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Anwohner in Kienwerder bieten Kompromiss

Ärger in Güterfelder Siedlung über Straßenreparatur Anwohner in Kienwerder bieten Kompromiss

Anders als in anderen Orten sind die Anwohner der Straße Am Wiesengrund in Kienwerder nicht über die Sanierung ihrer Straße erfreut. Nach der Reparatur ist sie noch gefährlicher für Fußgänger geworden. Die Anlieger haben ihre Eigeninitiative bei der Ausbesserung des Straßenrandes angeboten. Doch das will die Gemeinde ihnen nicht allein überlassen.

Kienwerder, Am Wiesengrund 52.3767052 13.190487
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Mulden und Poller in Kienwerder gefährden Fußgänger und vor allem Kinder, sagen die Anwohner.

Quelle: Privat

Kienwerder. Eigentlich hatte es die Gemeindeverwaltung Stahnsdorf nur gut gemeint, als sie die Oberfläche der Straße Am Wiesengrund in der Güterfelder Siedlung Kienwerder im Sommer des vorigen Jahres mit sogenanntem Spritzasphalt überziehen ließ. Anwohner hatten sich beschwert, dass das Wasser von der abgenutzten Straße auf ihre Grundstücke lief. Eine Regenentwässerung hatten die DDR-Bauleute nicht angelegt, als sie vor der Wende das 550 Meter lange Stück zwischen den Straßen Am Kienwerder und Heidkamp mit einfachen Mitteln ausbauten. Da der Kanal fehlte, wollte Stahnsdorf das Straßenwasser in Mulden am Fahrbahnrand versickern lassen. Damit niemand die Mulden überfahren kann, hatte die Verwaltung Poller aufstellen lassen.

Mulden und Poller ärgern jetzt aber wiederum andere Anwohner in dem Bereich. „Mit Entsetzen“ hätten diese die Straßenreparatur und die Umgestaltung der Grünstreifen vor ihren Häusern verfolgt, schrieb unlängst Günter Mielke an Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger). 14 von 17 Nachbarn haben Mielkes Brief mit unterschrieben. Vom unschönen Bild einmal abgesehen, gefährde die sanierte Straße nun Fußgänger, vor allem Kinder, die wegen der Mulden und Poller nur schlecht dem Straßenverkehr ausweichen könnten. Außerdem würden die Senken eine Grünpflege vor den Häusern verhindern, so Mielke. Der Winterdienst könne den Schnee nicht wegräumen, ohne damit die Grundstückseinfahrten zu blockieren.

Güterfeldes Ortsvorsteher Dietrich Huckshold („Wir Vier“) erfuhr von der Baumaßnahme erst, als Kienwerderaner ihn anriefen, weil plötzlich die Baufahrzeuge in der Straße standen. Kein Ortsbeirat, kein Bauausschuss und keine Gemeindevertretung hätten davon gewusst, sagt er. Die Reparatur sei „aus der hohlen Hand“ erfolgt, obwohl es für Güterfelde ein Straßenausbauprogramm gibt. Wie viel die Reparatur gekostet hat, habe ihm die Verwaltung nicht gesagt. Um schnell Abhilfe zu schaffen, habe er finanzielle Mittel genommen, die im Gemeindehaushalt für Straßeninstandsetzungen vorgehalten werden, verteidigt sich Albers. Die Straße Am Wiesengrund sei nur repariert und nicht grundhaft ausgebaut worden, wofür ein Gemeinderatsbeschluss erforderlich gewesen wäre.

Die 14 Anlieger bieten dem Bürgermeister an, in Eigeninitiative und mit seinem Einverständnis die Mulden so abzuflachen, dass das Wasser trotzdem von der Straße abfließen kann und eine Rasenpflege dennoch möglich ist. Die Poller sollen wieder eingesammelt und zur Abholung durch die Gemeinde bereitgelegt werden. Auch das anliegende Kinderdorf Kienwerder würde die Aktion unterstützen. Bürgermeister Albers hat den Anwohnern zugesagt, sich vor Ort mit ihnen zu treffen und über geeignete Maßnahmen zu beraten. Den Anwohnern allein überlassen will er eine mögliche Korrektur nicht. „Wir haben eine Verkehrssicherungspflicht für die Straßen in unserer Gemeinde“, erklärt Albers.

Von Heinz Helwig

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