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Ausstellung im Turmaufgang geplant

Ideen für die Pritzwalker Tuchfabrik Ausstellung im Turmaufgang geplant

Der künftige Aufgang zum Aussichtsturm in der ehemaligen Pritzwalker Tuchfabrik soll große Ausstellungsflächen bieten. Bei deren Gestaltung sind auch die Bürger der Dömnitzstadt gefragt, betonen Dietmar Sachs von der Stadtverwaltung und Wolfgang Simon, Vorsitzender der Gesellschaft für Heimatgeschichte.

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Von diesem Turm aus bietet sich ein wunderbarer Rundblick über Pritzwalk.

Pritzwalk. Wer später das geplante Regionalmuseum in der ehemaligen Pritzwalker Tuchfabrik besucht, soll – im wahrsten Sinne des Wortes – einen guten Überblick über die Dömnitzstadt bekommen. Der Aussichtsturm im alten Industriekomplex wird umgebaut. „Wir wollen damit einen Punkt setzen, der die Attraktivität des Museums erhöht“, erklärte dazu Dietmar Sachs, Geschäftsbereichsleiter bei der Stadtverwaltung Pritzwalk. Wie genau das aussehen soll, ist erst jetzt amtlich. Gerade hat die Stadt als Bauträger die Baugenehmigung erhalten, sagt Sachs, der das Projekt Tuchfabrik betreut.

An der Giebelseite des künftigen Regionalmuseums befindet sich, direkt angrenzend an den Turm, ein zwei bis drei Meter breiter Schacht mit extrem dicken Mauern. „Hier waren zur Zeit der Dampfmaschinen die Transmissionsriemen untergebracht“, sagt Sachs. „Die ersten Dampfmaschinen hatten den Gebrüdern Draeger den Start in die industrielle Tuchproduktion in Pritzwalk ermöglicht“, erklärte Wolfgang Simon, der Vorsitzende der Gesellschaft für Heimatgeschichte Pritz­walk, die später Träger des Museums werden soll.

Lichtdurchflutet

Lichtdurchflutet: Das Treppenhaus soll erhalten werden.

Quelle: Vogel

Dieses soll laut Sachs mit dem Turm verbunden werden. Alle bautechnischen Fragen seien nun geklärt, ältere Ideen verworfen. „Anfang des Jahres haben wir mit der Entkernung des Schachtes begonnen“, sagt er. Geplant ist nun, über einen Zugang im Erdgeschoss des Museums in das künftige Treppenhaus des Turmes zu gelangen. Über neun Treppen können die Besucher dann nicht nur die nächste Ausstellungsebene des Museums, sondern auch die Plattform auf dem Turm erreichen. „Sie muss aber erneuert werden“, so Sachs. Das letzte Stück führt über eine kleine Wendeltreppe zwischen die Zinnen, die – wie Simon findet – ein bisschen an einen Burgturm erinnert. Die Plattform bietet dann einen wunderbaren Ausblick auf die gesamte Stadt.

Dank der Länge des Schachtes, die sich fast über die gesamte Breite des Gebäudes zieht, entstehen auf den Etagen Podeste, die sich über die gesamte Breite hinziehen. So entstehen zusätzliche Ausstellungsflächen. Und die sollen gut genutzt werden, sind sich Sachs und Simon einig. Erste Ideen gibt es dazu bereits. Der Weg zur Aussicht über die Stadt könnte gleichermaßen ein Weg durch die Stadtgeschichte werden. Dabei könnte das Video helfen, das bei der 750-Jahr-Feier der Stadt gedreht wurde. „Rolf Rehberg hatte damals die Themenfelder für den Festumzug vorgegeben und die Pritzwalker hatten sich entsprechend kostümiert“, erklärt Simon. Diese Bilder könnten den Besucher auf dem Weg nach oben begleiten – von der Germanenzeit bis jetzt. „Man kann die Bilder auch einzeln vergrößern und an die Wände bringen“, so der Vereinsvorsitzende. So könnten lebensgroße Fotos, auf denen sich die Bürger selbst erkennen, angebracht werden. Simon kann sich aber auch vorstellen, dass historische Stiche – zum Beispiel das Perleberger Tor – die Flächen zieren werden. Offen ist bei allen Überlegungen noch, wie die Wände selbst gestaltet werden sollen, sagt Sachs. „Wollen wir sie weiß und glatt, wollen wir eine Ziegelmauer?“ Nicht zuletzt habe der Denkmalschutz dabei mitzureden. Ende 2017 könnte der Turm begehbar sein.

Simon und Sachs betonen, dass die Ideen nur Vorschläge sind. Sie hoffen, dass auch Pritzwalker bei der Turmgestaltung mitwirken. „Jeder Bürger soll das Gefühl haben: Das ist mein Turm.“

Von Beate Vogel

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