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Bienen als Gartenhelfer

Gärtner entdecken die Imkerei Bienen als Gartenhelfer

Obstbäume sind auf Bienen als Bestäuber angewiesen. Den Insekten machen jedoch Umweltprobleme zu schaffen, so dass sie auch in Brandenburg immer seltener werden. Deshalb werden manche Gärtner aktiv und betreiben selbst die Imkerei.

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Hobby-Imker bei der Arbeit.

Quelle: GMH

Potsdam. Der Imkerei haftete lange eine altbackene Note an. Inzwischen hat sich das allerdings geändert. Immer mehr junge Leute widmen sich der Bienenhaltung, häufig auch mitten in Städten. Häufig spielt dabei auch ein Engagement für die Umwelt eine Rolle. Denn Bienen sind wichtig für die Bestäubung der Pflanzen – und sie sind selten geworden. Umweltgifte und Parasiten machen den Insekten zu schaffen. Fliegen aber zu wenige Bienen, dann bleiben beispielsweise Obstbäume ohne Früchte.

„Ausreichend Imker und eine bienenfreundliche Umwelt sind von enormer Wichtigkeit, wenn man bedenkt, dass die Biene in Bezug auf ihre Wirtschaftsleistung das drittwichtigste Nutztier ist“, sagt der Staudengärtner Christoph Hokema, der die Imkerei in seiner Freizeit betreibt. Ohne die unglaubliche Bestäubungsleistung der friedliebenden Brummer würden die jährlichen Erntemengen bei vielen Obst- und Gemüsearten erheblich sinken. Bei Äpfeln beispielsweise könnten nur noch 37 Prozent der durchschnittlichen Mengen geerntet werden, bei Birnen sogar nur noch elf Prozent, so Hokema.

Er hofft, dass die derzeit wiedererwachte Begeisterung für die Honigbiene langfristig bei vielen Menschen zu einem gesteigerten Umweltbewusstsein und Interesse an der Natur führt. „Die Biene als Sympathieträger ist bestens geeignet, um Zusammenhänge in der Natur begreiflich zu machen.“

Auch Hilfen für Wildinsekten werden gebraucht, denn in den vergangenen Jahren sind neben der Honigbiene auch Wildbienen, Hummeln , Falter und viele andere Insekten in Bedrängnis geraten – sowohl durch einen zunehmenden Mangel an Nahrungspflanzen als auch aufgrund fehlender Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten. Wer der Honigbiene etwas Gutes tut, hilft also gleichzeitig auch vielen weiteren faszinierenden Lebewesen.

Von Ulrich Nettelstroth

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