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Biosphärenhalle wird zur Gesamtschule

Umbaupläne für Potsdams Tropenparadies Biosphärenhalle wird zur Gesamtschule

Die für die Bundesgartenschau 2001 errichtete Biosphärenhalle am Eingang des Potsdamer Volksparks soll 2018 zu einer Gesamtschule mit Sporthalle und Jugendfreizeiteinrichtung umgebaut werden. Die Suche nach alternativen Lösungen mit Hilfe privater Investoren verlief nach Mitteilung des Rathauses ergebnislos.

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Die Biosphärenhalle der Zukunft: Sportfeld und im Hintergrund Klassenzimmer auf Stelzen.

Quelle: Barkow/Leibinger

Potsdam. In die Biosphärenhalle am Bornstedter Feld wird nach 2017 wahrscheinlich eine Gesamtschule mit Sporthalle und Jugendfreizeiteinrichtung eingebaut. Von ursprünglich fünf Varianten zum weiteren Umgang mit dem Tropenparadies werde nur noch diese geprüft. Das gab Siegfried Weise, Leiter der Geschäftsstelle für Stadtentwicklung, am Mittwochabend im Hauptausschuss bekannt. Bis Anfang März sollen die Ergebnisse diverser Simulationen unter anderem zur Thermik vorliegen. Dann könnten die Stadtverordneten entscheiden.

Mit dem Umbau soll ein Erbe der Bundesgartenschau 2001 zu einem Ende gebracht werden, das sich für die Stadt entgegen ursprünglichen Erwartungen mit einem jährlichen Zuschussbedarf von 1,5 Millionen Euro als Fass ohne Boden erwies. Bis Ende 2017 bleibt die Biosphäre noch als Touristenattraktion geöffnet, weil das eine Bedingung für die 21,5 Millionen Euro Förderung von Bund und Land für den Bau der Halle war.

Nach einer ersten Machbarkeitsstudie zur Nachnutzung der Biosphäre wurden Anfang 2015 fünf Varianten vorgestellt. Drei davon wurden sofort verworfen: die mit überarbeitetem Konzept„modifizierte Tropenhalle“ sowie die als zweite Möglichkeit erwogene Einrichtung eines Sozialkomplexes mit Seniorenfreizeit-, Jugend- club und Kita aus Kostengründen, der Abbruch und Verkauf der Fläche schließlich, weil man den „Abriss eines mit öffentlichen Mitteln errichteten architektonisch bedeutenden Bauwerks“ ablehnt.

Vierte Variante war die Einrichtung einer Gesamtschule in städtischer Regie. Parallel zur Prüfung dieses Plans eröffnete die Stadt per Interessenbekundungsverfahren die Suche nach privaten Investoren, denen außer der Einrichtung von Großmärkten fast alle Nutzungsoptionen offen standen.

Das Schulkonzept

Die Schule in der Biosphärenhalle würde nach einer Anfang 2015 vorgestellten Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Barkow und Leibinger im Auftrag der Pro Potsdam als Haus ins Haus integriert.

Die Klassenzimmer aus Holz, Metall und Glas würden auf Stelzen im Raum stehen. Die Halle könnte ihren grünen Charakter behalten.

Der Bau würde jedoch von 180 auf 200 Meter verlängert, um im Bereich der heutigen Orangerie eine Dreifeld-Sporthalle unterbringen zu können.

Horst Müller-Zinsius, Chef der zuständigen städtischen Bauholding Pro Potsdam, sprach damals von einem „Königsweg“: Man solle „am Markt gucken, ob es bessere Ideen gibt. Wenn nicht, dann sollte man sich darauf verständigen, dass man für immer schweigt”.

Laut Weise kam von keinem der insgesamt 16 Interessenten, darunter auch ein privater Schulträger, ein für die Stadt akzeptables Angebot.

Von Volker Oelschläger

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