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Feuchte Wohnungen in der Hagenstraße

RWG-Mieter klagen über undichte Fenster Feuchte Wohnungen in der Hagenstraße

In der Großen Hagenstraße gehen Mieter auf die Barrikaden. Mehrmals schon drang in diesem Jahr bei Unwettern der Regen durch die Fenster ins Wohungsinnere. Die Mieter werfen der Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft vor, dringend notwendige Instandhaltungsmaßnahmen auf die lange Bank zu schieben.

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Doreen Luong vor ihrer Wohnung in der Großen Hagenstraße 38.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Doreen Luong hat die Nase voll. Und vielen ihrer Nachbarn in den beiden RWG-Blocks in der Großen Hagenstraße 36 und 38 geht es genauso. Grund für ihren Ärger ist der aus ihrer Sicht miserable Zustand ihres Zuhauses. Vor allem die Fenster, durch die bei Regen die Nässe in die Wohnungen dringt, und die Fassade mit ihren schlecht abgedichteten Fugen sorgen für schlechte Laune. In einem Brief an die MAZ machen die Mieter ihrem Ärger mit deutlichen Worten Luft.

„Die RWG baut sich und anderen verdienten Mietern der damaligen AWG in den Straßenzügen rund um die Baustraße ein neues, dem Begriff einer Genossenschaft, unangemessenes Domizil“, heißt es dort. „Zeitgleich beklagen sich ganze Mietergemeinschaften in den Altbeständen der RWG wegen der unzureichenden Instandhaltungsmaßnahmen in den letzten Jahren. Die Folgen sieht man nun nach zwei heftigen Unwettern in Rathenow. Der Regen dringt durch die undichten Fenster und verursacht selbst in den darunterliegenden Wohnungen flächendeckend nasse Teppiche.“

Doreen Luong wohnt seit acht Jahren in der Großen Hagenstraße 38. Seitdem hätten sie und andere Bewohner des Hauses immer wieder bei der RWG auf das Feuchtigkeitsproblem hingewiesen, sagt sie. Getan habe sich aber nichts – sieht man von Vertröstungen und leeren Versprechungen ab. Von denen habe es eine ganze Menge gegeben.

Der Kragen platzte der Mieterin in diesem Sommer. Bei den zwei großen Unwettern im Juni und im August sei das Wasser durch die Fenster regelrecht in die Wohnungen hineingeströmt. Tapeten und Teppichböden seien nass geworden. Mieter, die zur Zeit des Unwetters nicht zu Hause waren, hätten tagelang zu tun gehabt, die Wohnungen wieder trocken zu bekommen. In einigen Wohnungen sei Wasser nicht nur durch die Fenster eingedrungen, sondern auch noch durch undichte Fassadenfugen. Das könne alles doch nicht wahr sein.

Der Block in der Großen Hagenstraße 36/38 wurde 1989 errichtet

Der Block in der Großen Hagenstraße 36/38 wurde 1989 errichtet. Er zählt zu den wenigen nicht modernisierten Gebäuden der RWG

Quelle: Markus Kniebeler

Uwe Hummel, Vorstand der Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft, gibt zu, dass der Block in der Großen Hagenstraße 36 und 38 eines der wenigen RWG-Häuser ist, die noch nicht modernisiert worden seien. Das bedeute aber auch, dass die Mieter dort rund 30 Prozent weniger Miete zahlten als in sanierten Wohnungen. Und er wisse von einigen Mietern, dass sie es gerne sähen, wenn diese so bliebe.

Den Vorwurf, die Fenster seien in einem miserablen Zustand, will Hummel so nicht stehen lassen. „Die an den Gebäuden verursachten Schäden sind grundsätzlich nicht auf mangelnde Instandhaltung zurückzuführen“, sagt er. Bei den angeführten Unwettern habe es sich um außergewöhnliche Wetterereignisse gehandelt. Durch die Orkanböen sei auch in modernisierten RWG-Wohnungen der Regen ins Innere gedrückt worden.

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Gleichwohl stellte der RWG-Chef in Aussicht, dass der Block in der Hagenstraße in naher Zukunft in Angriff genommen werde. „Das Haus ist für eine Teilmodernisieerung vorgesehen, sagte er auf MAZ-Anfrage. Wärmedämmung, Fassadensanierung und einen Teilaustausch der Fenster habe die RWG sich vorgenommen. Er könne nur nicht genau sagen, wann es so weit sei. Denn eine solches Vorhaben müsse wie alle anderen Investitionen auch in die mittelfristige Unternehmensplanung eingearbeitet werden. Das soll nun geschehen.

Von Markus Kniebeler

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