luxuriöses Hotel geplant war, entstehen gegenwärtig 35 Wohnungen. „Im nächsten Jahr können die ersten Mieter in die Wohnungen zwischen 40 bis 125 Quadratmeter einziehen“, sagt Alexander Gottschald, Geschäftsführer der G+G Bauträger GmbH in Potsdam. Die Gesellschaft hatte 2012 das sanierungsbedürftige Schloss am Schwielowsee für annähernd zwei Millionen Euro gekauft.

Während am historischen Herrenhaus und am Anbau mit sechs Reihenhäusern gearbeitet werden kann, hat der Landkreis Potsdam-Mittelmark der Potsdamer Gesellschaft die Baugenehmigung für weitere sieben Reihenhäuser im Innenhof verweigert. „Von Seiten der Denkmalpflege und der Umweltbehörde gab es aber keine Bedenken“, sagt Gottschald. Die Baubehörde des Kreises begründet die Absage damit, dass der zweite Bau im Außenbereich liege und durch die geplanten sieben Reihenhäuser die Landschaft zersiedelt werde.

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Darüber hinaus hat laut Gottschald auch die Stadt Werder kein grünes Licht gegeben. „Konnten wir auch nicht“, sagt Werders Vizebürgermeister Christian Große (CDU) auf Nachfrage der MAZ. „Für die sieben Reihenhäuser ist ein Bebauungsplan erforderlich.“ Doch der muss erst aufgestellt werden und von den Stadtverordneten beschlossen werden. Das Verfahren kann sich über ein Jahr hinziehen. Eine Baugenehmigung scheint vor 2017 nicht in Sicht.

Mit diesem Widerstand und Nachforderungen zum zweiten Bauvorhaben hatte die Baugesellschaft nicht gerechnet. Sie will am Standort insgesamt acht Millionen Euro investieren. Im Anschluss an das Herrenhaus und den Anbau will der neue Eigentümer des Schlossgartens, Klaus Kosakowski, die Anlage neu gestalten, nach historischem Vorbild bepflanzen und auch die Gutsmauer erhalten. In der ehemaligen Dorfschule am Schloss will er ein Café einrichten.

Ursprünglich wollte der Vorbesitzer des Schlosses , der umstrittene Unternehmer Axel Hilpert, Bauherr des Resorts Schwielowsee, aus dem Herrenhaus ein Luxushotel machen. Doch er scheiterte an der Finanzierung und musste sich dann vor dem Landgericht dem Vorwurf des Fördermittelbetrugs beim Bau des Resorts Schwielowsee stellen. Zwar hat das Landgericht den Unternehmer zu einer Haftstrafe verurteilt, doch nach einer Revision Hilperts, ist das Urteil nicht rechtskräftig. Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes steht aus.

Von Regine Greiner

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