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Bauverwaltung erkundet Wohnungsbedarf

Wohnen in Brandenburg Bauverwaltung erkundet Wohnungsbedarf

Wie tickt der Brandenburger bei der Suche nach einer neuen Wohnung? Der Frage will die Bauverwaltung der Stadt jetzt auf den Grund gehen und hat dafür an 2000 Haushalte, die in den zurückliegenden beiden Jahren nach Brandenburg zogen oder in der Stadt umzogen Fragebogen verschickt. Das Ergebnis soll eine repräsentative Wohnungsmarktstudie sein.

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Die Brandenburger Dominsel gehört zu den besten Brandenburger Wohnlagen.

Quelle: Robert Grahn

Brandenburg/H. Sanierte große Wohnungen in der Brandenburger Innenstadtlage sind Mangelware und die Mieten steigen. In den Außenbezirken von Brandenburg an der Havel stehen Wohnungen leer. Das sind Informationen, die jeder kennt. Aber wie tickt der Brandenburger bei der Suche nach einer neuen Wohnung? Der Frage will die Bauverwaltung der Stadt jetzt auf den Grund gehen.

„Wir sind bestrebt, ein attraktives und vielfältiges Wohnungsangebot für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen bereitzuhalten und dieses Angebot nachfrageorientiert weiterzuentwickeln“, sagt der Baubeigeordnete Michael Brandt (CDU). Doch die Datenlage, an der sich das Angebot in Zukunft ausrichten soll, ist mehr als dünn. Deshalb hat sich die Stadt jetzt externe Unterstützung geholt. Um die Meinung der Bürger zur aktuellen Wohnsituation und zu ihren Wohnwünschen zu berücksichtigen, werden aktuell 2000 Haushalte befragt, die allesamt innerhalb der zurückliegenden zwei Jahre in die Stadt gezogen oder innerhalb der Stadt umgezogen sind. Die betroffenen erhalten dieser Tage ein Schreiben und einen Fragebogen von Brandt, mit dem die Bürger helfen sollen, den derzeitigen und künftigen Wohnraumbedarf besser einschätzen zu können.

Attraktives und vielfältiges Wohnungsangebot

Die Ergebnisse der völlig anonymen Befragung werden in eine Wohnungsmarktstudie einfließen, mit der die Stadt das Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH (IfS) beauftragt hat.

Etwas Zeit sollte man schon einplanen, um den fünfseitigen Fragebogen zu beantworten. Doch das könnte sich lohnen, denn je mehr Rückmeldungen bis zum 16. März eingehen, desto mehr Befragungsergebnisse können in die Wohnungsmarktstudie einfließen können.

Gefragt wird unter anderem nach Angaben zur Wohnung, wie Ausstattung und Preis, aber auch nach den Umzugsgründen. So lassen sich beispielsweise Wanderungsbewegungen der Mieter zwischen den Brandenburger Orts- und Stadtteilen und deren Attraktivität für einzelne Altersgruppen analysieren. Die Fragen sind nach Komplexen sortiert und beginnen mit Fragen „Zu Ihrem Umzug nach Brandenburg an der Havel. Dann wird im Detail die „jetzige Wohnsituation abgefragt und auch mögliche Umzugsabsichten in näherer Zukunft werden erfragt. Mit der Größe der Wunschwohnung, dem Haushaltseinkommen, den zum Haushalt gehörenden Personen und den Ausstattungsmerkmalen der Wohnungen soll ein genaues Bild der Wohn- und Bedarfssituation in der Havelstadt ermittelt werden.

Fünfseitiger Fragebogen

Die Mitarbeiter der Brandenburger Stadtplanung erwarten sich von den Ergebnissen viele aufschlussreiche Rückschlüsse für die künftige Arbeit. Wiederholt war in den zurückliegenden Monaten in den Auswertungen der Mieter- und Wohneigentümer-Märkte in Potsdam und Berlin die Rede davon, dass Städte wie Brandenburg zunehmend attraktiver für Pendler werden, die zwar Arbeit in Berlin haben aber keinen passenden Wohnraum. Potentiellen „Neu-Brandenburgern“ will die Verwaltung ebenso ein auf sie zugeschnittenes Angebot machen können, wie den Bürgern der Stadt, die sich verändern wollen, weil beispielsweise die Kinder aus dem Haus sind oder sie die Vorzüge der guten Infrastruktur in der Innenstadt nutzen wollen..

Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt völlig anonym, Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich, versichert Brandt. Die Stadt hofft auf eine hohe Anzahl von Rückmeldungen bis zum 16.März 2016, damit die Befragungsergebnisse in die Wohnungsmarktstudie einfließen können. Je mehr Rückmeldungen zurückgesandt werden, desto besser kann der aktuelle und künftige Wohnraumbedarf eingeschätzt werden.

Von Benno Rougk

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