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Anwohner wollen neue Häuser verhindern

Brache in Hohennauen Anwohner wollen neue Häuser verhindern

Eigentlich ist es eine gute Nachricht, wenn junge Familien in ein Dorf ziehen wollen. Aber nicht so in Hohennauen: Hier wollen Anwohner verhindern, dass eine Brache zu Bauland umgewandelt wird. Sie befürchten, dass sie sich an den Kosten der Erschließung beteiligen müssen.

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Im Bereich Feldweg/Wiesenweg in Hohennauen soll auf dem noch landwirtschaftlich genutzten „Kasernenschlag“ Bauland werden.

Quelle: N. Stein

Hohennauen. Entlang der Straße am See in Hohennauen wurden in den letzten Jahren Häuser gebaut. So hat Hohennauen ein neues kleines Wohngebiet mit 15 Grundstücken bekommen. Der Bedarf nach Bauland ist damit aber noch längst nicht gedeckt. Bei der Gemeinde haben weitere Interessenten angefragt, ob die Chance besteht in Hohennauen ein Haus bauen zu können.

Die Gemeinde ihrerseits ist ebenfalls interessiert. Häuser bauen zumeist Familien mit Kindern – genau solche neuen Anwohner sind wichtig für die Zukunft eines Dorfes. Daher würde die Gemeinde gerne weiteres Bauland zur Verfügung stellen. Die Möglichkeit, Bauland zu schaffen, sieht die Gemeinde auf dem „Kasernenschlag“ am Ortsrand.

Derzeit mit Wintergetreide bestellt

Der „Kasernenschlag“ am Feldweg und Wiesenweg ist eine landwirtschaftlich genutzte Fläche, die derzeit mit Wintergetreide bestellt ist. „Kasernenschlag“ wird die Ackerfläche von den Einwohnern und Landwirten genannt, weil früher in unmittelbarer Nähe Erntehelfer (Schnitter) in einer Kaserne wohnten.

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Ob aus der Ackerfläche Bauland wird, ist allerdings noch ungewiss. „Eine Planung zur Bebauung ist vorgesehen“, erklärte Amtsdirektor Jens Aasmann auf einer Gemeindevertretersitzung. Die Landesplanung lasse eine solche Entwicklung zu. Aasmann wollte den Abgeordneten der Gemeinde Seeblick eigentlich auch schon eine Vorplanung vorlegen. Doch bei der Boden- und Grundstücksverwertungsgesellschaft ist man noch nicht soweit.

Die BVVG ist Eigentümerin der Fläche. Die Gemeinde wollte die Fläche eigentlich kaufen und mit einer auf das Vorhaben bezogenen Planung aus dem Ackerland Bauland machen. Ihr Ansinnen hat dazu geführt, dass die BVVG nun selbst planerisch tätig geworden ist, um den „Kasernenschlag“ für eine Wohnbebauung zu vermarkten. Wie viele Baugrundstücke es sein werden, steht noch nicht. Groß genug wäre der „Kasernenschlag“ für etwa 15 Baugrundstücke. Von einer solchen Größe geht der Rhinower Amtsdirektor jedoch nicht aus. Er, Aasmann, rechne lediglich mit Baugrundstücken im vorderen Bereich vom Wiesenweg und Feldweg.

Anwohner befürchten Mehrkosten

Unabhängig von Größe und Anzahl der Grundstücke machten Anwohner der Gemeindevertretung ihre Ablehnung deutlich, zu dem Vorhaben, das noch in den „Kinderschuhen“ steckt. Sie befürchten finanzielle Belastungen durch einen mit dem Vorhaben. Grund dafür ist, dass möglicherweise notwendig ist, Straßen auszubauen und weiterere Infrastruktur eingerichtet werden müsste. Bedenken hat auch Hagen Roßmann. „Wir sollten uns die Sache mit dem ‚Kasernenschlag’ genau überlegen“, sagte der Gemeindevertreter. Jens Aasmann verwies auf das einzuleitende Planungsverfahren durch den Vorhabensträger, bei dem auch eine öffentliche Beteiligung geplant ist.

Von Norbert Stein

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