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Dachschaden am Bauernmuseum

Dringender Sanierungsbedarf in Blankensee Dachschaden am Bauernmuseum

Das Reetdach des Bauernmuseum in Blankensee muss dringend saniert werden, doch das Geld dafür fehlt. Deshalb wurde ein Aufruf gestartet und es werden Spenden gesammelt. Bis zu 60 000 Euro müssen zusammenkommen.

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Stefan Tzschentke, Karsten Bartoll und Thomas Berger (v.l.) hoffen bei der Dach-Reparatur auf die Unterstützung der Blankenseer .

Quelle: Margrit Hahn

Blankensee. Die Zeit drängt. Das Dach des Bauernmuseums in Blakensee muss dringend erneuert werden. Die Sanierung ist seit Jahren fällig. Doch jetzt ist die Situation besonders akut. Davon konnten sich auch die Vertreter des Kulturausschusses der Stadt Trebbin überzeugen, die dem Museum am Dienstag einen Besuch abstatteten.

Das Reetdach des Museums ist stark beschädigt, ein Großteil des Strohs lose, die Vögel, die dort über Jahre nisteten, haben einiges mitgenommen. Die

Schaden am Giebel

Schaden am Giebel.

Quelle: Margrit Hahn

Giebel weisen Löcher auf, so kann sich das Wasser ungehindert seinen Weg suchen. Doch das alte Bauwerk von 1649 ist sehr empfindlich. Wenn die Bausubstanz erst angegriffen ist, wird die Sanierung noch schwieriger. „Das wichtigste an jedem Gebäude ist ein ordentliches Dach“, sagt Museumsleiter Karsten Bartoll. Die Blankenseer Dorfgemeinschaft hat bereits Unterstützung im Rahmen ihrer Möglichkeiten zugesagt. Doch 35 000 Euro für das Museumsdach und weitere 25 000 Euro für das Dach der Scheune sind kein Pappenstiel. „Mit Fördermittel sieht es schwierig aus. Zumal mit dem Geld keine zusätzlichen Arbeitskräfte geschaffen werden“, fügt Bartoll hinzu. Er hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um finanzielle Hilfe zu bekommen, denn es ist eines der letzten Reetdächer, das es in Blankensee und in der Region gibt.

Ende der 70er Jahre stand es um das Bauernmuseum schon einmal sehr schlecht. Mit 130 000 DDR-Mark und dem unermüdlichen Fleiß der Blankseer konnte das älteste Haus des Ortes gerettet und 1981 die Wiedereröffnung gefeiert werden. Die Stadt Trebbin hofft angesichts knapper Haushaltsmittel, dass ähnliches wieder gelingt und Blankenseer und Freunde des Museums spenden, um das Dach für die Zukunft zu erhalten.

„Die Sanierung des Daches ist im Haushaltsentwurf enthalten. Durch das defekte Dach geht viel Energie verloren“, sagt Trebbins Bürgermeister Thomas Berger, „wir wollen zum einen Energie einsparen zum andern aber auch Folgeschäden vermeiden. Wichtig ist, dass alle dieses Projekt mittragen.“ Inzwischen wurden Flyer verteilt und um Spenden gebeten. Auf Wunsch können vom Verein Blankenseeer Dorfgemeinschaft Spendebescheinigungen ausgestellt werden. Auch zum Backofenfest wurde eine Spendenbüchse in Form eines gläsernen Dachs aufgestellt. Allerdings kamen an diesem Tag nur 126 Euro zusammen. „Bevor die Finanzierung nicht geklärt ist, können wir keine Handwerker beauftragen“, sagt Ortsvorsteher Stefan Tzschentke.

Von Margrit Hahn

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