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Die Gartenstadt Drewitz wächst

Stadtumbau im Potsdamer Süden Die Gartenstadt Drewitz wächst

Mit der „Rolle“, dem „Quartier 8“ und dem „Grünen Kreuz“ sollen 2018 zentrale Baustellen bei der Umgestaltung des Plattenbauviertels Drewitz im Süden Potsdams zur Gartenstadt abgearbeitet sein. Das wurde am Montag auf einer Klausurtagung im Begegnungszentrum „Oskar“ bekannt gegeben.

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Guido-Seeber-Weg – hier mit Blick von der Konrad-Wolf-Allee Richtung Stern-Center – ist Teil des Grünen Kreuzes.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam/Drewitz. Wenn es ums Parken geht, gibt es in Drewitz kein Ansehen der Person. Gerade sollte es am Montag einen Überblick über die Arbeit des Begegnungszentrums „Oskar“, dem Ort der zweiten Klausurtagung zur Gartenstadt, geben, als die Versammlung verstummte.

In die Stille hinein sagte eine Frau an der Eingangstür, es stünde ein Auto mit dem Kennzeichen PLH 500 auf einem Privatparkplatz. Man möge es bitte umgehend von dort entfernen. Jetzt brandete Lachen auf. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) erhob sich, grantelte: „Mein Fahrer ist wahrscheinlich auf dem Klo“, und ging hinaus.

Der Streit um Parkmöglichkeiten begleitet den Umbau des um 1990 errichteten Plattenbauviertels mit seinen fast 3000 Wohnungen zur Gartenstadt von Anfang an. Christiane Kleemann, Chefin der Pro Potsdam Facility Management, gab bekannt, dass ab Mai auch im südlichen Teil der Gartenstadt mit der Parkraumbewirtschaftung begonnen werde.

Insgesamt seien gut 1100 Parkplätze verfügbar, für die rund 800 Anmeldungen vorlägen. So lange gebaut wird, gebe es aber auch noch Möglichkeiten zum freien Parken.

Mit der „Rolle“, sechs Wohnblöcken auf der Südseite der Konrad-Wolf-Allee, soll bis zum Frühjahr 2018 ein zentraler Gebäuderiegel saniert und teilweise umgebaut sein. Aus zuvor 192 Wohnungen werden 153 mit teils größerer Fläche, manche sind in einer Maisonette-Kombination mit Gewerberäumen im Parterre gekoppelt, andere werden eigens für Wohnprojekte hergerichtet. Laut Mieterberatung wollen zwei Drittel der Bewohner nach der Sanierung in ihre Wohnungen zurück.

Nächste große Sanierungsbaustelle ist das „Quartier 8“ zwischen Erich-Pommer- und Hans-Albers-Straße, Konrad-Wolf-Allee und Guido-Seeber-Weg. 270 Wohnungen der Pro Potsdam und der Wohnungsgenossenschaften „Karl Marx“ und 1956 sollen bis 2018 komplett modernisiert werden.

Zur Gartenstadt wird das Viertel durch den Umbau von Straßen zu Grünzügen. Die Konrad-Wolf-Allee ist bereits Park. Mit dem Guido-Seeber-Weg begann die Komplettierung des zentralen „Grünen Kreuzes“. Bis 2018 sollen auch der Hertha-Thiele- und der Willi-Schiller-Weg auf der anderen Seite gestaltet sein.

Wichtige Adressen in Drewitz

1 Das Begegnungszentrum „Oscar“ ist einer der wichtigsten kulturellen Anlaufpunkte. 2015 kamen 25 000 Gäste. Neuestes Projekt ist ein monatlicher Kinoabend mit einem aktuellen Überraschungsfilm. Start ist am Donnerstag um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

2 Die „Rolle“ ist ein sechs Wohnblocks langer Gebäuderiegel mit Ladenzeile im Erdgeschoss entlang der südöstlichen Seite der Konrad-Wolf-Allee mit fast 200 Wohnungen und Gewerberäumen.

3 Das „Quartier 8“ im Norden ist eines von mehreren Karrees in Drewitz, in denen die Wohnhäuser schneckenförmig angeordnet sind.

4 Die
Konrad -Wolf-Allee war in der ursprünglichen Planung des Wohngebiets Magistrale und Durchfahrtstraße. Für die Gartenstadt wurde sie zur Parkanlage mit Straßenbahn und beruhigtem Verkehr umgebaut.

5 Das
Grüne Kreuz mit der Konrad-Wolf-Allee sowie dem Guido-Seeber-Weg, dem Hertha-Thiele- und dem Willi-Schiller-Weg als Querstraße markiert das Zentrum der Gartenstadt.

6 Ein neues Café an der Ecke Konrad-Wolf-Allee/Hertha-Thiele-Weg soll mit Angeboten vom Frühstück bis zur abendlichen Gastronomie zum Anlaufpunkt werden. Wann es kommt, ist noch offen.

Offen ist, wann das neue Café kommt, das als Pavillon an die Ecke Konrad-Wolf-Allee/Hertha-Thiele-Weg gesetzt werden soll. Laut Uwe Hackmann, Stadtkontor, gibt es zwei Bewerber, die der Stadt am Freitag ihre Konzepte vorlegten. Eines sei ein privater Gastronom, der zweite das DRK. Wie berichtet, muss dessen „I-Café“ in der „Rolle“ wegen der bevorstehenden Sanierung zum 1. April schließen.

Von Volker Oelschläger

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