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Investor will Wohnbaufläche entwickeln

Eine neuer Stadtteil für Brieselang auf 30 Hektar Investor will Wohnbaufläche entwickeln

Das brachliegende Seiffert-Gelände nahe der Autobahn im Brieselanger Ortsteil Zeestow ist von einem Investor erworben worden. Der will das 30 Hektar große Areal innerhalb der nächsten zehn Jahre entwickeln. Für die Fläche gibt es einen rechtskräftigen Bebauungsplan von 1996, der nun aber geändert werden muss.

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Wo heute noch Wiese ist hinter der Grundschule, sollen schon bald Wohnhäuser entstehen.

Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke

Brieselang. Wenn es klappt, wäre es das größte derzeitige Wohnungsbauvorhaben im Havelland: Ein Investor interessiert sich dafür, das brachliegende, so genannte Seiffert- Gelände in Zeestow – zwischen Autobahn und Pappelweg, Landesstraße und Hauffstraße – zu entwickeln. 30 Hektar, die eigentlich schon lange bebaut sein sollten. Doch dazu kam es in den 90er-Jahren nicht mehr. So harrt der Bebauungsplan „Zeestow Nr. 1/5 92 Am Pappelweg“ seit 1996 seiner Umsetzung.

Jetzt will Edgar Gutsmann sich der Fläche annehmen. Der Steuerberater aus Düsseldorf hat Erfahrung auf diesem Gebiet. Ein Unternehmen aus seiner Familienfirmengruppe widmet sich dem Bereich Wohnungsbau. Aber auch für ihn ist diese Größenordnung nicht alltäglich. „Es ist eine Herausforderung, der wir uns gestellt haben“, sagt er. Jetzt sei man dabei, sich intensiv mit der Aufgabe auseinanderzusetzen.

Entwicklung dauert 10 Jahre

Gutsmann geht davon aus, dass die Entwicklung des Gebietes rund zehn Jahre in Anspruch nehmen wird. Er will aber den bestehenden B-Plan nicht eins zu eins umsetzen. Unter anderem sollen auf der Fläche hinter der Zeebra-Schule, auf der bislang Gewerbe geplant ist, Wohnhäuser entstehen. Generell will er sich auch noch nicht festlegen, wie viel Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. „Wir müssen schauen, wie der Bedarf ist. Wir sehen die Chance, dort lebenswertes Wohnen zu realisieren“, sagt Gutsmann, dessen Gesellschaften das Gelände bereits erworben haben, wie er sagte.

Angesichts der Dimension des Projektes sei es „nicht möglich, eine Einzelvermarktung durchzuführen“, so Gutsmann. Der Aufwand wäre zu groß. So will er auch größere Pakete von vielleicht jeweils 10 000 Quadratmeter an Bauträger abgeben. Mehrfamilienhäuser möchte er jedoch nach Möglichkeit im eigenen Bestand behalten. Deren Errichtung hänge aber auch von der Marktsituation ab, wo bei nach Auslaufen der Förderung zuletzt nicht viel auf dem Gebiet passiert sei. Gutsmann, sieht aber grundsätzlich gute Chancen für eine Vermarktung – auch angesichts der Situation in Berlin. Da die Zahl bezahlbarer Wohnungen dort zunehmend knapper wird, rechnet er damit, dass Interessenten sich auch im Umland umschauen.

Endlich Bewegung

„Wir reden hier über einen neuen Stadtteil“, sagte Brieselangs Bauamtsleiter Uwe Gramsch im Gemeindentwicklungsausschuss. Er begrüßt die Absicht, dass der Investor von einem Gewerbegebiet hinter der Schule absehen will. „Das würde sich sonst beißen“, meinte er. Und auch Bürgermeister Wilhelm Garn ist froh, dass endlich Bewegung in die Angelegenheit kommt. Er machte aber auch darauf aufmerksam, dass man sich künftig über die weitere Schulentwicklung und die Kinderbetreuung Gedanken machen muss. „Wir müssen sehen, wie wir die Kapazitäten anpassen“, sagte der Bürgermeister. Somit sei auch über einen städtebaulichen Vertrag mit dem Investor zu reden.

Das Seiffert-Gelände ist teilweise schon umfangreich erschlossen. Strom, Gas und Wasser liegen an, auch Straßenbeleuchtung ist vorhanden. In der Vergangenheit gab es mehrere, letztlich erfolglose Anläufe, um das Gelände sinnvoll zu nutzen. So sollten dort unter anderem eine Wasserski-Anlage und eine Fußballschule entstehen.

Von Andreas Kaatz

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