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Goodbye dunkle Bude, willkommen Licht!

Potsdamer Genossenschaft ändert Wohnungsgrundrisse Goodbye dunkle Bude, willkommen Licht!

Als Pilotprojekt hat die Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ aus alten, eher knapp bemessenen Plattenbau-Wohnungen geräumige Quartiere mit ansprechenden Schnitten gemacht. Jetzt können sich Mitglieder die neuen Grundrisse anschauen. Doch Obacht, es wird richtig hell!

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Riesig statt Ratio: Die neuen, großen Bäder in den alten Erlenhof-Wohnungen haben jetzt Fenster, Dusche, Wanne – und viel Platz.

Quelle: Christel Köster

Schlaatz. Neue Zuschnitte für alte Wohnungen. Damit will die Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ – die größte der Stadt – den veränderten Ansprüchen der Mieter nachkommen und den Wohnungsbestand weiter modernisieren. Der Anbau von Fahrstühlen hat längst begonnen. Jetzt sind Grundrissänderungen dran.

Am Schlaatz gehen die Arbeiten in den ersten Bauten, den „zwillingsmäßig aneinander stehenden“ Sechsgeschossern Erlenhof 24 und 26 ihrem Ende entgegen. Dort kamen nicht nur Aufzüge außen ran, sondern sind durch neue Zuschnitte für Vier-, Drei- und Zwei-Zimmer-Wohnungen aus einst 48 jetzt 36 Quartiere entstanden. Zum Beispiel 80 und 100 Quadratmeter große Vier-Raum-Wohnungen, die mehr Platz für Familien bieten. Die ersten Mieter ziehen laut Vorstandssprecher Bodo Jablonowski zum 1. Oktober in die Nummer 24 und einen Monat später in die 26 wieder oder neu ein.

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Freuen können sich die Mieter auf ein größeres Bad, „in dem man sich mit einem Kind auch mal drehen kann“ und das nun auch ein Fenster hat. Die Balkone sind größer und ziehen sich vom Wohnzimmer bis unters Küchenfenster. Der kleine Knick bei den neuen Winkelbalkonen ist beabsichtigt: „Dadurch gewinnen wir mehr Fläche für eine Sitzecke und das Küchenfenster dient quasi als Durchreiche“, erklärt Jablonowski.

Mit der Änderung der Grundrisse wurde in den Pilotbauten im Erlenhof in diesem Jahr begonnen. Das Besondere daran ist auch, dass sie durch ein effektives Umzugsmanagement leer gezogen worden sind. Schon zwei Jahre zuvor hatten dafür die Mietergespräche begonnen. Die Genossenschaft kümmerte sich dann um die gewünschte Übergangswohnung und half beim Umzug. Manche der Mieter ziehen in die neu geschnittenen Wohnungen zurück, etliche bleiben aber auch in den Ausweichquartieren oder haben innerhalb der Genossenschaft eine andere Wohnung vermittelt bekommen. 14 der Wohnungen im Erlenhof 24/26 werden belegungsgebunden von der Stadt benannt; vier sollen noch frei sein.

Die neuen Balkone reichen vom Wohnzimmer bis zur Küche und haben durch einen Knick Platz für eine Sitzecke

Die neuen Balkone reichen vom Wohnzimmer bis zur Küche und haben durch einen Knick Platz für eine Sitzecke.

Quelle: Ch. Köster

Bevor 2016 das nächste Grundriss-Projekt im Wieselkiez 8 und Bisamkiez 24 startet, sollen sich Genossenschaftsmitglieder bei einem Informationstag am 29. August die neuen Wohnungsschnitte in den Erlenhof-Quartieren anschauen können. Von 10 bis 13 Uhr ist Gelegenheit, „sich mit dem neuen Raumgefühl vertraut zu machen“, wirbt Jablonowski. Vertreter von Vorstand und Verwaltung werden dabei sein und Ingenieure von der Bautechnik.

Nach den Maßnahmen in den Wohngebieten Am Stern, Waldstadt II und Schlaatz will „Karl Marx“ 2019 mit der Sanierung seiner Wohnungen durch sein.

Grundrisse kennenlernen

Die Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ ist laut Vorstandssprecher Bodo Jablonowski mit rund 7400 Mitgliedern und 6400 Wohnungen die größte von neun genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen in Potsdam.

Der Informationstag am 29. August in den Wohnblöcken Erlenhof 24/26 richtet sich ausschließlich an „Karl Marx“-Mitglieder, die die Wohnungen mit den veränderten Grundrissen kennenlernen möchten.

 

In den Erlenhof-Häusern wurden für 3,5 Millionen Euro Aufzüge angebaut und aus den engen sogenannten Ratio-Wohnungen geräumige Quartiere gemacht. Dadurch reduzierte sich die Wohnungsanzahl von 48 auf 36.

Von Claudia Krause

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