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Ein Badeschiff auf dem Krampnitzsee?

Ideen für neues Potsdamer Wohngebiet Ein Badeschiff auf dem Krampnitzsee?

Überraschende Einblicke in das geplante Wohnviertel in Krampnitz bietet eine Ausstellung, die jetzt in Bauverwaltung zu sehen ist. Neben dem Siegerentwurf eines Gestaltungswettbewerbs werden weitere Beiträge vorgestellt, die mit einzelnen Vorschlägen wie einem Punkthochhaus oder einem Badeschiff durchaus berücksichtigt werden könnten.

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Projektkoordinator Hubert Lakenbrink vor dem Siegerentwurf für Krampnitz.

Quelle: Jacqueline Schulz - meistermaedchen.de

Potsdam. Möglicherweise birgt der Nebenraum der Ausstellung von Wettbewerbsergebnissen des Gutachterverfahrens „Eingangsbereich ehemalige Kaserne Krampnitz“ markante Details des künftigen Stadtteils, über die später einmal zuerst gesprochen wird: Ein elf- bis zwölfgeschossiges Wohnhochhaus mit spektakulärem Rundblick über die Heide- und Seenlandschaft, ein Badeschiff auf dem Krampnitzsee, wie man es vom Ufer der Spree in Berlin-Treptow kennt.

Nach einer Erstpräsentation in den Räumen der Pro Potsdam sind die Entwürfe der fünf beteiligten Planungsbüros nun im Flur der Bauverwaltung in der Hegelallee zu sehen. Platz bekommt der Siegerentwurf des Architektenbüros Müller-Reimann, der nach Ansicht der Juroren vor allem mit seiner Verkehrslösung überzeugte. Wie berichtet, empfehlen die Berliner statt der bisher favorisierten Kreiselvariante einen Knick in der Bundesstraße 2 vor dem Haupteingang zum neuen Viertel. Ampeln und eine drei- bis vierspurige Straßenführung sollen den Verkehrsfluss sichern. Eine Bus- und Tramstation soll kombiniert mit einem kostenlosen Parkplatz für Entlastung sorgen.

Ergänzt wird der Eingangsbereich mit einem Einkaufszentrum für die knapp 4000 künftigen Bewohner. Kleinere Geschäfte seien aber auch an anderen Stellen in dem 150 Hektar großen Ortsteil möglich, so Hubert Lakenbrink, der Projektkoordinator für Krampnitz beim eigens gegründeten Entwicklungsträger, am Montag zur zweiten Eröffnung der Ausstellung. Das Eingangsgebäude der einstigen Wehrmachtskaserne mit dem markanten Turm soll laut Lakenbrink in der zehnjährigen Entwicklungsphase des Viertels als Vertriebsbüro genutzt werden, denkbar sei eine dauerhafte Dokumentation zur Geschichte des Standortes. Der 32 Meter hohe Turm bleibe als Landmarke, der denkbare Ausbau zum Aussichtspunkt sei nicht zu finanzieren.

Wie berichtet, sollen auch Vorschläge der Mitbewerber berücksichtigt werden. Bezug auf den Turm nahmen die Luxemburger Metropolitan Architecture Research Studios mit einem von Lakenbrink gelobten Wohnhochhaus in 200 Meter Entfernung. Das Badeschiff ist ein Vorschlag des Berliner Landschaftsarchitekten Stephan Haan. Die Einrichtung einer städtischen Badestelle schloss Lakenbrink aus, auch für wilden Badebetrieb sei der im Norden schlammige und flache Krampnitzsee ungeeignet.

Info Ausstellung in der Hegelallee 6-10, Haus 1, Foyer 2. Etage, bis 30. September, Mo-Fr 10-16 Uhr.

Von Volker Oelschläger

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