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Barrierefreie Wohnungen für Ältere

Demografischer Wandel auf dem Land Barrierefreie Wohnungen für Ältere

669 Wohnungen in 30 Ortschaften vermietet die Westhavelländische Service- und Immobiliengesellschaft. In den ländlichen Regionen rund um Rhinow, Nennhausen und Milower Land ist eine Neuvermietung häufig schwierig. Deshalb will das Unternehmen die Wohnungen für ältere Mieter umbauen.

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Wolfgang Walter, Geschäftsführer der Westhavelländischen Service- und Immobiliengesellschaft vor einem Wohnblock in der Straße der Jungend in Rhinow.

Quelle: Norbert Stein

Rhinow. Für ihren kommunalen Wohnungsbestand haben nach der Wende die Ämter Rhinow und Nennhausen sowie die heutige Gemeinde Milower Land die Wohnungsgesellschaft Westhavelland gegründet. Deren Tochtergesellschaft, der Westhavelländischen Service- und Immobiliengesellschaft (WSI), obliegt die Bewirtschaftung und Vermietung der in die Gesellschaft eingebrachten Häuser und Wohnblöcke. Insgesamt sind es derzeit 669 Wohnungen in 30 Ortschaften. Weitere 70 Wohnungen verwaltet die WSI für Gemeinden. „Im gesamten Land Brandenburg gibt es nur noch ein ähnlich ländlich strukturiertes Wohnungsunternehmen in der Uckermark“, erklärt WSI-Geschäftsführer Wolfgang Walter.

Machbarkeitsstudie wird erstellt

Die Modernisierung ihres Wohnungsbestandes hat die WSI 2001 abgeschlossen. Problem für die Zukunft ist nun aber die demografische Entwicklung mit immer weniger Menschen in den Dörfern. „Wir werden diese Entwicklung nicht stoppen“, meint Walter. Ziel sei es aber, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat, den Ämtern und Gemeinden dieser demografischen Entwicklung entgegenzuwirken.

In der Bereitstellung von geeigneten Wohnungen sowohl für ältere als auch für jüngere Mieter sieht Walter eine dafür wesentliche Voraussetzung. Derzeit lässt die WSI eine Machbarkeitsstudie erstellen, wie Wohnungen unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels für ältere Mieter umgestaltet werden könnten. Geprüft wird auch die Möglichkeit, für einige Wohneinheiten Fahrstühle zu errichten.

Neu vermietet werden Wohnungen nur noch ohne Türschwellen. Für ältere und behinderte Mieter hat die WSI auch schon Wohnungen umgestaltet. Diese Wohnungen haben barrierefreie Balkonzugänge, ebenerdige Duschen oder höhere Toilettenbecken bekommen. Wie die Umgestaltung vonstatten geht und welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung bestehen, berät die WSI zuvor mit den Mietern.

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Parterrewohnungen für ältere Mieter

Warum Walter individuelle Lösungen für besser hält, als den kompletten Umbau von Wohnaufgängen, erläutert er so: „Die älteren Mieter wollen zumeist in ihren Wohnungen bleiben“, sagt Walter. Beratungsgespräche bietet die WSI auch Angehörigen von pflegebedürftigen Mietern. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit Pflegeeinrichtungen und betreutes Wohnen sind für den Geschäftsführer weitere Möglichkeiten für ein altersgerechtes Wohnen in WSI-Häusern. Nicht zuletzt achtet die WSI drauf, frei werdende Parterrewohnungen vorzugsweise älteren Mietern anzubieten.

Neue Wohnungen zu bauen hat die WSI derzeit ebenso wenig vor wie den Rückbau von Wohnblöcken. Den Leerstand von derzeit durchschnittlich zwölf Prozent durch Rückbau zu minimieren, geht wirtschaftlich nicht, erklärt Walter. In allen Wohnblöcken wohnen Mieter und für den Rückbau im ländlichen Bereich gibt das Land auch keine Fördermittel. Zudem lasten auf den Wohnblöcken Altschulden und Modernisierungskredite.

Von Norbert Stein

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