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Sputendorfs Idylle wird fertig

Bauunternehmer reißt altes Obdachlosenheim ab und baut Mehrfamilienhäuser Sputendorfs Idylle wird fertig

Die Sputendorfer atmen auf. Endlich ist ein Investor bereit, den letzten Schandfleck des Dorfes am Ortseingang zu beseitigen und die Lücke mit Mehrfamilienhäusern zu bebauen. Ein Güterfelder Bauunternehmer will die Ruinen eines alten Obdachlosenheimes abreißen und den Sputendorfern obendrein einen öffentlichen Spielplatz anlegen.

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Sputendorf hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem attraktiven Wohnstandort entwickelt. Nun beseitigt ein Bauunternehmer auch am Ortseingang den letzten Schandfleck und baut neue Häuser.

Quelle: Heimatmuseum

Sputendorf. Die Sputendorfer werden demnächst endlich ihre letzte hässliche Altlast am Ortseingang ihres Dorfes los. Der Bauunternehmer Ulf Schrank, der im benachbarten Schenkenhorst wohnt und seinen Firmensitz in der Güterfelder Siedlung Kienwerder hat, kaufte Ende des vorigen Jahres das Grundstück, auf dem immer noch die verfallenden Ruinen des früheren Obdachlosenheimes stehen. Vor der Wende war das Ensemble in seinen besten Jahren das Kulturhaus des Volkseigenen Gutes (VEG) Genshagen. Nun sollen auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Gelände Mietwohnungen entstehen, die sich in die Umgebung einfügen, sagte Sputendorfs Ortsvorsteher Rolf-Denis Kupsch (Wir Vier) in der jüngsten Sitzung des Stahnsdorfer Bauausschusses am Dienstagabend.

Investor Schrank plant zunächst sechs Mehrfamilienhäuser mit jeweils vier Wohnungen darin. Die Quartiere im Erdgeschoss sollen barrierefrei und altersgerecht angelegt werden. Ansonsten sind auch junge Familien in den Häusern willkommen. Auf drängende Bitte des Ortsvorstehers Kupsch will der Bauunternehmer zwischen den Gebäuden einen Spielplatz anlegen, den die Sputendorfer sehnlichst vermissen und der von allen Kindern im Dorf genutzt werden soll.

„Wenn jetzt alles gut läuft, wollen wir im Oktober den Bauantrag einreichen“, sagt Schrank. Der Bauausschuss stimmte der Aufstellung eines Bebauungsplanes zu. Die endgültige Entscheidung liegt am 7. April bei den Stahnsdorfer Gemeindevertretern. Zum Jahresende könnte der Abriss der baufälligen Häuser beginnen. Ende 2017 sollten die ersten Neu-Sputendorfer in ihre Wohnungen einziehen, wünscht sich Schrank. Im Ort wär man froh, wenn wieder ein paar Kinder das Dorf beleben würden, erklärte Kupsch.

Um das gesamte Gebiet am Ortseingang städtebaulich entwickeln zu können, hatte sich der Ortschef bei den Berliner Stadtgütern, denen vorher das Areal gehörte, hartnäckig für einen Verkauf auch der beiden angrenzenden Grundstücke eingesetzt. Für die direkte Nachbarfläche hat Schrank bereits eine schriftliche Zusage der Stadtgüter. Bevor der Ankauf jedoch abgewickelt werden kann, muss er von verschiedenen politischen Gremien in Berlin abgesegnet werden. Außerdem muss die Gemeinde Stahnsdorf den Flächennutzungsplan an dieser Stelle ändern und die derzeit noch landwirtschaftlich genutzte Fläche als Wohnbauland festlegen. Für das dritte Grundstück gibt es ebenfalls schon einen Investor, mit dem der Ortsvorsteher gerade im Gespräch ist, um eine Abrundung des Gebietes zu erreichen.

„Ich wohne im Nachbarort Schenkenhorst und bin fast täglich an der Ruine vorbeigefahren. Gemeinsam mit Freunden, die mich besuchten, habe ich oft überlegt, was man aus dem Grundstück machen kann“, erläutert Ulf Schrank sein Engagement für die Beseitigung des Schandflecks.

Bauunternehmer erhielt den Zuschlag im Bieterverfahren

Das Obdachlosenheim war 2004 wegen der katastrophalen Unterbringung der damals 30 Bewohner von den Behörden geschlossen worden.

Bauunternehmer Ulf Schrank hatte den Zuschlag für das Grundstück 2015 nach einem Bieterverfahren erhalten.

Über die Bebaubarkeit der Nachbarfläche entscheidet die Kreisverwaltung, da Sputendorf keine eigene erforderliche Satzung zur Abgrenzung des Innen- und des Außenbereiches hat.

Von Heinz Helwig

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