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Cammer: Kostenexplosion, weil es schimmelt

Sanierung kostet eine halbe Million Cammer: Kostenexplosion, weil es schimmelt

Das Gemeindehaus zu Cammer ist von Schimmel befallen. Eine Sanierung würde rund 500.000 Euro kosten. Neueste Bauvorschriften treiben die Kosten in die Höhe. Einige Abgeordnete und der Brücker Amtsdirektor warnen vor überzogenen Ausgaben für den Gemeindehaushalt.

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Christiana Ginzel kennt viele Schimmelecken im Gemeindehaus Cammer.

Quelle: Andreas Koska

Cammer. Das Gemeindehaus in Cammer muss dringend saniert werden. Denn in mehreren Räumen ist Schimmelpilzbildung festgestellt worden. Viel Geld ist dafür nötig. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Planebruch in Oberjünne wurde den Abgeordneten ein Vorentwurf der Architektin Michaela Rast aus Golzow vorgelegt. Die Planerin geht bei den Sanierungs- und Umbaukosten von rund einer halben Million Euro aus.

Der Schimmel breitet sich immer weiter aus

Der Schimmel breitet sich immer weiter aus.

Quelle: A. Koska

„Wenn wir einen Bauantrag stellen, müssen die neuen Brandschutzvorschriften eingehalten und behindertengerechte Sanitärräume eingebaut werden“, erklärte Bürgermeister Ulf Dingelstaedt.

Planerin geht von mindestens 500.000 Euro Kosten aus

So müssten die Decke erneuert und besser gedämmt sowie eine Absauganlage installiert werden. Außerdem soll auf der Nordseite des Hauses einen Anbau erfolgen. Dort sollen ein Klubraum und zwei Abstellräume entstehen. Ob es dazu kommt, ist allerdings noch unklar. Abgeordnete sind skeptisch.

Übungsraum fällt weg

Das Gemeindehaus Cammer befindet sich in der ehemaligen Gutsscheune im Park.

Darin gibt es neben dem Bürgermeisterbüro und dem Jugendclub einen großen Sport- und Festraum. Auch sind eine Küche und Toilettenräume vorhanden.

Genutzt wird der große Raum unter anderem von der SG Damelang für den Tischtennisligabetrieb, von den Cammertänzern für ihre Übungsstunden und von Einwohnern für Familienfeiern.

Die Arbeiterwohlfahrt hat im Gemeindehaus ebenfalls einen Sitzungsraum.

Nach der Sanierung wegfallen soll der bisher im Obergeschoss befindliche Übungsraum einer Band.

„Wo kommen die hohen Kosten her?“, fragte der Oberjünner Stephan Buhrow. Auch Jens Notzke aus Damelang hielt die Berechnungen für nicht nachvollziehbar. Der Brücke Amtsdirektor, Christian Großmann, warnte die Gemeindevertreter vor zu hohen Ausgaben. „Die Sanierung soll mehr Kosten als der Neubau in Freienthal, die Gemeinde kann sich einen Eigenanteil von maximal 200.000 Euro leisten“, sagte Christian Großmann. „Vergessen Sie nicht, dass sie sich im Haushaltssicherungskonzept befinden und die Ausgaben von der Kommunalaufsicht genehmigt werden müssen“, erinnerte der Verwaltungschef an die prekäre Lage der Gemeinde.

Eigenanteil von maximal 200.000 Euro

Zwar geht man davon aus, dass die Baumaßnahme mit etwa 25 Prozent aus dem Landesprogramm „Energetische Sanierung“ gefördert werden könnte, dann verblieben jedoch immer noch rund 375.000 Euro Eigenanteil für die Gemeinde. „Ich ging davon aus, dass die Gesamtkosten der Investition so hoch sein werden, wie der jetzt ausgerechnete Eigenanteil“, wunderte sich auch Dingelstaedt.

Um die Berechnungen besser nachvollziehen zu können, wollen die Gemeindevertreter zu ihrer nächsten Sitzung die Planerin einladen. Sie soll dann das Konzept erklären. Erst danach soll endgültig über den Ausbau und die Sanierung entschieden werden.

Von Andreas Koska

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