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See-Carré in Falkensee verzögert sich

Warten auf die Baugenehmigung See-Carré in Falkensee verzögert sich

Um mindestens ein halbes Jahr verzögert sich der Bau des neuen Falkenseer Einkaufszentrums. Die Investoren hatten ihren Bauantrag nicht auf die gültigen Brandschutzbestimmungenausgerichtet und mussten das anpassen. Mit einer Baugenehmigung wird nun in den nächsten Tagen gerechnet.

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Hier geht es voran: Die Verlängerung der Panzerstraße hat begonnen.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses begann mit einer Schweigeminute für Heiko Balzer. Der Amtsleiter des Falkenseer Stadtplanungsamtes war am Wochenende im Alter von 49 Jahren nach einer schweren Krebserkrankung gestorben.

Mit dem beruflichen Wechsel eines weiteren Mitarbeiters aus dem Amt müssen dort jetzt zwei Planstellen schnell neu besetzt werden, um die anwachsenden Aufgaben zu bewältigen. Mit einigen dieser Aufgaben haben sich die Ausschussmitglieder am Montagabend befasst.

Gleich zu Beginn ging es um das geplante Einkaufszentrum See-Carré, dessen Errichtung sich verzögert. Ingo Seidemann, Geschäftsführer der Projektentwickler S&G Development GmbH, berichtete vom aktuellen Stand. Eigentlich sollte auf dem Areal an der Dallgower Straße schon gebaut werden, am 23. März war ein Bauantrag gestellt worden, bis heute liegt jedoch keine Baugenehmigung vor.

Als Grund nannte Seidemann die Brandschutzauflagen: Seine Firma habe sich bei der Antragstellung auf die in zwei Jahren in Kraft tretenden Richtlinien bezogen, die Behörde wolle jedoch im Antrag den Bezug auf die aktuelle Brandschutzordnung. So musste der Antrag redaktionell angepasst werden, sagte Seidemann und hofft auf die Baugenehmigung in den nächsten Tagen. Dann sei es jedoch zu spät, noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen, der solle dann erst nach der Winterpause starten. „Eine Eröffnung wird dann im Oktober 2017 angesteuert“, sagte er.

Die Verzögerungen wirken sich auch auf den Terminplan der geplanten Straßenbaumaßnahmen aus. Der Investor hat sich verpflichtet, zwei Kreisel zu bauen, das soll nun im Sommer 2016 an der Kreuzung Potsdamer Straße/Schwartzkopffstraße und im Frühjahr 2017 an der Kreuzung Dallgower Straße/Schwartzkopffstraße geschehen.

Gerüchten, wonach der Bau wegen des Absprungs eines Hauptmieters später oder gar nicht käme, trat der Geschäftsführer entgegen: „Falkensee ist ein großes Projekt, das uns fordert und Spaß macht.“

Auch wenn sich der Bau der beiden Kreisverkehre verzögert, soll das nicht das Fortschreiben des Falkenseer Verkehrsentwicklungsplanes beeinflussen. Dem wurde nach einigen Jahren Ruhepause jetzt wieder Leben eingehaucht. Auf Antrag der Grünen waren dafür 70 000 Euro in den Stadthaushalt eingeplant worden, das Geld reicht nicht, man befinde sich schon im sechsstelligen Bereich.

Michael Schreiber vom Berliner Büro LK. Argus informierte: Am 7. Juli hatte es in Falkensee eine aufwendige Verkehrszählung gegeben, vor allem um den Durchgangsverkehr, den Quell- und Zielverkehr zu analysieren. 100  000 Fahrzeuge waren an 13 Messpunkten erfasst worden, die Kennzeichen werden nun ausgewertet. Dass dabei an der Landesstraße L  20 nicht gemessen worden war, wurde von den Abgeordneten stark kritisiert. Schreiber meinte, die Auswertung der anderen Messpunkte ließe verlässliche Aussagen zum Benutzen dieser Ausfallstraße zu.

Konkrete Auswertungsergebnisse konnte Schreiber am Montag noch nicht vorstellen, dafür aber konkrete Maßnahmen, wie es mit der Bürgerbeteiligung weitergehen soll: Für den 15. Oktober ist eine Auftakt-Informationsveranstaltung geplant, vorbereitet wird ein Online-Dialog über das Internet (www.falkense-bewegt-sich.de). Der Ausschussvorsitzende Hans-Peter Pohl (CDU) sah in der Frage noch ausführlichen Diskussionsbedarf und wollte das ganze Thema auf die nächste Beratung verschieben. Vom ewigen Verschieben hatte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) offensichtlich die Nase voll. Er appellierte: „Nicht immer nur über Bürgerbeteiligung reden und verschieben. Lassen Sie uns endlich beginnen.“ Dem stimmten dann alle Ausschussmitglieder bis auf Pohl zu.

Von Marlies Schnaibel

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