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Fliesen bieten Vielfalt

Bauen und Wohnen Fliesen bieten Vielfalt

Keramikfliesen eignen sich als Bodenbelag vor allem an jenen Stellen, die besonders stark beansprucht werden, etwa in der Küche oder im Flur. Sie weisen eine große Vielfalt an Farbe und Mustern auf und auch die Struktur der Keramik ist eine andere, je nachdem, mit welchen Zuschlagstoffen und bei welcher Temperatur sie gebrannt wurde.

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Keramikfliesen: Ein robuster und absolut wasserfester Belag für Boden und Wände.

Quelle: epr/VDF Meissen

Potsdam. Fliesen sind im Sommer angenehm kühl, sie sind leicht zu reinigen und können gut über Fußbodenheizungen verlegt werden. Der widerstandsfähige und wasserfeste Bodenbelag ist unempfindlich gegen Schmutz. Damit eignen sich Keramikfliesen ganz besonders für stark beanspruchte Flächen in Küche, Flur oder in öffentlichen Bauten und weisen eine schier unendliche Vielfalt von Farben, Mustern, Oberflächen und Strukturen auf.

Der Grundstoff für keramische Bodenbeläge ist Ton, der bei hohen Temperaturen gehärtet wird. Die Fliesen können auf sehr vielen verschiedenen Wegen hergestellt werden und haben dann entsprechend unterschiedliche Eigenschaften.

Steingut: weich und porös

So sind Steingutfliesen, die bei 950 bis 1150 Grad Celsius gebrannt werden, relativ weich und haben ein relativ hohes Wasseraufnahmevermögen von mehr als zehn Prozent. Steingutfliesen eignen sich nicht für hohe Beanspruchungen und kommen nur in Innenräumen zum Einsatz. Meist werden sie glasiert. Wird auf die Glasur verzichtet, spricht man von einer Terrakottafliese. Aufgrund seiner porösen Struktur ist Steingut nicht frosthart und daher für den Außenbereich ungeeignet.

Steinzeug: hart und dicht

Die Steinzeugfliese ist dagegen dichter und hat eine Wasseraufnahme von weniger als drei Prozent. Das wird mit einer Brandtemperatur von 1150 bis 1300 Grad erreicht. Damit eignet sich das Material auch für Außenbereiche, sowohl in glasierter wie auch unglasierter Form.

Feinsteinzeug: besonders wasserabweisend

Eine Weiterentwicklung ist das Feinsteinzeug, das hohe Anteile an Quarz, Feldspat und anderen Flussmitteln hat und dadurch eine noch geringere Wasseraufnahme von 0,5 Prozent aufweist. Wegen der hohen Bruchfestigkeit und der guten Verschleißeigenschaften wird Feinsteinzeug gerne in besonders stark beanspruchten Bereichen verwendet.

Bodenklinker schließlich kommen für besonders stark beanspruchte Bereiche infrage und können auch erhöhte Punktlasten aufnehmen.

Die Ausgangsstoffe für Keramikfliesen sind in jedem Fall ökologisch unbedenklich, recycelbar und langlebig. Mit ihrer geschlossenen, bei hohen Temperaturen gebrannten Oberfläche, weisen sie Gerüche und Dämpfe des Alltags ab. Aus demselben Grund können sich außerdem allergene Stoffe wie Milben, Hausstaub oder Blütenpollen nicht darauf festsetzen. Staub und Schmutz hingegen lassen sich von keramischen Belägen leicht und ohne aggressive Putzmittel entfernen.

Von Ulrich Nettelstroth

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