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Bauboom und Stillstand

Falkensee ist die Stadt der Baustellen Bauboom und Stillstand

Falkensee ist eine Stadt der Baustellen – allerdings mit Verzögerungen und Warten auf Genehmigungen. Während es an der neuen Polizeiwache zügig vorangeht, ist das Tempo an der neuen Feuerwache etwas zurückgenommen worden.

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Die neue Polizeiwache in Falkensee nimmt Konturen an.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Dinh Tuan hat sich einen Arbeitsplatz im Schatten gesucht. Hier streicht er Rohre für das Wohn- und Geschäftshaus am Falkenseer Zank-Gericke-Weg. Der verbindet die Bahnhofstraße von Falkensee mit dem Parkplatz Scharenbergstraße und führt direkt zur Stadthalle. Das Haus mit der Aufschrift „Asia-Küche Tuan“ ist fast fertig, Dinh Tuan will es am 22. August eröffnen. Dafür schließt er den Asia-Imbiss an der Bahnhofstraße neben der Berliner Volksbank. „Wir haben mit der Familie, mit Freunden und mit deutschen Firmen gearbeitet“, erklärt er, gerade hat noch eine Falkenseer Sanitärfirma im Inneren des Hauses zu tun, außen müssen noch einige Steine verlegt werden.

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In Falkensee gehören kleine und große Baustellen zum Alltag. Die größte Baustelle ist dabei die der neuen Stadthalle gleich neben dem Haus Tuan. Von außen sieht der 16-Millionen-Euro-Bau fast fertig aus, innen ist jedoch noch einiges zu tun. Nach dem Schreck über abfallende Putzteile werden die Schäden nun ausgebessert. Dabei sind die Schäden wohl doch nicht so groß, wie zuerst befürchtet, sagt Bürgermeister Heiko Müller. „Außen liegen wir im Zeitplan, da wird bis September an den Anlagen fast alles fertig sein“, sagt er. Eine Ausnahme: Auf der Westseite wird mit der Fertigstellung noch gewartet, die Trasse wird für Baufahrzeuge freigehalten, die zur Europaschule wollen. Dort wird das Sport- und Freizeitareal mit Spielfeld, Kletterelementen, Laufbahn und Weitsprunganlage erneuert.

Derzeit sieht es im Bereich zwischen Schule und Bibliothek wüst aus: Sandberge türmen sich vor der Schule, das Gelände wird neu gestaltet und gepflastert. Bis zum Stadtfest am 5. September sollte der Bereich fertig sein, die Stadthalle selbst wird an einem Tag der offenen Tür für alle Besucher geöffnet.

Einige Verzögerungen gibt es auf einer anderen Großbaustelle in Falkensee: an der neuen Feuerwache hinter dem Rathaus. „Es wird weitergearbeitet, aber nicht ganz so schnell wir ursprünglich geplant“, sagt Bürgermeister Heiko Müller. Grund sind wiederholte und geänderte Ausschreibungen.“Wegen des Baubooms in Deutschland sind die Preise derart in die Höhe geschnellt, dass wir versuchen, mit kleineren Ausschreibungen mehr Firmen zu erreichen“, erklärt der Rathauschef. Allerdings ließen sich manche Lose - etwa Fenster und Wärme-Dämm-Verbundsystem – nicht lösen. „Ziel ist es, bis zum Winter das Dach auf dem Gebäude zu haben und mit dem Innenausbau beginnen zu können“, so Müller. Derzeit stehen zwei große Baukräne an der Marwitzer Straße, das Gebäude ist bereits in seinen Ausmaßen erkennbar.

Das wird auf der dritten Falkenseer Großbaustelle noch nicht ganz der Fall sein: In der Finkenkruger Straße entsteht eine neue Feuerwache, das Land investiert rund elf Millionen Euro. Nach der Grundsteinlegung Ende Mai wurde hier zügig gebaut, die Außenmauern der ersten Etage stehen bereits zu Teilen.

Keine Pause kennen auch die Bauarbeiter in der Coburger Straße: Die Wohnungsgenossenschaft Falkenhorst errichtet ein seniorengerechtes Haus mit 23 Wohnungen, auch hier stehen schon die ersten Außenmauern. Das 50 Jahre alte Appartmenthaus einige Meter weiter wird seit Frühjahr saniert, seit einigen Tagen ist es eingerüstet.

Aber Falkensee ist in diesen Tagen auch ein Ort der geplanten Baustellen. Mit Spannung schauen viele Falkenseer auf das angekündigte Einkaufszentrum See-Carré. Das Areal des ehemaligen Trafowerkes ist freigeräumt, jetzt wächst Gras über die Sache. Eine Baugenehmigung hat der Landkreis noch nicht erteilt. „Wir rechnen Mitte September damit“, sagte Ralf Bettges, Pressesprecher des Investors. Ebenfalls Mitte September wird mit der Baugenehmigung für das zweite Asylbewerberheim in Falkensee gerechnet, teilte Oliver Kratzsch, Pressesprecher des Landkreises Havelland, mit.

Von Marlies Schnaibel

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